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Shopify-Shop-Optimierung
Plattform-Leitfaden

5 effizienteste Methoden zur Optimierung deines Shopify-Shops

Stefanie Konkel
Von Lesedauer: 6 Minuten

Das Shopify-Baukastensystem bietet Onlinehändlern enorm viel Spielraum, um sich den Traum von einem eigenen Onlineshop zu verwirklichen. Viele stoßen aber nach einer gewissen Zeit an einen Punkt, wo sie nicht mehr weiterwissen. Der Shop läuft nicht mehr rund und es wird Zeit mit einer Optimierung anzufangen. Doch wo setzt man da an?

Aus der jahrelangen Erfahrung als Shopify-Experten haben Eshop Guide in diesem Artikel ihre effizientesten Methoden zur Optimierung deines Shopify-Shops zusammengetragen. Du musst kein IT-Experte sein – die Tipps sind auch für dich umsetzbar.

1. Brilliere mit perfekter SEO

Suchmaschinenoptimierung ist dir mit Sicherheit ein Begriff. SEO teilt sich in zwei große Unterkategorien: On-Page-Optimierung und Off-Page-Optimierung. Versuche deinen Content möglichst strukturiert zu gestalten. Falls du einen Blog führst, dann arbeite mit Keywords, aktiver Sprache und vielen Absätzen zur Übersichtlichkeit.

Es ist nicht zwingend erforderlich den einen perfekten Text zu schreiben. Setze auf einen qualitativen Mehrwert und keine Verkaufstexte. Deine Shopbesucher wollen in deinem Blog nicht an jeder Ecke über Werbung stolpern und dazu aufgefordert werden eine aktive Handlung einzugehen. Wichtig ist, dass du Traffic generierst und das schaffst du durch informative Texte. Diese Aspekte zählen zur On-Page-Optimierung.

Bei der Off-Page-Optimierung geht es vielmehr um das, was im Hintergrund passiert und das erfordert meistens IT-Knowhow. Shopify implementiert jedoch alle notwendigen Dinge für den technischen Teil der Suchmaschinenoptimierung in seinem System. So musst du eigentlich nicht viel machen.

Es wird automatisch für dich eine Sitemap erstellt, genauso wie Duplicate Content durch das Einfügen von Canonical Tags vermieden wird. Shopify-Themes sind grundsätzlich so aufgebaut, dass sie über flache Hierarchien verfügen. Dies ermöglicht Google, deinen Shop bzw. deine Blogartikel schneller zu laden und deinen Onlineshop in den Suchergebnissen dadurch höher zu ranken.

Versuche also mit den gegebenen Mitteln kreative und informative Texte zu verfassen. Achte dabei auf Regelmäßigkeit und du wirst mit mehr Traffic belohnt. Zusätzlich dazu kannst du deine Artikel auf deinen Social-Media-Kanälen bewerben, was dir einen weiteren Boost verschafft.

Dabei musst du nicht auf bezahlte Ads zurückgreifen. Im Gegensatz zu deinen organischen Beiträgen sind sie nicht nachhaltig und du kannst auch ohne Geld auszugeben viel erreichen.

2. Gestalte deine Produktseiten übersichtlich und modern

Die Produktseite zählt für Onlineshops zu den wichtigsten Seiten, denn sie entscheidet darüber, ob dein Shopbesucher ein Produkt kauft oder nicht kauft. Es gibt einige unterschiedliche Ansätze, um das Beste aus dieser Seite herauszuholen. Vieles hängt aber von deiner Branche ab.

Damit deine Produktseite erfolgreich ist, brauchst du

  • qualitativ hochwertige Produktfotos
  • gute Produktbeschreibungen
  • aussagekräftige CTA-Buttons
  • möglichst viele Informationen zu Versand, Lieferung und deren Kosten

Beim Onlineshoppen benötigen Menschen viel mehr Anhaltspunkte als beim gewöhnlichen Shoppen im Einkaufszentrum. Das, was ihnen am meisten fehlt, ist das Anfassen des Produktes. Stelle daher so viele Informationen wie möglich zu deinem Produkt deinen potenziellen Kunden zur Verfügung.

Quelle: Influenced by

360 Grad-Ansichten rücken dein Produkt beispielsweise ins rechte Licht und zeigen es deinen potenziellen Kunden aus jeder erdenklichen Perspektive. Informationen zu Größenangaben oder Produktfotos, welche in einen sinnvollen Kontext gebracht werden, helfen dem Kunden ebenfalls bei seiner Entscheidung.

Nehmen wir an, du verkaufst Halsketten in drei unterschiedlichen Längen. Du kannst deinen Kunden erleichtern, die richtige Länge zu finden, indem du ein Tragefoto der Halskette zu jeder gegebenen Länge mit anbietest. So sieht der Kunde, welche Halskettenlänge die richtige für ihn ist.

