Zurück zu allen Beiträgen
Rosi-Feist-Gallery
Erfolgsgeschichten

Rosi Feist: Vom Papierschnipsel zum Kunstwerk [inkl. extra Wallpaper zum Herunterladen]

Von am 9. Dezember 2020 Lesedauer: 5 Minuten

Thomas Müller ist bekennender Künstler. Für seine Kunstwerke verwendet er minimalistische Designs die er in form von Papier Illustrationen und Papier Collagen umsetzt.

Das Medium ist farbiges Papier; die Tools: Messer, Schere, Papierschneider und Kleber. Aber auch Mac und iPad kommen zum Einsatz.

Thomas lebt in Berlin in einem kleinen Holzhaus mit seiner Frau, Tochter und einem Hund.

Wir haben uns mit dem Künstler unterhalten und sprachen über die Entstehung, das Designen und Skateboarding-Sessions mit der Tochter. Als kleines Extra hat er uns extra Designs als Wallpaper erstellt, die du am Ende des Artikels herunterladen kannst.

Unser Gespräch wurde in der Länge und für Prägnanz geringfügig überarbeitet.

Vom Schreibtisch in den Online-Store

Nach verschiedenen Ausbildungen studierte der gebürtige Dresdner Medienkunst & Design an der Bauhaus-Universität in Weimar. 2017 startete Thomas seinen Online-Shop, um seine Kunstwerke zu vertreiben.

Er fing an seine Kunstwerke damals noch bei Tictail online zu vertreiben. Dank dessen, und natürlich dank den umwerfenden Designs, wurden seine Bilder auch in einem Pop Up-Store in New York gefeatured und verkauft. 

Ein Jahr später wurde Tictail von Shopify übernommen, wo der Künstler seine Kunstwerke weiterhin anbietet. „Ich war schon sehr überrascht wie einfach das geht”, sagt er über die Printful-Shopify Integration. „Auch heute bin ich immer wieder begeistert, wenn ich sehe wie die beiden Plattformen im Hintergrund miteinander kommunizieren.”

Zusätzlich verkauft er seine Bilder und Merchandise auf Etsy. Das Integrieren von Printful und Etsy ergab keinerlei Probleme und es benötigte nur wenige Klicks: „Für mich ist Printful der Grund dafür überhaupt einen Etsy Shop zu betreiben.” 

Beim Führen eines Online-Stores muss alles reibungslos laufen, beteuert Thomas. Die Prozesse müssen automatisiert sein, sonst würde man das alleine auch gar nicht alles schaffen. Außerdem ist es ihm wichtig, dass die Produkte toll aussehen, ansprechend sind und eine Bestellung reibungslos abläuft.

Grundsätzlich bietet er in seinen Shops kostenlose Lieferung an. Lieber rechnet er die Unkosten zum Produktpreis hinzu und generiert so einen höheren Kaufwunsch bei den Einkäufern. Alles andere mache kein Sinn, sagt er.

Sich von der Masse absetzen

Das Wichtigste, so Thomas, ist es, einen einzigartigen Namen zu finden. Thomas Müller ist der häufigste Name in Deutschland und somit ist es unmöglich gefunden zu werden und einen Markennamen aufzubauen. 

Der Geburtsname seiner Mutter, Rosi Feist, kam wie gerufen: Nicht nur ist er einzigartig, sondern auch ansprechend für ein internationales Publikum. Das ist gut, da nach Deutschland die meisten Kunden von Thomas sich in den USA befinden.

Weiterhin ist es nicht verkehrt eine bestimmte Nische zu besetzen. In seinem Fall sind es Illustrationen mit dem analogen Medium Papier. „Das habe ich noch nicht so oft von anderen gesehen,” bemerkte er. 

Viele der Motive sind inspiriert von Fotografien aus dem Urlaub mit seiner Frau in den USA. Triviale Objekte wie verlassene Motels, Wüstenkakteen und abgelegene Tankstellen wurden hierbei bereits ins Rampenlicht gerückt.

Ich liebe das Triviale. Ich könnte Inspiration für mein nächstes Motiv in einem Gartenstuhl oder einem Mülleimer finden.”

Minimalistische Pop-Art

Die Designs sind von Architektur, Sport und Natur beeinflusst. Thomas verwendet schöne Pastellfarben in Kombination mit verschiedenen Schichten und versucht alles auf den Ausschnitten auf einfache Bereiche zu reduzieren.

Das Ergebnis ist eine Sammlung minimalistischer Pop-Art, die eine nostalgische Banalität des Alltags widerspiegelt. Er hat großes Interesse an dem „California Lifestyle”, weshalb er seiner Tochter versucht Skateboarding beizubringen. Dieses Interesse spiegelt sich auch in seinen Designs wie Palm Springs Pool House oder California Summer House wieder.

Leute haben mehr Interesse an Bildern von Yosemite als vom Harz.” – Thomas über die Auswahl seiner Motive

Die Cut-Outs benötigen oft mehr Zeit als nur den reinen Entwicklungsprozess. Die Idee und einige Vorversuche mit Papier nehmen viel Zeit in Anspruch, erklärt der Künstler, die reine Arbeitszeit dagegen ist komplett anders und reicht teilweise von 30 Minuten bis zu 5 Tagen. Viele Designentwürfe werden auch wieder verworfen oder gelöscht.

Die Mischung macht’s

Wenn es zu den Designs kommt nimmt Thomas gerne ein paar saisonale Motive ins Sortiment auf.

