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Erfolgsgeschichten

Vegan Savage: Das vegane Movement als Herzensprojekt

Von Lesedauer: 6 Minuten

Ferdinand Beck ist ein veganer Fitness-Content-Creator und Influencer mit 327.000 Followern auf Instagram und 50.000 Abonnenten auf YouTube (aufgeteilt auf Deutsch und Englisch).

Er wurde sogar als der World’s Hottest Vegan bezeichnet und hofft, andere zu einem gesunden, auf Pflanzen basierten Lebensstil zu inspirieren. Ferdinand wirbt auf seiner Website und auf Social-Media-Plattformen für Themen wie die Vorteile des Veganismus, aber auch durch den Verkauf von Merchandise in seinem Online-Shop. Auf diesem Weg hat er viel über Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit in der E-Commerce-Welt gelernt. Jetzt möchte er seine besten Tipps teilen!

Unser Gespräch wurde in der Länge und für Prägnanz geringfügig überarbeitet.

Mission: Durch Wissen zu Wohlbefinden

Seit er sich vegan ernährt, fühlt sich Ferdinand besser: „Seit ich angefangen habe mich vegan zu ernähren, habe ich viele Vorteile gesehen. Ich bin meine Akne losgeworden, ich habe Muskeln aufgebaut, ich habe mich einfach viel, viel besser gefühlt. Meine Verdauung wurde besser.“

Zunächst hat er seine positiven Erfahrungen mit seinem direkten Umfeld geteilt und viele von den Vorteilen überzeugt. Doch damit hat sich Ferdinand nicht zufrieden gegeben: „Ich habe viele Menschen gesehen, die unter Bedingungen leiden, die nicht sein müssen und wollte mehr und mehr Leute erreichen. Ich habe dann Social Media als das Werkzeug entdeckt, durch das man eben nicht nur sein direktes Umfeld, sondern die ganze Welt erreicht“.

Ferdinand Beck

Offline kaufte er T-Shirts von bekannten Einzelhändlern, auf denen Slogans wie vegan und pflanzlich standen. Er sagt, dass diese Shirts viele persönliche Gespräche auslösten.

„Die Leute kamen auf mich zu und fragten mich, ob ich vegan lebe, weil sie die T-Shirts sahen, die ich trug“, sagt er. Er war beeindruckt von der Fähigkeit der Shirts, Diskussionen anzustoßen und Interesse an seinem Lebensstil zu wecken.

Viele seiner Freundschaften haben ihren Anfang in spontanen Bekanntschaften, die ihn aufgrund seiner Ernährung und dem sich dazu bekennenden Shirt angesprochen haben. Weil sie sich ebenfalls vegan ernähren oder sich dafür interessieren. Die anfangs nur für ihn selber gemachten T-Shirts hat er irgendwann mit seiner Community geteilt. Und ist damit auf Erfolg gestoßen. Daraus ist Vegan Savage entstanden – seine Community rund um das vegane Movement.

– Video auf Englisch –

Seine Nische finden

Traditionelle Bodybuilder meinen, dass sie nur Muskelmasse zulegen und schwere Gewichte heben können, wenn sie reichliche Mengen an Protein, oft in Form von tierischen Produkten, zu sich nehmen. Einige Gewichtheber denken, dass es schwieriger oder sogar unmöglich ist, Muskelmasse zu gewinnen, ohne Fleisch zu essen.

„Der erste Teil meiner Reise war, zu verstehen, dass tierische Produkte unserer Gesundheit, unserem Planeten und natürlich den Tieren schaden“, sagt er.

Anschließend informierte er sich über Fitness und Ernährung und recherchierte Fragen wie:

  • Welche Vitamine braucht der Körper?
  • Welche Lebensmittel helfen, Kraft und Muskelmasse aufzubauen?
  • Wie metabolisiert unser Körper die Nahrung?
  • Welche Art von Übungen machen uns stärker?

Als Ferdinand sich im Fitnessstudio weiter verbesserte, begann er, seinen veganen Lebensstil online zu propagieren, wo er eine Gemeinschaft schuf, die er Vegan Savages nennt.