Um aus der Masse der gängigen Shopify-Themes herauszustechen, kannst du deine Produktseite individuell gestalten. Der Shopify App-Store bietet viele unterschiedliche Apps, die dir ermöglichen, den Aufbau deiner Produktseite zu verändern. Mit dieser Optimierung schaffst du einen individuellen Stil, der bei deinen Kunden besonders gut ankommt.

Trotz der Drag & Drop-Funktionen, die dir eine sogenannte Landing Page Builder App bietet, solltest du versuchen weiterhin eine klare und ordentliche Struktur zu schaffen. Ändere nichts an den Basics einer Produktseite, denn das kann zu unnötiger Verwirrung deiner Kunden führen. Stelle also sicher, dass sich der Warenkorb auch nach deiner Optimierung immer noch rechts oben befindet, deine Preise deutlich kommuniziert werden und du deinen Call-To-Action-Button „in den Warenkorb legen“ groß und in auffälliger Farbe darstellst.

3. Wie schnell ist wirklich schnell?

Du generierst nun Traffic und präsentierst tolle Produktseiten, doch trotzdem bemerkst du in deinen Analysetools noch eine relativ hohe Absprungrate. Dies kann an deiner Ladezeit liegen!

Führe einen einfachen Google PageSpeedInsights Test durch und überprüfe, wie schnell du in der Desktop- und Mobile-Version deines Shopify-Shops abschneidest.

Vermutlich läuft deine Desktop-Version ohne große Probleme, denn darauf konzentrieren sich die meisten Händler. Doch deine mobile Ansicht des Shops ist nicht im grünen Bereich und wird von dir mehr oder weniger vernachlässigt. Dabei wird dieser heutzutage viel mehr Relevanz zugesprochen, als noch vor ein paar Jahren, denn immer mehr Menschen surfen über ihr Smartphone oder Tablet in Onlineshops und kaufen darüber ein.

Deshalb ist es für dich als Onlinehändler besonders wichtig, auch darauf einen Blick zu werfen und den Speedtest von Google anzuwenden. Dieser zeigt dir eine Aufschlüsselung der gefundenen Probleme. Beherzige diese Tipps und setze sie um. Durch die Speedoptimierung gewinnst du ziemlich schnell deine verlorenen Mobile-Kunden zurück.

Ein weiterer Schritt, um die Ladegeschwindigkeit zu senken, ist es auf weniger zu setzen. Versuche deinen Shop so aufzubauen, dass du nur wenige Apps verwenden musst. Überlege daher direkt zu Beginn, welches Theme mit seinen Gegebenheiten am meisten zu deinem Vorhaben passt, denn dadurch ersparst du dir viele unnötige Apps.

4. Wecke das Vertrauen deiner Kunden

Von der ersten Sekunde, die ein interessierter Mensch in Kauflaune auf deinem Onlineshop verbringt, sollte er sich sicher fühlen. Vertrauen zählt zu den wichtigsten Eigenschaften eines professionellen Onlineshops. Den potenziellen Kunden wirst du nur mit Transparenz für dich gewinnen können.

Ehrlichkeit und Offenheit stellen für viele ein Problem dar, aber meistens doch nur, wenn sie etwas zu verbergen haben, oder? Wenn du von Vornherein mit offenen Karten spielst – und das solltest du in jedem Fall, um überhaupt erfolgreich zu sein – sollte es kein Problem sein, alle nötigen Informationen über dich, deinen Shop und deine Produkte deinen Kunden anzuvertrauen.

Erstelle eine „Über Uns“-Seite, in der du von der Philosophie und den Werten deines Unternehmens sprichst. Der Kunde möchte wissen, bei wem er eigentlich kauft und worauf er sich einlässt, wenn er sein Geld in deiner Kasse lässt.

Wenn deine Produkte auf eine bestimmte Art und Weise hergestellt werden oder du auf ökologischen Anbau und nachhaltige Produktion setzt, dann lass auch dies deine Shopbesucher wissen. Das kannst du auf eigens dafür errichteten Seiten tun, unter deiner Philosophie aufführen oder aber durch eine Zusatzinformation beispielsweise mit Nährwertangaben direkt auf der Produktseite.

Quelle: TAS

Der Transparenzgedanke sollte sich auch in deiner Preispolitik widerspiegeln. Gehe offen und für alle sichtbar damit um, wie deine Produktpreise zusammengesetzt sind und vor allem, wie sich die Liefer- und Versandkosten ergeben.

Die Kunden von sich zu überzeugen und ihr Vertrauen zu gewinnen, funktioniert ebenfalls mit Gütesiegeln. Falls du noch keine hast, dann solltest du dich schleunigst bewerben bzw. zertifizieren lassen. 68 % der deutschen Verbraucher sind sich zwar nicht sicher, wofür genau jedes einzelne Siegel steht, aber sie helfen ihnen trotzdem bei der Orientierung.

