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Einsteiger-Handbuch

Einen Onlineshop mit Printful eröffnen

Von Lesedauer: 8 Minuten

Es kann einen abschrecken, wenn man sich überlegt, was man braucht, um einen Onlinestore zu eröffnen. Die meisten finden Ausreden, dass es zu schwierig sei, aber das ist weit gefehlt.

Heutzutage gibt es zahllose Dienste wie z. B. Printful, die den Prozess erheblich vereinfachen, d. h. jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um deinen Onlineshop zu erstellen.  Die ersten Schritte, um deinen Laden zu öffnen, findest du in dieser Schritt-für-Schritt Anleitung erstellt und leiten dich durch den Prozess, wie du mit Printful anfangen kannst, alles Mögliche zu verkaufen: von T-Shirts über Tassen und Taschen bis hin zu Postern. Am Ende des Eintrages hast du deinen eigenen Onlineshop und hast alles bereit für deinen ersten Verkauf.

Bei Printful benötigst du keinerlei Inventar. Alles was du verkaufst wird auf Anfrage erstellt. Hier findest du einen Crash-Kurs über die Unterschiede von Dropshipping, Print-On-Demand sowie Warehousing & Fulfillment.

ACHTUNG: Achte darauf, dass einige Links in diesem Blog-Eintrag von Affiliates sind.

1. Erstelle dein Printful Konto

Der allererste Schritt ist, dich bei Printful zu registrieren. Hierzu musst du nur ein Konto mit deinem Namen und deiner Email-Adresse erstellen. Es ist kinderleicht und umsonst! Sobald du dein Konto hast, kannst du weiter zum nächsten Schritt.

2. Wähle deinen Markt

Bevor du darüber nachdenkst, einen eigenen Onlineshop zu erstellen, musst du darüber nachdenken, an wen du verkaufen möchtest. Einen Markt zu wählen, kann in zwei wesentliche Punkte aufgeteilt werden: Eine Nische wählen und diese evaluieren.

Eine Nische wählen

Wenn du auf die Frage „Wer ist interessiert an/Wer kauft dein Produkt?” mit „alle” antwortest, wird keiner dein Produkt wirklich lieben. Wenn du versuchst alle Zielgruppen zu erreichen, triffst du am Ende nur ins Leere.

Um einen wirklich gut laufenden Onlineshop zu führen, solltest du dich auf eine Nische – eine sehr spezifische Untergruppe des Marktes – konzentrieren. Tatsächlich erzielst du bessere Resultate, je spezifischer du dich orientierst. Als Beispiel: Anstatt dich nur an „Programmierer” zu richten, kannst du dich an „Selbstständige Programmierer” oder „Python Programmierer” richten, oder sogar an „Selbstständige Python Programmierer”.

Solltest du Probleme haben eine geeignete Nische zu finden, lies unseren Artikel mit einer Auflistung von über 100 Nischen, welcher dir für den Anfang helfen kann. Ich empfehle dir eine Nische zu wählen, welche deine eigenen Interessen vertritt

Deine Nische evaluieren

Sobald du eine Nische gefunden hast, welche du anvisieren möchtest, musst du jetzt nur noch etwas designen, woran deine Zielgruppe Interesse hat. Aus diesem Grund ist es wichtig eine Nische zu wählen, zu der du selbst gehörst. Es liegt an dir, etwas zu kreieren, das die Leute kaufen wollen. Wenn du etwas designst, dass du kaufen möchtest, dann möchten es bestimmt auch andere auch kaufen.

Als Beispiel: Startup Vitamins ist ein Onlineshop, der inspirierende Business-Sprüche auf Tassen, Poster und T-Shirts verkauft. Die Gründer suchten nach Postern für ihr eigenes Büro, konnten jedoch keine passenden finden. Da entschieden sie sich kurzerhand, diese selbst zu erstellen.

Diese Poster hängen heute in den Büros großer Tech-Firmen wie LinkedIn, Google, Zappos oder Nike. Wenn du etwas benötigst, stehen die Chancen gut, dass andere es ebenfalls benötigen.

An diesem Punkt möchte ich dich daran erinnern, dass Printful ein „Print-on-Demand” (zu deutsch: Druck auf Abruf) Unternehmen ist: Wir drucken ein Produkt erst, wenn es von deinen Kunden bestellt wird. Das bedeutet, selbst wenn ein Produkt sich nicht so gut  verkaufen lässt, wie du dachtest, verlierst du kein Investment. Du kannst das Produkt einfach aus deinem Sortiment nehmen und es erneut probieren. Das bietet dir die Möglichkeit, mit deinen Designs herumzuexperimentieren.

