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Starting online clothing store
Einsteiger-Handbuch

So gründest du deinen eigenen Onlineshop für Kleidung – 5 wesentliche Schritte

Von Lesedauer: 6 Minuten

Du träumst schon seit Längerem davon, online Mode zu verkaufen? Nun, du hast Glück, denn jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um deinen eigenen Onlineshop für Bekleidung zu eröffnen.

Dropshipping-Dienstleister wie Printful, E-Commerce-Plattformen und Online-Marketing-Tools können dir dabei helfen, im Onlinehandel mit Kleidung mit minimalen Ressourcen einzusteigen. Um erfolgreich zu sein, gehört allerdings auch das richtige Maß an Engagement dazu.

Wenn du die nötige Inspiration und die Leidenschaft hast, raten wir dir, einfach loszulegen. Lies weiter, um mehr über die grundlegenden Schritte für die Einführung deiner ersten Bekleidungslinie zu erfahren.

Schritt 1: Finde deine Nische

Jedes Unternehmen sollte zunächst seine Zielgruppe definieren. Bevor du also loslegst, recherchiere den Markt gründlich und entscheide dich für eine Nische. Je besser du deine Kunden kennst und weisst, was sie möchten, desto besser sind deine Chancen, die gewünschten Produkte anzubieten und erfolgreich zu sein.

Du wirst viel Zeit in dein Geschäft investieren, stelle also sicher, dass es ein Vorhaben ist, das du wirklich verfolgen willst.

Ebenso wichtig: Frag dich, warum du dies alles machen willst:

  • Ist der Start eines Onlinestores für Textilien etwas, das du schon immer einmal ausprobieren wolltest?
  • Hast du das Gefühl, dass es ein Produkt gibt, das du gerne auf dem Markt sehen möchtest, aber bisher noch nicht gefunden hast?
  • Möchtest du dein Talent auf die Probe stellen?
  • Beabsichtigst du mit dem, was du tust, etwas zu verändern?
  • Oder vielleicht nebenbei etwas mehr Geld verdienen?

Unter dem Strich muss alles, was du tust, von deiner Motivation bis hin zu deinen Produkten, dich und deine Ideen repräsentieren – auf eine authentische Art und Weise.

Einige Anmerkungen zur Authentizität –

Lass uns eine kurze philosophische Pause machen und überlegen, was “authentisch” eigentlich bedeutet. In den Worten des Filmregisseurs Jim Jarmusch: „Nichts ist ursprünglich. Stehle von überall her, wo Inspiration herrscht oder was deine Fantasie beflügelt.” Das bedeutet allerdings nicht, dass du einfach einen Warhol auf ein T-Shirt setzen kannst, da dies Probleme mit dem Urheberrecht verursacht. Was wir damit meinen, ist, dass es schlau ist, sich inspirieren zu lassen. Wenn man Dinge weise genug nachahmt, kann teilweise ein weitaus besseres Ergebnis als das Original erzielt werden.

Schritt 2: Planung + Engagement = Erfolg

Eins mal vorweg: Es gibt immer etwas, was du tun kannst, um dein Business zu optimieren. Stelle also sicher, dass du weisst, worauf du dich einlässt.

So sieht es oberflächlich aus: Du bist motiviert, lässt deinen Ideen freien Lauf, skizzierst bis in die frühen Morgenstunden hinein, spielst mit Mustern und kombinierst Farben. Alles schön und gut.

Denke aber auch daran, dass eine eigene Bekleidungslinie nicht nur ein schöpferisches Ventil ist, sondern auch viel Arbeit und Risiken, jedoch auch Belohnung mit sich bringt. Sie resultiert in einer ewiger To-Do-Liste, um nur einige wenige Beispiele zu nennen:

  • Entscheidungen, welche Produkte verkauft werden sollen
  • Erstellen von neuen Designs
  • Werbung für deine Produkte in den sozialen Medien machen
  • Auf Kundenmails antworten, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen
  • Planen einer Geschäftsstrategie
  • Eine helfende Hand einstellen
  • Umgang mit technischen Fragen

Also praktisch betreibst du einen eigenen Laden online, aber keine Sorge. Mit der richtigen Einstellung klappt das schon.