Zum einen kannst du also mit beispielsweise Fairtrade-, Bio-, Oeko-Tex- und Stiftung Warentest-Siegeln punkten, zum anderen aber auch mit Siegeln, die dem Kunden vermitteln, dass es sicher ist in deinem Shop zu kaufen.

Laut dem DsiN Sicherheitsindex 2019 achten 56 % ihrer Befragten besonders auf Gütesiegel in Onlineshops. Greife daher auf Zertifikate von beispielsweise Trusted Shops, Händlerbund oder Protected Shops zurück.

Zur allgemeinen Sicherheit und Vertrauen spielen sichere Zahlungsmethoden eine entscheidende Rolle. Stellst du viele unterschiedliche Methoden deinen Kunden zur Verfügung, trägt das unter Anderem auch zu ihrer Usability bei.

5. Mache es leicht bei dir einzukaufen

Die bereits erwähnte Usability ist wohl vor allem für junge Onlineshopper und die „zwischen durch“-Shopper von großer Bedeutung. Denn auf dem Smartphone von unterwegs, sieht ein Shop nochmal deutlich anders aus, als auf dem Desktop zu Hause. Benutzerfreundlich ist dein Onlineshop aber nicht direkt, weil du eine mobile Version zur Verfügung stellst, sondern erst, wenn du deinen Kunden in den Fokus setzt.

Um ein besseres Verständnis von deinen Shopbesuchern zu bekommen, ist es hilfreich einem Bekannten dabei zuzusehen, wie er sich durch deinen Shop klickt. Dadurch verstehst du, wonach er schaut und was ihn am meisten interessiert. Dies ermöglicht dir, an den Stellen, an denen es beim Durchklicken hapert, anzusetzen und sie zu verbessern.

Versuche grundsätzlich aber deine Seite so einfach wie möglich zu gestalten. Dabei helfen dir ausgewählte Themes, die von Haus aus eine flache Seitenhierarchie aufweisen. Das ist nicht nur gut für deine SEO, sondern auch für deinen Kunden. Die Shopify-Themes von Out of the Sandbox sind da eine große Hilfe.

Je einfacher sich ein Kunde durch deine Kategorie- und Produktseiten zum Warenkorb und Checkout klickt, desto besser für dich. Entferne also unnötige Stolpersteine, die diesen fließenden Verlauf unterbrechen könnten.

Implementiere ebenfalls eine Filter- und Suchfunktion auf deinen Kategorieseiten, damit Shopbesucher ihr gewünschtes Produkt leichter finden können.

Vor allem solltest du aber deine Kunden selbstständig entscheiden lassen. Biete ihnen viele unterschiedliche Optionen für ihre Zahlung und den Versand der Produkte. Wenn ein Kunde die Wahl zwischen Kreditkarte, Paypal, Klarna und Vorkasse hat, dann wird er genauso, wie bei der Wahl des richtigen Versanddienstleisters genau die Wahl treffen, die er für sich am besten hält.

Ohne IT-Knowhow zum optimierten Shopify-Shop

Beherzigt man all diese Aspekte, dann hat man garantiert einen schönen und vor allem optimierten Shop. Mit Shopify gelingt selbst IT-Unerfahrenen der Start eines Onlineshops. Diese Tipps zur Optimierung deines Shops zeigen deutlich, dass du nichts programmieren und keine HTML-Codes kennen musst, um deinen Kunden einen professionellen Shop bieten zu können.

Denke daran, dass es vor allem wichtig ist, alles aus Kundensicht zu sehen. Dein Shop sollte nicht dir und deinen Mitarbeitern, sondern nur den Shopbesuchern gefallen.

Verzichte daher auf ausgefallene Sachen, die du vielleicht für nützlich hältst und baue vielmehr Funktionen ein, die für den Kunden wirklich nützlich sind. Ansonsten gilt immer: Probieren geht über Studieren!

Gerade zu Beginn eines Onlinegeschäfts macht es durchaus Sinn, einiges auszuprobieren und sich auch mal zu trauen, Veränderungen vorzunehmen. Dabei ist es kein Problem, sich einzugestehen, dass man nicht weiß, womit man anfangen soll.

Erfahrene Shopify-Experten helfen beim Fokussieren und erörtern gemeinsam mit dir deine Probleme und die Möglichkeiten, diese zu beseitigen. Denn dafür sind sie da.

Stefanie Konkel
Stefanie Konkel arbeitet seit Mai 2019 bei Eshop Guide im Marketing. Mit dem Wissen aus über 400 erfolgreich abgeschlossenen Projekten bieten die Shopify-Experten intelligente Shopify-Lösungen für Onlineshopbetreiber.

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