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Einsteiger-Handbuch Stil & Trends

Wie man einen individuell bestickten Cap oder Hut gestaltet – Anleitung zur Design- und Stickdateierstellung

Von am 5. April 2019 Lesedauer: 7 Minuten

Was ich schön finde? Eine knackige, freche und prägnante Botschaft auf einem individuellen Cap oder Hut, dem Accessoire, das den gesamten Look zusammenhält.

Es ist wohl nicht zu leugnen, dass ein klassischer, eleganter Hut einem Outfit das gewisse Etwas verleihen kann. Wenn du das Gefühl hast, dass auch dein Onlineshop etwas mehr Charakter vertragen könnte, um sich vom Rest abzuheben, wie wäre es damit, bestickte Produkte in deinem Portfolio aufzunehmen?

Um euch auf die Sprünge zu helfen, durchlaufen wir in diesem Artikel den gesamten Prozess der Gestaltung deiner eigenen, individuell bestickten Kopfbedeckung von Anfang bis Ende: von der Auswahl des Huttyps über die Optimierung deines Designs für das Stickverfahren bis hin zur Bestellung eines Musterteiles für dich. Als Sahnehäubchen findest du am Ende kostenlos herunterladbare Stickmotive, um gleich loslegen zu können.

Natürlich kannst du deinen Cap auch bedrucken lassen, das würde hier aber den Rahmen sprengen. Daher konzentieren wir uns im Folgenden rein auf die Stickerei.

Den richtigen Huttyp auswählen

Hut ist nicht gleich Hut. Und nicht alle bestickten Hüte sind gleich. Da auch die Kunden unterschiedlich sind, wird nicht jeder Hut für jeden Kundentyp geeignet sein. Daher: Lass uns einen Blick auf die beliebtesten Ausführungen werfen, damit du daraus die passendsten für deinen Laden aussuchen kannst.

Snapback Caps

Was genau ist bitte schön ein Snapback? Der Snapback Cap auch Gangster Cap oder Flat Brim Cap genannt – ist aktuell eine der beliebtesten Arten von Caps, die es gibt. Also lohnt es sich, darüber nachzudenken – ob für deine persönliche Garderobe oder deinen Webshop.

Snackback-Printful

Quelle: Printful

Der Snap ist eine Variante der klassischen Baseballkappe, der sich zu einem Symbol der urbanen Kultur und des Stils von Jugendlichen entwickelt hat. Seinen Namen hat der Snapback von der Druckknopflasche, anhand der die Größe individuell verstellt werden kann. Snapbacks haben einen breiten, geraden Schirm. Der Kopfteil setzt sich aus fünf oder sechs Panelen (dreieckige Stoffteile) zusammen.

Die vorwiegend jugendliche Nutzergruppe sollte man bei der Gestaltung der Designs im Hinterkopf behalten. Außerdem verfügt der Snapback über ein hohes Profil (mehr dazu etwas später), was in der Regel ein höheres Design ermöglicht.

Basecaps

Wenn die Jugendlichen nicht unbedingt deine Hauptzielgruppe darstellen, könnte der klassische Cap dein Fall sein. Oder Schirmmütze, Schirmkappe, Käppi, Kappe, Basecap, Baseballcap, Baseballkappe, Baseball-Mütze, in Österreich auch Kappel oder Kapperl, im Schweizerdeutsch Dächlikappe ganannt. Ganz nach dem Motto „Lieb Kind hat viele Namen“. Diese Kappen haben in der Regel einen abgerundeten Schirm und ein niedrigeres Profil, was man bei der Gestaltung beachten sollte.

Basecap-Printful

Quelle: Printful

Mit diesem Cap kann man eigentlicht nichts falsch machen. Er zählt definitiv zu den größten Bestsellern hier bei Printful. Er ist ein Allrounder, für den es keine eingegrenzte Zielgruppe gibt. Wähle einfach die Designs aus, die dir gefallen, und schon kann es losgehen.

Trucker Caps

Trucker Caps zeichnen sich durch eine Netzverkleidung aus Mesh auf der Rückseite aus. Sie verfügen über ein großzügiges Frontpanel sowie einen flachen Schirm. Diese Kappen haben eine interessante Geschichte, da sie am Anfang meist als kostenlose Werbegeschenke bei Veranstaltungen vergeben wurden.