Nicht nur herumexperimentieren sondern auch anpassen: Viele Bestseller untergehen ein Redesign oder werden angepasst, um sie aktuell zu halten. Oftmals entscheidet er sich dazu, beliebte Motive in einem anderen Winkel oder mit anderen Farben erneut darzustellen.

Eines der ersten Motive war „Desert Pool„. Bis heute hat Thomas mehrere verschiedene Varianten davon geschaffen. 

„Ich liebe die einfache Wirkung dieses Bildes.” – Thomas Müller

Selbst ist der Künstler

Von Anfang an setzt Thomas stark auf ein eigenes Marketing. Sei es der tägliche Instagram- und Facebook-Post und das damit verbundene Socialising mit den Followern. Dies benötigt Zeit und Planung. 

Für seine Kunst ist er ebenfalls auf Pinterest, Twitter und Tumblr aktiv. Bei manchen intensiver und bei anderen weniger.

Zusätzlich empfiehlt er auch das Schalten von bezahlter Werbung auf Social Media-Plattformen oder auch bei Etsy. „Werbung verkauft“, sagt Thomas, „hat bei mir bisher immer geklappt.”

Kunst im Handumdrehen

Vor kurzem hat Thomas auch Instagram Shopping eingerichtet, indem er sein Facebook Business-Konto innerhalb seines Shopify Shops verbunden hat. Daraufhin wurden automatisch alle aktiven Artikel als Produktkatalog in Facebook und Instagram angelegt.

Nachdem Instagram ihn für diese Funktion freigeschalten hatte, hatte er Zugriff auf alle angelegten Printful-Produkte inkl. der Mockups seiner Art-Prints in einem Mini-Shop. Hier kann man sich nun weiter über das Produkt informieren und landet mit einem Klick im Online-Store. 

„Ich habe diese Funktion noch nicht so lange. Ich habe aber gemerkt, dass die Besucherzahlen seit dem nach oben gingen.” 

Dies hängt aber bestimmt auch mit der bevorstehenden Weihnachtszeit zusammen, bemerkt er weiter. Auf jeden Fall gelangen Kunden noch einfacher zu den Produkten – durch einen einfachen Klick auf einen Instagram-Post.

Vorher musste man den Link in der Bio tippen, was aber auch bedeutete, dass man nur auf der Startseite und nicht direkt im Online-Store oder gar dem gewünschten Artikel herauskam.

Thomas ist gespannt wohin sich das entwickelt. Instagram ist für ihn von Anfang an das Marketing Instrument Nr. 1! Mit der neuen Funktion wird das ganze noch einmal deutlich besser unterstützt.

Mehrere Standbeine

Es ist nicht gut, das ganze Standbein auf seinen E-Commerce Shop zu verlagern, warnt Thomas. 

Zwar erhielt er einen Gründungszuschuss als er seinen Store eröffnete, dennoch übernimmt er bis heute neben seinem Online-Store auch klassische Illustrations-Aufträge für Zeitungen oder Magazine. Hin wieder auch ein Plattencover.

So erstellte er beispielsweise eine Reihe verschiedener Wasserbehälter für Viva con Agua oder entwirft ein neues Design für die Berliner Mischung von MyMuesli. 

Zusätzlich designte er in Zusammenarbeit mit dem Café tanteleuk aus der Dresdner Neustadt ein Kuchen-Shirt. Der Gewinn vom Verkauf dieser Shirts wird zu 100 % an das „BÜNDNIS GEGEN RASSISMUS Für ein gerechtes und menschenwürdiges Sachsen Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen e. V.“ gespendet.

Thomas’ Tipps für Einsteiger

Mit einigen Jahren Erfahrung im Business und Abnehmern wortwörtlich in allen Gegenden der Welt, hat Thomas einiges dazu gelernt. Daher möchten wir seine Top-Tipps für Einsteiger noch einmal kurz zusammen fassen: 

  1. Durchhalten. Mindestens 2 Jahre!
  2. Nicht das ganze Standbein auf den E-Commerce-Shop verlagern.
  3. Eine bestimmte Nische besetzen.
  4. Auf eigenes Marketing setzen.

Anhand dieser Ratschläge ist der Start für jeden, der darüber nachdenkt seinen eigenen Store zu öffnen, jedenfalls leichter. Wir danken Rosi Feist für das Gespräch und wünschen weiterhin viel Erfolg!

Welche Erfahrungen hast du mit dem Starten eines Online-Stores gemacht? Hast du Fragen an Thomas? Bitte teile diese in den Kommentaren mit uns!

Rosi Feist Wallpaper herunterladen

Abonniere unseren Blog und erhalte deine Wallpaper

Mit einem Hintergrund als Fremdsprachenkorrespondent und globaler Wirtschaft fand Thomas seinen weg ins Marketing. Nun schreibt er über alles, das mit E-Commerce, Digital Marketing und SEO zu tun.

Comments

  1. Jeremy

    Super inspirierend und lässt meine Anfängliche Aufbruchsstimmung nach und nach klarer werden, mit dem Gedanken das min 2 Jahre ins Land gehen müssen als Designer:) Interessieren würde mich der verstärkte Verkauf in USA, wie bereitet man das am besten vor, wie geht man Steuerrechtlich daran ? – Versand müsste ja super klappen mit Printful

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht



Zurück zu allen Beiträgen

Bereit Printful auszuprobieren?

Verbinde dich mit einer E-Commerce-Plattform oder mach eine Bestellung

Beginne jetzt
shares