Ferdinand Beck

One-Man-Show mit Unterstützung

Schließlich beschloss Ferdinand, seine eigenen Shirts zu entwerfen: „Ich konnte keine Shirts mit den Slogans finden, die ich wirklich wollte, also habe ich mir ein paar Print-on-Demand-Anbieter angeschaut, um Shirts für mich selbst zu machen. Ich habe ein paar ausprobiert und Printful stach heraus.“

Er wählte ein Print-on-Demand-Modell zum Bedrucken von T-Shirts, weil es nachhaltiger ist als der Kauf in großen Mengen. Er kreierte die Shirts, die er tragen wollte, ohne Material zu verschwenden.

Bevor er sich für Printful entschied, erkundigte er sich bei den von ihm getesteten Print-on-Demand-Unternehmen nach der Produktqualität, der Transparenz, den Möglichkeiten des Kundensupports und den umweltfreundlichen Produkten.

„Andere Print-on-Demand-Unternehmen scheinen sich nicht mehr weiter zu entwickeln“, sagt Ferdinand, „Printful dagegen scheint auf dem Weg in eine nachhaltigere Zukunft.”

Ferdinand Beck

Er begann Shirts mit Sprüchen und Schlüsselwörtern zu bedrucken:

  • Vegan
  • Vegains
  • Plant-based Athlete
  • Vegan Savage
  • Mind over matter
  • Sei nett zu Tieren
  • Freunde statt Essen
  • You had me at vegan

Es dauerte nicht lange, bis Ferdinands Online-Community seine Shirts bemerkte und fragte, wo sie sie kaufen könnten. Als Reaktion darauf eröffnete er 2018 seinen Shop bei Printful und benannte ihn nach seiner Online-Community: Vegan Savage.

Auf der Homepage seines Shops hat Beck Informationen über sich, seine Mission und die Nachhaltigkeit seines Print-on-Demand-Geschäfts veröffentlicht. Dank des Interesses von seinen Anhängern trudelten schnell Bestellungen ein.

Seine Leidenschaften leben

Ferdinand lebt und atmet das, worüber er spricht. Er ernährt sich nicht nur gesund und ohne Fleisch, sondern treibt auch viel Sport. Kraftsport ist neben der veganen Ernährung Ferdinands zweite Leidenschaft.

„Vegan ist ja nicht das Einzige, sondern für mich das Mindeste, was man machen kann. Lifestyle choices ergeben so viel Sinn.“

Ferdinand Beck

„Ich mache Dinge, die mir Spaß machen. Würde ich daran gar nicht verdienen, würde ich genau das Gleiche machen, wie jetzt auch. Das empfehle ich jedem. Dann macht man sein Hobby zum Beruf. Es gibt nichts Schöneres, als wenn man morgens aufwacht und jeden Tag das machen kann, worauf man Bock hat und dafür bezahlt wird. Das hört sich so klischeehaft an, aber genau das mache ich.“

Er selber hat dadurch eine Balance gefunden und möchte das gute Gefühl an andere weitergeben: „Ich bin einfach sehr leidenschaftlich darüber und teile das mit meiner Community, damit sich mehr Leute gesünder und bewusster ernähren und gesündere Lebensentscheidungen treffen“.

Stetig in Richtung Umwelt

Die Vegan Savages sind nicht die Einzigen, die sich um Themen wie Nachhaltigkeit kümmern. Überraschend niedrig fällt der Anteil an Veganern in seiner Community aus: „50 % oder weniger sind vegan, 50 % vegan curious, plant based-curious oder interessieren sich einfach dafür“, erklärt Ferdinand.

2020 begann er damit, Printfuls umweltfreundliche Produkten zu testen, die zu mindestens 30 % aus nachhaltigen, recycelten oder biologisch abbaubaren Materialien bestehen. Er möchte sicherstellen, dass alle von ihm angebotenen Produkte so hochwertig und nachhaltig wie möglich sind.

Ferdinand Beck

Ferdinand sagt, er freut sich darauf, mehr umweltfreundliche und biologische Baumwolloptionen in seinen Laden aufzunehmen und hofft, in Zukunft plastikfreie Verpackungen anbieten zu können. Er sagt, dass er sich eine „strahlend grüne Zukunft“ mit organischen Materialien, fairem Handel und vor allem mit glücklichen Kunden vorstellt.

Kommunikation ist das A und O

Ferdinand sagt, dass er sich Vollzeit mit Social Media beschäftigt. Den ganzen Tag braucht er auch, um seine Konten in den sozialen Medien zu pflegen: Er hat insgesamt 5 Instagram-Konten, 3 YouTube-Kanäle und macht außerdem Podcasts auf Deutsch und Englisch. Auf Instagram und YouTube postet er täglich neue Inhalte: Seinen täglichen Vlog, Musikvideos, Kurzdokumentarfilme und mehr.

