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Einsteiger-Handbuch Marketing-Tipps

Professionelle Produktfotos: Online-Tools im Vergleich und Tipps fürs selber machen

Von am 28. Juli 2021 Lesedauer: 6 Minuten

Für mich ist es aufregend, wenn ich ein neues T-Shirt auf meinem Instagram posten kann. Dafür gehen dann auch schonmal ein paar Stunden drauf, das richtige Bild zu schießen und zu bearbeiten. Für Produktfotos bräuchte ich vermutlich ein ganzes Jahr.

Natürlich möchte ich nicht so viel Zeit dafür aufwenden und suche nach guten Alternativen. Ich zeige dir 5 Wege, wie du Produktfotos für deinen Online-Shop selbst erstellen kannst und zeige dir die Vor- und Nachteile von jeder Variante auf. 

Von professionellen Fotoshootings bis hin zu kostenlosen Online-Tools findest du sicherlich die Methode, die deine Ansprüche erfüllt und deine Marke widerspiegelt. Zusätzlich habe ich mich mit unserem Fotografen unterhalten für ein paar Profi-Tipps, fürs Schießen von Produktfotos. Und lächeln bitte.

Was sind Mockups?

Bevor wir loslegen, schauen wir uns kurz an, was genau Mockups sind und was sie von herkömmlichen Produktfotos unterscheidet. Mockup (aus dem Engl.: Modell, Nachbildung) ist ein digital gestalteter Entwurf und wird für Designs verwendet, um deren zukünftiges Aussehen zu visualisieren. 

Warst du schonmal in einem Einkaufsazentrum oder Campus-Gelände, bei dem sie ein 3D-Modell hatten, wie die Gebäude angeordnet sind? Genau genommen, könnte man das auch als Mockup bezeichnen.

Im E-Commerce reden wir von Mockups, wenn wir von generierten Produktbilder sprechen. Als Unterscheidung zum eigentlichen Foto deiner Produkte, die du selber schießt, sind Mockups Computer-generierte Bilder von einem Produkt, das es so nicht gibt und nur eine visuelle Darstellung. 

Mockup eines Kissens auf einem Bett. Quelle: Printful

Du kannst diese Mockups in deinem Online-Store oder Marketing-Kampagnen verwenden, sodass sich deine Kunden ein Bild davon machen können, wie das endgültige Produkt aussehen wird.

Mockups & Produktbilder erstellen

Jetzt, da du die Unterscheidung kennst, schauen wir uns ein paar Methoden an, wie du Mockups und Produktfotos deiner Produkte erstellen kannst: 

Online Mockup Tools

Die einfachste und wohl gängigste Methode ist es, deine Produktbilder mit einem online Mockup Generator zu erstellen. Der große Vorteil davon ist, dass es schnell und (in den meisten Fällen) kostenlos ist. 

Der Nachteil jedoch ist, dass die Produktbilder vordefiniert und nur schwer anpassbar sind. Je nach Tool, Produkt und Design können die Produkte unnatürlich aussehen.

Printful Mockup-Generator

Wenn du ein aktives Printful-Konto und einen Online-Store damit verbunden hast, kannst du mit Printfuls Design-Tool, Produktdesigns und auch Mockups kostenlos erstellen.

Für jedes Produkt gibt es eine Auswahl an verschiedenen Mockup-Typen und Modellen oder Model(typen). Die Mockups werden regelmäßig aktualisiert mit u. a. saisonalen Varianten, verschiedenen Model(typen), Real Life-Mockups, …

Mit Printful Pro erhältst du zusätzlich Zugriff auf den Custom-Mockup-Maker, bei dem du Mockups von Grund auf selbst erstellen kannst, mit verschiedenen Gegenständen, Hintergründen und mehr.

Vorteile

  • Kostenlos und benutzerfreundlich
  • Mockups können direkt in den Online-Store synchronisiert werden
  • Designs können einfach erstellt und an das Produkt angepasst werden

Nachteile

  • Ein Store muss mit dem Konto verbunden sein
  • Nur für Produkte, die von Printful angeboten werden
  • Wenig Auswahl an Mockups in der kostenlosen Version

10 Dinge, die du über das Design-Tool von Printful noch nicht wusstest

PlaceIt

Mit PlaceIt kannst du Grafiken hochladen und auf verschiedene Produkte anbringen. Sie haben eine große Produktauswahl und bieten neben Mockups auch weitere Services, bei denen du eigene Logos, Videos und mehr erstellen kannst.

Wenn du über diesen Link (Affiliate-Link, lies mehr dazu hier) ein neues Placeit-Konto erstellst, bekommst du 30 % Rabatt auf die erste Zahlung ihrer Jahres- oder Monatspläne.

Vorteile

  • Benutzerfreundlich
  • Riesige Auswahl an Models und Mockups
  • Möglichkeit benutzerdefinierte Mockups erstellen zu lassen

Nachteile

  • Pro-Version vergleichsmäßig kostspielig
  • Designs lassen sich nur schwer an das Produkt anpassen

SmartMockups

SmartMockups ist ein intuitives Online-Tool, um Mockups zu erstellen. Es ist einfach zu bedienen und lässt dich zwischen verschiedenen Models und Szenarios wählen: Wähle deine Vorlage, lade dein Design hoch, passe dein Design an das Produkt, sowie dessen Farbe, an. Und Fertig!