Wie du sicher schon sehen kannst, hat das Betreiben einer eigenen Kleidungskollektion zwei sehr unterschiedliche Seiten – die kreative und die geschäftliche – auch wenn diese eng miteinander verbunden sind. Es geht nicht nur darum, die schönsten Kleider oder die coolsten T-Shirts zu entwerfen. Um ganz vorne mit dabei zu sein, solltest du Marktrecherche betreiben, herausfinden, wer deine Konkurrenz ist und definieren, wie du Gewinne erzielst und gleichzeitig deine Ausgaben begrenzt. Es gibt viele Bereiche, die zur Gründung eines Unternehmens beitragen, also informiere dich darüber, damit du weisst, was dich erwartet.

Manchen von uns fällt es leicht, sowohl für das Kreative als auch das Finanzielle verantwortlich zu sein, andere wiederum bevorzugen es, sich auf einen Aspekt zu konzentrieren. In letzterem Fall solltest du dir jemanden suchen, der vertrauenswürdig ist und diese Aufgaben übernimmt. Der einzige Weg ist, verschiedene Strategien zu testen und zu sehen, was am besten funktioniert.

Schritt 3: Richte deinen Shop ein

Beim Aufbau eines Betriebes gibt es viele Entscheidungen zu treffen. Die erste ist – warum überhaupt online verkaufen?

Um diese Frage zu beantworten, lass uns einige Zahlen betrachten.

Obwohl der Kampf zwischen Online- und Offlineshopping immer noch andauert, wird Onlineshopping immer beliebter – 4 von 5 Amerikanern kaufen jeden Monat online ein, und es wird berichtet, dass 51% der Amerikaner Onlineshops bevorzugen. In Deutschland liegt der Onlineanteil am Einzelhandel zwar erst bei etwa 10%, doch nutzten 2018 bereits 88,5% der Deutschen das Internet, um einzukaufen. Vor allem Mode kaufen die Deutschen gerne online ein.

Onlineshopping bleibt also nach wie vor eine gewaltige Kraft und der Trend geht ganz klar in Richtung mobile Geräte. Der Anteil des mobilen Handels, auch M-Commerce genannt, beträgt mittlerweile 63,5%  aller globalen E-Commerce-Transaktionen und wird voraussichtlich weiter steigen. Deshalb ist der nächste Schritt für E-Commerce-Händler, sicherzustellen, dass das Onlineshopping auf jedem Gerät einfach und die Nutzererfahrung optimal ist.

Wie immer gilt es zwischen den Vor- und Nachteilen zu erwägen, wenn man überlegt, ob E-Commerce das Richtige für das eigene Unternehmen ist:

Vorteile eines Onlineshops:

  • Keine Miete, keine Nebenkosten und kein Personal – perfekt für dein Debüt, da mit einer geringeren finanziellen Belastung und daher insgesamt mit einem geringeren Risiko verbunden.
  • Der Aufbau deines Onlineshops über eine E-Commerce-Plattform spart viel Zeit.
  • Um dein Leben noch einfacher zu gestalten, kannst du einen Fulfillment-Service wie Printful für dein Geschäft nutzen. Auf diese Weise musst du dich nicht um die Lagerung oder den Versand kümmern, sondern lediglich deinen Onlineshop einrichten und dich auf die Erstellung und Vermarktung der Produkte konzentrieren.
  • Du kannst weiterhin persönlich an physischen, aber nicht permanenten Standorten wie Messen oder Pop-Up-Stores Verkäufe tätigen.