3. Erstelle dein Design

Jetzt liegt es an dir kreativ zu werden und dir zu überlegen, welche Designs du verkaufen möchtest. Du kannst so gut wie alles verkaufen. Denke jedoch stets daran: Sei originell.

Achte beim Erstellen deiner Designs darauf, dass du keine Urheberrechte brichst. Wir haben dir einen Artikel mit allen juristischen Punkten geschrieben, die du beim Erstellen deines eigenen Onlineshops beachten solltest.

Denke an ein Produkt für dein Design

Wenn du ein Design erstellst, solltest du gleichzeitig daran denken, auf welchem Produkt du es verkaufen möchtest. Muster sehen beispielsweise gut aus auf All-Over Drucken, während Bilder besser auf Postern wirken.

Denke ebenfalls daran, dass alle unserer Produkte Richtlinien unterliegen, welche du befolgen solltest, um das Beste aus deinen Designs herauszuholen. Zum Beispiel: Unsere Direct-to-Garment (direkt auf Textilien) Drucke sollten ein dunkles Design auf durchsichtigem Grund sein. Auf der anderen Seite benötigst du für bestickte Produkte, wie eine Beanie oder eine Cap, ein vereinfachtes Design, welches mit unseren Stick-Richtlinien übereinstimmt, um sicher zu gehen, dass die Vorlage stickbar ist.

Solltest du weitere Infos benötigen, wie du dein Design an die jeweiligen Produkte anpassen kannst, findest du in unserem Eintrag, alles was du wissen musst, um die perfekte Druckdatei zu erstellen.

Das A und O hierbei ist es sicherzustellen, dass dein Design mit den Produkten harmoniert. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst mit unserem Mockup-Generator prüfen, wie dein Design auf dem Produkt ausschaut.

Probiere verschiedene Tools

Es gibt viele Tools, die dir dein Leben beim Gestalten von Designs vereinfachen. Photoshop ist fantastisch dafür. Solltest du jedoch knapp bei Kasse sein, gibt es zahlreiche günstigere Varianten.

Als erstes solltest du unseren Mockup-Generator testen. Wenn du ein simples Text-Design verwendest, kannst du damit schnell prüfen, wies es auf einem T-Shirt wirkt. Wir haben ebenfalls viele Emojis, Mustergrafiken, Formen und Zeichnungen im Sortiment, welche du umsonst verwenden kannst.

Eines der meist empfohlenen Tools auf dem Markt für Designer ist Canva. Die Nutzung ist kostenfrei und hat ein intuitives, einfach verwendbares Interface. Zusätzlich gibt es zahlreiche Tutorials, die dich durch die Software leiten.

Ein weiteres fantastisches Design-Programm ist Gimp. Es ist ein kostenloses Open-Source-Bildbearbeitungsprogramm, ähnlich wie Photoshop.

Natürlich solltest du dich nicht nur auf die Tools beschränken, die hier aufgelistet sind. Es gibt unzählige weitere, die darauf warten, von dir entdeckt zu werden.

Oder engagiere einen Designer

Wenn du dich nicht damit herumschlagen möchtest, das Design aus deinem Kopf auf ein Stück Papier zu bringen und kein Problem hast etwas mehr Geld zu investieren, kannst du immer nach jemandem suchen, der für dich ein Design erstellt. Du kannst das Printful Design Services Team (nur auf Englisch) kontaktieren, oder nach selbstständigen Designer auf 99designs oder Fiverr suchen.

Wie du siehst, gibt es verschiedene Optionen, die du auswählen kannst. Auf unserem Blog findest du 8 Wege einen Designer zu finden mit tiefergehenden Informationen.

Gib eine Probebestellung auf

Auch wenn dies kein notwendiger Schritt ist, empfehle ich dir, eine Probebestellung durchzugehen. Unser Mockup-Generator erstellt am Ende nur Mockups. Was dir auf dem Bildschirm angezeigt wird ist nicht immer das Gleiche, wie auf dem eigentlichen Endprodukt. Um genauer zu prüfen wie ein Produkt ausschaut, und wie es sich anfühlt, solltest du es mit eigenen Augen und Händen erfahren. Am besten vor dem öffentlichen Verkauf. Dies kann dir auch dabei helfen, Produktbeschreibungen zu entwerfen, und zusätzlich kannst du deine eigenen Bilder für deinen Onlineshop erstellen. 