Trucker-cap-Printful

Quelle: Printful

Zu Beginn der 2000er Jahre hat der Trucker Cap Einzug in die Mainstream-Mode erhalten. Während er mittlerweile die Assoziation mit einem Freebie losgeworden ist, nutzen viele Unternehmen nach wie vor Trucker Caps zur Bewerbung ihres Geschäftes. In solchen Fällen lohnt sich stets ein Großauftrag.

Bucket Hats

Als den Menschen die scheinbar Millionen Arten von Baseballkappenvariationen zu viel wurden, sollte etwas Neues her. Sie stießen auf den Fischerhut oder Anglerhut, der mittlerweile modisch sogar den Basecap ablösen soll!

Bucket-hat-Printful

Quelle: Printful

Der Bucket Hat, zunächst ein Accessoire der Fischer also, hat inzwischen die Welt im Sturm erobert und wird von Prominenten und Models auf der ganzen Welt getragen.

Wenn deine Kunden also ein wenig experimentierfreudig sind, ist dieser Hut eine super Wahl, um deine individuellen Stickmotive anzubringen.

Mützen oder Beanies

Bei uns, die in den kälteren Klimazonen der Welt leben, muss der Stil manchmal dem Komfort weichen. Aber warum sollten wir nicht beides haben? Stil und Komfort. Schließlich ist eine Strickmütze das perfekte Accessoire für die Kombination beider Elemente!

Beanie-Printful

Quelle: Printful

Mützen sind warm, bequem und bieten eine ideale Leinwand für die Entfaltung deiner kreativen Ideen! Die verschiedenen Arten von Mützen und Käppies ermöglichen dir das ganze Jahr über mit deinen Designs zu spielen. Und warum nicht dem Vorweihnachsstreß bereits frühzeitig vorbeugen, in dem du das perfekte Weihnachtsgeschenk schon unter dem Jahr besorgst? Außerdem bieten Mützen die Möglichkeit, jederzeit in Kontakt mit deinen (potentiellen) Kunden zu treten, indem du die große Bommel oder kein Bommel-Debatte beginnst.

Visoren

Ein weiterer Favorit der Sportgemeinschaft ist der Visor. Am häufigsten mit Tennis und anderen Outdoor-Aktivitäten in Verbindung gebracht, ist diese oben offene Kopfbedeckung vor allem für ihre Funktionalität bekannt, da sie das Gesicht vor der Sonne schützt.

Visor-Printful

Quelle: Printful

In Bezug auf das Motiv lohnt es sich, sich an sportliche Grafiken zu halten, die die Outdoor-Enthusiasten ansprechen.

Du bist dir immer noch nicht sicher, welche Caps und Hüte du auswählen sollest? Am Ende kommt es auf deine eigenen Vorlieben, dein Markenimage und vielleicht am wichtigsten darauf an, welcher Typ der Kopfbedeckung am besten zu deinen Designs und deiner Zielgruppe passt.

Designs für Stickerei optimieren

Also: du möchtest wissen, wie man super coole, individuell bestickte Caps und Beanies entwirft? Na dann schauen wir mal.

Viele Onlineshopbetreiber machen den gleichen Fehler, immer und immer wieder. Sie nehmen eines ihrer Designs, das vielleicht auf T-Shirts wirklich gut funktioniert hat, und versuchen, es auf Cappies anzubringen. Aber je nach Form und Gestaltung funktioniert es unter Umständen nicht.

Die Stickerei ist eine ganz andere Veredelungstechnik als der Digitaldruck. Daher erfordert sie einen ganz anderen Ansatz, um ein erfolgreiches Design zu gestalten. Im Folgenden gehen wir auf einige wesentliche Elemente ein, die du beim Gestalten deiner individuellen Stickdesigns berücksichtigen solltest.

Wie immer, muss dein Entwurf natürlich auch unseren Richtlinien für akzeptable Inhalte (auf Englisch) entsprechen.

Weniger ist mehr

Minimalistisches Design fällt auf. Einfache Designs sind leicht zu besticken und resultieren in schönen, formvollendeten Nähten, die ein perfektes Bild abgeben. So kann beispielsweise ein weißes Muster mit minimalen Details auf einer schwarzen Kappe äußerst wirkungsvoll rüberkommen.