Nachteile eines Onlineshops:

  • Die Erstellung deines eigenen Onlineshops von Grund auf ist mit einigen Kosten verbunden. In diesem Falle musst du einen Domainnamen kaufen und deine eigene Website entwickeln.
  • Wenn du dich stattdessen für eine E-Commerce-Plattform entscheidest: alle Seiten haben ihre eigenen Vor- und Nachteile und normalerweise fallen Abonnementgebühren an. Um es euch ein wenig einfacher zu machen, haben wir einen Vergleich der Plattformen zusammengestellt.
  • Beachten solltest du auch die versteckten Kosten für eine selbst gehostete E-Commerce-Plattform, wenn du keine gehostete Plattform verwendest.

Schritt 4: Kreiere deine Produkte

Lass uns die Dinge näher betrachten, die bei der Gestaltung eines Produkts berücksichtigt werden müssen.

Angenommen, du hast deinen Onlineshop erstellt, hast Printful als Fulfillment-Service ausgewählt und dich entschieden, ein Produkt zu entwerfen. Alle Modebegeisterten wissen, was für ein tolles Gefühl es ist, etwas Schönes zum Anziehen zu finden. Stell dir also vor, wie es wäre, es selbst zu gestalten! Viele Dinge sind zu berücksichtigen:

  • Die Umsetzung der Idee. Eine gute Idee zu haben, ist eine Sache, aber wenn du nicht weisst, wie du diese umsetzt, solltest du dir ggf. Unterstützung holen. Um die Idee für dein Design erfolgreich umzusetzen, suche den Rat eines begabten Freundes, stelle einen Künstler ein oder im Falle von Printful wende dich an unser eigenes Designteam. Wenn du die Entwürfe wirklich selbst erstellen möchtest, gibt es viele Werkzeuge, die dies vereinfachen. Beispielsweise den Mockup-Generator von Printful, der über eine Textfunktion verfügt, mit der auf einfache Weise textbasierte Entwürfe erstellt werden können. Du kannst dich auch ausschließlich auf visuelle Elemente konzentrieren, wie unsere individuell gezeichneten Smileys und Formen, wenn das mehr dein Ding ist.


  • Deine Zielgruppe. Denke an dich und deine Ideen, aber auch an dein Publikum – dieses muss dein Produkt und das Design verstehen. Scheue dich nicht, verschiedene Farben/ Muster/ Bilder auszuprobieren – so könntest du einen Jackpot landen!
  • Der Schnitt und das Material des Kleidungsstücks. Die Dehnbarkeit des Stoffes und seine Wirkung auf das Design, das Gefühl des Stoffes auf der Haut machen bei Klamotten viel aus.
  • Das Endergebnis. Du solltest mit Allem von A bis Z zufrieden sein – der Passform, der Farbe, dem Design. In erster Linie musst du selber dein eigenes Produkt kaufen wollen – sonst werden es die Kunden auch nicht wollen. Bevor du dein Produkt anderen zur Verfügung stellst, solltest du  ein Muster bestellen. Mit Printful erhältst du einen Rabatt von 20% und kostenlosen Versand zu ausgewählten Zielen für deine Muster.

Schritt 5: Bewirb und entwickle deine Marke

Allein die Eröffnung eines Onlineshops garantiert noch keine Verkäufe. Um Kunden anzulocken, solltest du die Markenbekanntheit in den sozialen Netzwerken stärken und qualitativ hochwertige Inhalte über  deine Produkte generieren. Wenn du über Möglichkeiten zur Förderung deiner Marke nachdenkst, solltest du auch über die Fähigkeiten deiner Nächsten nachdenken – befinden sich in deinem Freundeskreis etwa angehende Visagisten oder Fotografen, die gerade ihr Portfolio aufbauen? Diese könnten dir helfen.

Um dein Marketing-Know-how aufzustocken und Tipps zur Steigerung deines Umsatzes zu bekommen, besuche unseren Blog – hier findest du viele Ideen und Anregungen.