Sobald du zufrieden mit deiner Probebestellung bist, kannst du deinen Store starten

4. Wähle eine Ecommerce-Plattform

Jetzt da du dein Konto erstellt und ein Produkt zum Verkauf hast, ist es Zeit, eine Plattform, auf welcher du anfängst Geschäfte zu machen, zu wählen. Bei so vielen verschiedenen Ecommerce-Optionen ist es schwierig zu sagen, welche die beste Option für dich ist.

Printful lässt sich derzeit mit 21 verschiedenen Ecommerce-Plattformen integrieren. Mit so vielen verschiedenen Integrationen hast du eine weite Vielfalt an Optionen, mit denen du deinen eigenen Onlineshop erstellen kannst. Wähle die Plattform, die deine Anforderungen am besten erfüllt. Um dir bei dieser Entscheidung zu helfen findest du hier eine Gegenüberstellung mit den Vor- und Nachteilen jeder Plattform. Aus Testzwecken für diesen Blog-Eintrag wähle ich Shopify.

Vergiss nicht dich bei der jeweiligen Plattform zu registrieren.

5. Verknüpfe dein Printful-Konto mit der Ecommerce-Plattform

Du kannst Printful mit Shopify verbinden, indem du einfach die Printful App bei Shopify hinzufügst. Klicke einfach auf „App hinzufügen”, gibt die URL zu deinem Shop ein und melde dich bei deinem Printful-Konto an. Deine Konten werden automatisch verbunden.

Dieser Prozess ist bei jeder Plattform etwas anders. Auf deinem Printful-Dashboard findest du eine Anleitung zu jeder Plattform. Klicke auf „Stores”, wähle die Plattform aus und folge der entsprechenden Anleitung.

6. Erstelle ein Produkt

Plattform – check. Produkt – check. Design – doppel-check. Zeit fürs Eingemachte.

Deine Produkte auf deinem Shop veröffentlichen

Um dir den Einstieg so einfach wie möglich zu machen, haben wir einen Produkt-Generator entwickelt. Dieser ist kompatibel mit den meisten Integrationen und veröffentlicht automatisch Produkte auf deinem Printful-Store. Auf diesem Weg kannst du dich bei Printful anmelden, Produkte erstellen und mit deinem Unternehmen synchronisieren. Mega einfach.

Leider ist dieser Generator nicht bei allen Integrationen verfügbar, d. h. wenn du Gumroad, Big Cartel oder Squarspace verwendest, musst du die Produkte manuell dort hinterlegen. Das dauert etwas länger, ist aber genauso einfach. Zuerst erstellst du ein neues Produkt auf der Ecommerce-Plattform. Danach öffnest du das Printful-Dashboard und unter der „Sync Store” Seite klickst du auf „Aktualisieren”, um die Produkte mit deinem Store erneut zu synchronisieren. Anschließend solltest du deine neuen Produkte dort sehen. Klicke auf „Bearbeiten”, um das Produkt für jede Variante (Kategorie, Modell, Größe, Farbe) zu konfigurieren. Hier kannst du auch deine Druckdateien oder Mockups hochladen.

Deine Produkte einfach nur zu posten wird nicht ausreichen. Du willst sie ja schließlich verkaufen. Deinen Kunden fehlt die Möglichkeit die Designs mit eigenen Augen anzuschauen, d. h. du musst mit ins-Auge-stechenden Bildern und Beschreibungen glänzen. Wir stellen dir vorgefertigte Texte und Mockups zur Verfügung, sodass du dein Produkt rausbringen kannst. Allerdings empfehle ich dir, diese nur als Anhaltspunkt bzw. Starthilfe zu nehmen und schließlich deine eigenen zu erstellen.

Wähle deinen Preis

Sobald du ein Produkt mit fesselnder Beschreibung und Bildern hast, kommt nun die Preisgestaltung. Es gibt zwei Preise an die du denken musst. Der Printful-Preis, welchen wir dir berechnen, und den Verkaufspreis, zu welchem du die Produkte verkaufst. Als Beispiel: Der Printful-Preis beträgt 15 € und der Verkaufspreis 25 €, d. h. du erhältst einen Umsatz von 10 €. Denke dabei an zusätzlich anfallende Kosten wie Steuern.