Am besten kleine, detaillierte Motive vermeiden, da diese schwer zu besticken sind. Für Flachstickereien beträgt die Mindestdicke von Formen 1,3 mm (0.05”) und die Höchstdicke  12,5 mm (0.5”). Bei 3D-Puff liegt die minimale Dicke bei 5,1 mm (0.2”) und das Maximum bei 12,5 mm (0.5”). Zwischen mehreren 3D-Objekten sollte ein Abstand von mindestens 1,3 mm (0.05”) vorhanden sein.

Mit unserem Mockup-Generator kannst du selber textbasierte Designs für Flachstickereien erstellen. Dabei kannst du aus mehr als 25 Schriftarten wählen, und der Generator warnt dich, sollten die Linien in deinem Design zu dünn werden.

Mockup-generator-Printful

Quelle: Printful

Das wichtigste in Kürze? Am besten eignen sich für Stickerei minimalistische Designs mit dicken Linien.

Begrenzte Farbanzahl berücksichtigen

Die Anzahl der Farben, die du in deinem Design verwendest, wirken sich auf das endgültige Bild aus. Wenn du mehrere Farben nutzen möchtest, solltest du darauf achten, dass die Details groß genug sind, um sauber rauszukommen. Wie die Buchstaben und Formen in diesem Beispiel:

boardsbeforeboys_front_large-Printful

Bitte beachte die maximale Anzahl der verwendbaren Garnfarben. Wir bieten 15 verschiedene Farben an, du bist aber auf 2 Farben bei 3D-Stick, 4 bei der Plattstickerei und 6 bei einer Mischung aus beiden Methoden beschränkt.

Sticktyp auswählen

embroidery_header

Du kannst dein Motiv wahlweise mit Flachstickerei, 3D-Puffstickerei oder einer Mischung aus beiden veredeln lassen (Bild mit freundlicher Genehmigung von Rhinodillo Designs).

Bei der 3D-Stickerei wird Stickschaum in das Design mit verarbeitet, so dass sich die Bestickung von der Textilie abhebt. Im oberen Bild ist es die weiße Stickerei. Diese Option kostet EUR 1,30 mehr.

Bei der Flachstickerei oder Plattstickerei schmiegt sich der Faden flach an das Material an. Im oberen Bild ist der rote Faden flach gestickt.

Eine Kombination aus 3D- und Flachstickerei auf einem Objekt nennt sich Teil-3D-Stickerei.

Stickstile-Printful

Stickstile

Symmetrie einhalten

Ein gutes Capdesign zeichnet sich durch eine gute Balance aus. Eine Faustregel ist das Design in der Mitte der Kappe zu zentrieren.

Cap-chimera-Printful

Mit Seitenstickerei experimentieren

Den letzten Schliff kannst du deinem Entwurf mit einer kleinen seitlichen Stickerei geben. Hierbei kann es sich um das Firmenlogo, die Firmeninitialen oder etwas Anderes handeln. Hauptsache klein und fein. An den Seiten kann nur Flachstickerei angewendet werden, keine 3D-Stickerei.

Seitenstickerei kann auf einer oder beiden Seiten des Caps angebracht werden. Oder du kannst alternativ auch komplett auf die die Frontstickerei verzichten und eine Kappe einfach nur mit Seitenstickerei gestalten. Die Preise schlüsseln sich wie folgt auf:

  • Nur eine Seite (keine Frontstickerei): Grundpreis
  • Beidseitig (keine Frontstickerei): Grundpreis + EUR 2,60
  • Frontstickerei und eine Seite: Grundpreis + EUR 2,60
  • Frontstickerei und beide Seiten: Grundpreis + EUR 5,20

Erstellung einer Stickdatei

Stickereimaschinen „lesen“ Designs völlig anders als Textildrucker. Aus diesem Grund unterscheidet sich auch die Erstellung einer Stickdatei von einer Druckdatei.

An die Digitalisierung denken

Vor dem Beginn des Stickprozesses muss die Datei erstmal in ein Format umgewandelt werden, welches unsere Stickmaschinen lesen können. Dieser Prozess wird als Digitalisierung bezeichnet.