Der Großteil seiner Kommunikation mit den Followern erfolgt auf Englisch, denn „damit erreicht man einfach viel mehr Menschen“. Besonders junge Menschen. Die Mehrheit seiner Community befindet sich in den USA. Zusätzlicher Bonus für ihn: „Es macht mir auch einfach Spaß, mein Englisch so zu verbessern“.

Häufige Kommunikation und insbesondere Ehrlichkeit mit seinen Kunden ist der Schlüssel, um sie zufrieden zu stellen. Man kann Nachrichten über Nachhaltigkeit auf seiner Website und in den sozialen Medien veröffentlichen.

Produktbeschreibungen sind laut Ferdinand ein guter Ort, um über Nachhaltigkeit aufzuklären: „Wenn man Informationen über die angebotenen Produkte einbezieht, wissen Kunden genau, was sie bekommen, wenn sie bei dir kaufen, und welche Auswirkungen das auf die Umwelt hat.“

Der meiste Traffic zu seinem Store kommt von Instagram und seinem Vlog. Auf seinen Instagram-Accounts teilt er viele Infografiken und Rezeptvideos über vegane Ernährung. Diese werden gerne weiter geteilt, an „Freunde von Freunden und deren Freunde“. 

Vegan Savage Merch

Das mag bei dir und deinen Kunden nicht der Fall sein, und das ist völlig in Ordnung! Du musst kein veganer Fitness-Influencer sein, um diese Themen bei deinem Publikum anzusprechen. Nachhaltigkeit ist für Käufer aus vielen verschiedenen Nischen interessant.

Wenn du auf den Marketing-Kanälen deines Shops regelmäßig über Nachhaltigkeit sprichst, wie Ferdinand, kannst du dir einen Vorsprung gegenüber deinen Mitbewerbern verschaffen. Versuche, eine Seite über Nachhaltigkeit wie die von Printful zu erstellen, mit Informationen darüber, wie deine Produkte hergestellt werden.

Den Followern etwas zurückgeben

Eine weitere Sache, die dem Berliner geholfen hat, Umsatz zu machen, ist das Verschenken von Merchandise an seine Freunde und Follower: „Freunde lieben es, kostenlose Produkte zu erhalten und in den sozialen Medien ihre Vegan Savage-Ausrüstung zu zeigen.“

Oft markieren sie ihn auf den Fotos, was dazu beiträgt, dass mehr Leute seinen Laden finden.

Aber er drängt nicht jeden, der auf seinen Laden stößt, dazu, bei ihm zu kaufen. Er wirbt nicht nur für nachhaltige Mode und Veganismus, sondern ermutigt seine Follower auch dazu, sich zu informieren, woher ihre Produkte kommen und welche Auswirkungen sie auf die Umwelt haben.

Ferdinand unterwegs mit seiner Community

Genau wie Ferdinand kannst du deinen Store und die sozialen Medien nutzen, um achtsames Einkaufen zu fördern und deine Kunden dazu zu ermutigen, Produkte zu spenden oder zu recyceln, wenn sie sie nicht mehr brauchen.

Dies sind nur ein paar Ideen für Dinge, die du tun kannst, um deinen Store ein wenig nachhaltiger zu gestalten. Bevor du etwas davon umsetzt, solltest du dir Gedanken über deine Kunden machen und darüber, was ihnen am wichtigsten ist. Bleibe dir selbst und der Botschaft deines Shops treu.

Wenn du mehr Inspiration möchtest, folge Ferdinand, der weiterhin erstaunliche Inhalte und Produkte über einen pflanzenbasierten Lebensstil erstellt.

Bist du daran interessiert, eine dieser Ideen auszuprobieren? Möchtest du umweltfreundliche Produkte in deinen Shop aufnehmen? Erzähle uns davon in den Kommentaren!

Dieser Artikel wurde ursprünglich im Oktober 2019 veröffentlicht und wurde seitdem aktualisiert.

Mit einem Hintergrund als Fremdsprachenkorrespondent und globaler Wirtschaft fand Thomas seinen weg ins Marketing. Nun schreibt er über alles, das mit E-Commerce, Digital Marketing und SEO zu tun.

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