Und denke daran – du bist nicht allein! Du kannst dich jederzeit an die Online-Community wenden. Selbst wenn du gerade keine Hilfe benötigst, kann es hilfreich sein, herauszufinden, was deine Kollegen (und Konkurrenten) als besonders herausfordernd oder lohnend empfinden. Zum Beispiel auf der Printful Insiders Facebook-Seite können Printful-Benutzer Fragen stellen und ihre Ideen diskutieren. Für allgemeinere, geschäftsbezogene Diskussionen kannst du auch verschiedene Subreddits ausprobieren, wie beispielsweise /r/entrepreneur, /r/ecommerce, und /r/smallbusiness.

Ein paar Gedanken zum Schluss mache das beste daraus!

Wir hoffen, dass du nach dem Lesen dieses Artikels zu dem Schluss gekommen bist, dass jetzt eine großartige Zeit ist, deinem Traum von der Einführung deiner eigenen Modelinie zu folgen. Einzelhändler müssen sich heutzutage nicht mehr mit den Einschränkungen eines stationären Standorts zufriedengeben. Jetzt ist es möglich, deine Design- und Verkaufsfähigkeiten einfach online zu testen und es gibt eine Vielzahl von Tools, die dich dabei unterstützen können.

Du stehst am Anfang einer sehr interessanten, kreativen Zeit. Schaue dich also um und nimm so viel mit, wie du nur kannst. Höre dir Ratschläge von anderen an, aber nehme sie nicht einfach an, ohne selber nachzudenken. Denn die endgültige Entscheidung triffst du – daher solltest letztendlich du mit dem Ergebnis zufrieden sein.

Lies diesen Blogbeitrag auf:

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  1. Thomas

    Meine Cousine träumt davon, eigenen Onlineshop zu gründen. Sie weiss aber nicht, wo sie anfangen sollte. Da werde ich diesen Beitrag an sie weiterleiten.

  2. Gernot Dzialas

    Hallo,
    muss ich als Händler die Verpackungen registrieren, in denen die Kunden ihre Waren bekommen oder hat Printful diese bereits registriert?
    Bislang habe ich hierzu leider keine Informationen gefunden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Gernot Dzialas

        1. Suvi Pribilla

          Hallo Sam,

          Bei Fragen dazu am besten die Zentrale Stelle Verpackungsregister kontaktieren, sie sind die Experten und können am besten helfen. 🙂

  3. Basciano Alberto

    Hallo Printful Team,

    wäre es möglich Desings selber mit einem Grafik Tablet zu zeichen und dieses dann auf zB. Shirt drucken?
    Oder würde der Druck zu ungenau oder verpixelt sein?
    Habt ihr erfahrung oder könnt ihr ein Grafik Tablet und Programm empfehlen?
    Vielen Dank im Vorraus

    Lg Alberto

    1. Suvi Pribilla

      Lieber Alberto,

      Vielen Dank für Deine Nachricht! Man kann definitiv eigene Illustrationen für den Druck auf einem Grafiktablett zeichnen, das tut unser Team zum Teil auch.

      Das Wichtigste ist, sicherzustellen, dass die Bildgröße und -auflösung hoch sind, damit der Druck scharf rauskommt und nicht verpixelt ist. Weitere Infos zur Erstellung von Druckdateien findest Du hier.

      Was die Software betrifft: Unser Team verwendet Photoshop, aber es gibt auch kostenlose Optionen. Hier findest Du unseren Blog-Beitrag zu diesem Thema.

      Wir haben keine spezifischen Empfehlungen für Tablets, doch eine Sache, die man sich ansehen sollte, ist der Druckpegel (pressure levels) – je höher diese sind, desto empfindlicher ist das Gerät.

      Hoffentlich hilft Dir das weiter!

  4. Ole Mai

    Hallo,
    wie sieht es mit den Versandkosten- und informationen aus, da man dafür den eigenen Onlineshop ja auch rechtliche Angaben bereitstellen muss. Hat jedes Produkt seine eigenen Versandkosten, sind die Kosten länderabhängig und welche Lieferzeit muss ich angeben? Mit einer ausführlichen Antwort ihrerseits wäre mir sehr geholfen.

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