Bitte reiche deinen Entwurf als Vektor-Datei bei uns ein, vorzugsweise im AI-, PDF- oder EPS-Format, aber hochauflösende PNG funktionieren auch. Wir digitalisieren deine Datei gegen eine einmalige Gebühr von EUR 5,75. Beachten solltest du, dass jeder Stickereistil eine separate digitalisierte Datei erfordert. Wenn du also ein Design für 3D-Stickerei einreichst und später das gleiche Design mit Flachstickerei wünschst, muss diese ebenfalls digitalisiert werden.

Die Größe der Stickfläche

Die Größe deines Designs richtet sich nach der verfügbaren Stickfläche des gewählten Caps oder Beanies. Einige Hüte haben ein höheres Profil als andere und daher passt ein höheres Design darauf. Andere Caps sind flacher wie z.B. die 5-paneligen Kappen, bei denen Frontfläche entsprechend kleiner ist.

Hier findest du die Größen der veredelbaren Flächen auf Kappen und Mützen:

Groessen-veredelbare-Flaechen-Kappen

Wirf doch mal einen Blick auf alle unsere Kopfbedeckungen. Der genannte Preis beinhaltet die normale Stickerei, nur 3D-Stickerei und Seitenlogos kosten ein wenig mehr!

Den Mockup-Generator nutzen

Wie erstellt man eine Stickdatei? Am einfachsten mit unserem Mockup-Generator!

mockup-generator-muetze

Printful hat den ersten Mockup-Generator überhaupt entwickelt, der dein Leben um Einiges vereinfacht, wenn selbst gestaltete Mützen oder Kappen dein Ding sind. Und wie bereits erwähnt, verfügt er über ein einzigartiges Textwerkzeug, mit dem du direkt textbasierte flache Stickmuster erstellen kannst.

Und schließlich empfehlen wir dir, dir unser Tutorial-Video zu Stickdesign anzusehen und dich mit den Stickrichtlinien (auf Englisch) zu befassen.

Ein individuell gesticktes Teil bestellen

Um eine Bestellung bei Printful aufzugeben, musst du zunächst ein Konto erstellen. Du kannst entweder eine individuelle Bestellung aufgeben oder deinen Shop gründen und dann eine Bestellung aufgeben.

  1. Zum Printful Dashboard gehen und oben rechts oben aufNeue Bestellung“ („New order“) klicken.
  2. Musterbestellung („sample order“) auswählen. Auf diese erhälst du 20% Rabatt und kostenlosen Versand zu ausgewählten Zielen.
  3. Produkt auswählen. In diesem Fall also Kopfbedeckungen („hats“).
  4. Modell auswählen.
  5. Farbe auswählen.
  6. Lade dein Design hoch oder erstelle eins mit unserem Textwerkzeug. Du kannst auch ein Design aus unserer Grafikbibliothek verwenden. Verschiebe es, passe die Größe nach Wunsch an und positioniere es so, wie du es gerne möchtest. Aber bitte auf die DPI achten – bitte stelle sicher, dass die Dateiqualität als gut angezeigt wird!
  7. Wähle aus, ob es eine Flachstickerei, eine 3D-Stickerei oder eine Mischung werden soll.
  8. Garnfarben auswählen.
  9. Auf Weiter“ („continue“) klicken, um die Bestellung zu bestätigen, die Lieferadresse zu überprüfen und die Bestellung abzuschließen.

Wenn du keine unserer Mustergrafiken verwendet hast, die bereits vordigitalisiert sind, wird für deine Bestellung eine Digitalisierungsgebühr von EUR 5,75 erhoben. Die digitalisierte Datei erscheint dann in deiner Bibliothek und du kannst künftig ohne erneute Digitalisierungskosten bestellen.

Das Ergebnis genießen

Jetzt, wo du deine Musterbestellung aufgegeben hast, bleibt nur noch darauf zu warten, dass dein individuell gestaltetes Stück im Briefkasten liegt. Sobald du die Qualität überprüft hast, kannst du das Produkt in deinem Onlineshop zum Verkauf anbieten. In der Zwischenzeit kannst du hier mehr über die Gründung deines eigenen Webshops für Bekleidung erfahren.

Hast du bereits etwas besticken lassen? Was denkst du darüber? Gibt es irgendetwas, das wir hier vergessen haben?

Dieser Artikel wurde ursprünglich im Juli 2016 veröffentlicht und wurde seitdem aktualisiert.

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