Den richtigen Preis zu wählen ist hierbei entscheidend. Setzt du ihn zu hoch, verlierst du mögliche Kunden, die nicht bereit sind, den Betrag zu zahlen; setzt du ihn zu niedrig, verdienst du nicht an deinen Produkten.

Das bedeutet nicht, dass du keine teuren Produkte verkaufen kannst; das bedeutet lediglich, dass du deinen Kunden aufzeigen musst, warum es sich lohnt, mehr dafür zu zahlen. Du musst einen gewissen Wert für deine Marke erschaffen und zeigen, dass sich dein Produkte auf dem überfüllten Markt hervorheben. Shopify verfasste einen informativen Artikel zu diesem sog. Wertversprechen und wie du diesen etablieren kannst. (Dieser Artikel ist auf Englisch und ein Affiliate-Link.)

Generell empfiehlt sich eine Gewinnspanne von 30 %, dies ist allerdings allein deine Entscheidung. Idealerweise solltest du darauf abzielen, deine Unternehmenskosten abzudecken und weiterhin Luft nach oben zu lassen. Wir bieten ebenfalls einen einfachen Profit-Rechner, der dir vorrechnet, wie die verschiedenen Preise deinen Gewinn ändern.

Versandkosten berechnen

Abschließend musst du deinen Kunden noch die Versandkosten berechnen. Bei Printful bieten wir dir zwei verschiedene Optionen zu den Versandkosten: zum Live-Preis oder als Flatrate.

Beim Live-Preis werden die Versandkosten in echtzeit während des Einkaufs von unseren Algorithmen berechnet, d. h. dein Kunde erhält automatisch den bestmöglichen Preis, ohne dass du etwas dafür einstellen musst. Diese Option ist nur verfügbar, wenn du Shopify, Woocommerce oder Ecwid verwendest.

Wenn deine Integration keine Live-Preise unterstützt sind Flatrates die Alternativen. Das sind Fixpreise, die wir dir für den Versand berechnen und du ebenfalls bei deinem Onlineshop berechnen solltest. Wenn du eine Bestellung erhältst, wählen unsere Algorithmen automatisch die günstigste Rate. Sollte diese Rate günstiger als die Flatrate sein, stellen wir dir diese in Rechnung, allerdings werden wir dir nie mehr als den Flatrate-Preis berechnen. Auf unserer Versandkosten-Seite findest du eine Übersicht unserer Flatrate.

Wie sich die Versandkosten einspielen lassen und ob du Live-Preise oder eine Flatrate verwenden kannst, hängen von der jeweiligen Plattform ab. Du kannst mehr dazu in unseren Integrations-FAQs nachlesen.

Es gibt auch einige Wege wie du die Versandkosten zu deinem Vorteil nutzen kannst, zum Beispiel kannst du mit kostenfreiem Versand deine Verkaufszahlen erhöhen.

7. Erstelle eine Online-Zahlungsabwicklung

Mit Artikeln in deinem Onlineshop, benötigst du nur noch einen Weg, wie die Leute dich bezahlen können. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten wie Paypal, Stripe oder Braintree. Egal für welche du dich entscheidest, du musst sie zu deinem Store hinzufügen.

Wir können Bestellungen erst ausführen, sobald sie bei Printful bezahlt wurden. Achte darauf, dass du dein Paypal-Konto oder eine Kreditkarte in deine Printful-Geldbörse hinterlegst. Somit ist klargestellt, dass wir bezahlt werden und deine Kunden so schnell wie möglich beliefern können.

Glückwunsch! Du hast einen voll funktionsfähigen Onlineshop und kannst nun Bestellungen entgegen nehmen!

Finde Kunden

Jetzt wo dein Store online ist, musst du deinen Onlineshop bekannt machen und unter die Leute bringen. Dies ist jedoch ein ganz anderer Kampf, den wir lieber auf ein anderes Mal verschieben. Wenn du trotzdem weitere Tipps und Infos möchtest, lies dir gerne unseren Printful-Blog durch.

Ich hoffe diese Anleitung löst alle Fragen und hilft dir beim Erstellen deines Printful-Onlineshop.

With a keen interest in the business world, Mitch enjoys learning about marketing and entrepreneurship.

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