Die kostenlose Variante bietet dir alles, um schnell und einfach Mockups für deinen Online-Store zu erstellen. Die Profi-Variante bietet dir zudem Zugriff auf Video-Mockups, Branding-Möglichkeiten und mehr. Sie ist ab 9 $/ Monat erhältlich.

Vorteile

  • Kostenlose Mockups verfügbar
  • Sehr einfach zu bedienen
  • Hohe Qualität der Mockups

Nachteile

  • Kaum Anpassungsmöglichkeiten (Mehr Möglichkeiten in der bezahlten Variante)
  • Viele Modelle sind kostenpflichtig

Artboard Studio

Das Mockup-Tool von Artboard Studio erinnert eher an ein Bildbearbeitungsprogramm und dementsprechend bietet es auch mehrere Funktionen an, mit der du verschiedene Mockups erstellen kannst. Erstelle deine eigenen Grafiken, passe sie an die Produkte an und ändere Hintergründe, Texturen und mehr, um ideale Produktbilder zu erstellen.

Da dieses Tool sehr umfangreich ist, benötigt es etwas Zeit, es vollständig zu verstehen und gute Mockups erstellen zu können. Ein Hilfecenter mit Videos führt dich in das Tool ein und erklärt dir alle Schritte. Die kostenlose Version lässt dich einige Vorlagen verwenden, die ausreichen, wenn du ein paar Produktfotos erstellen möchtest. Die Profi-Variante ist ab 15 $/ Monat erhältlich.

Vorteile

  • Hohe Qualität der Mockups
  • Vorinstallierte Funktionen wie Text-Tools
  • Anpassbare Hintergründe

Nachteile

  • Komplizierteres Interface

Produktbilder erstellen

Als Gegenstück von Online-Tools kannst du deine Produktbilder klassisch erstellen, indem du ein Bild von den tatsächlichen Produkten schießt.

Dies hat den Vorteil, dass du die Bilder genau so erstellen kannst, wie du möchtest: verschiedene Hintergründe und Szenen, verschiedene Models oder mit Gegenständen. So kannst du ein Szenario schaffen, das dabei hilft, das Produkt zu verkaufen. Ein Badetuch macht sich besser am Strand als auf einem langweiligen, blauen Hintergrund.

Der Nachteil ist jedoch, dass es zeitaufwendiger und kostenintensiver ist, da du das Produkt mindestens einmal herstellen musst. Je nachdem kommen dann noch Kosten für Model, Fotografen, Bildbearbeitung, etc. hinzu.

Fotoservice

Quelle: Printful

Ein Fotoshooting zu organisieren ist mühsam und kostspielig: Du benötigst Models und die passenden Locations. Dazu kommt das nachträgliche Bearbeiten der Bilder. Möglicherweise fehlt dir die Ausrüstung oder Zeit, um so etwas durchzuführen. 

Welcher Grund auch immer, Produktbilder von einem Fotografen erstellen zu lassen hat seine Vorzüge. Du sparst dir die Zeit, alles planen und durchzuführen zu müssen, und kannst dich in der Zwischenzeit auf andere Sachen konzentrieren. Am Ende kannst du sicher gehen, dass du professionelle Produktfotos erhältst. 

Bei Printful bieten wir Fotoservices und Videoservices (jeweils auf Englisch) an, bei denen du unsere Fotografen und unser Videoteam damit beauftragen kannst, benutzerdefinierte Aufnahmen für dich zu erstellen, dazu gehören bestimmte Produktfotos oder -videos aber auch Aufnahmen für Marketingkampagnen. Schicke einfach deine Anfrage mit deinen Vorstellungen oder Wünschen an den Dienstleister und er übernimmt alles.

Vorteile

  • Professionelle Produktfotos, die deine Produkte besser darstellen
  • Benutzerdefinierte Szenen können die Verkäufe steigern
  • Weniger Aufwand für dich

Nachteile

  • Kostspielig
  • Zeitintensiv

Produktfotos selber machen

Produktbilder selber machen klingt oft einfacher als es ist. Ich habe unsere Fotografen befragt und dir die besten Tipps zusammengeschrieben, wie du perfekte Schnappschüsse von deinen Produkten schießt – auch auf dem Handy:

1: Verwende ein weiches Licht.
Die beste Option ist es, sich neben einem großen Fenster mit einem durchsichtigen Vorhang aufzustellen. So erhältst du eine schöne gleichmäßige Belichtung ohne harte Schatten. Es hilft, Knicke und Falten in der Kleidung zu glätten, und bedeutet, dass du keine Details auf der dunklen Seite des Produkts für gebogene Gegenstände wie Tassen verlierst.

2: Verwende eine Hochformat- oder Zoom-Brennweite.
Wenn du eine Auswahl an Objektiven hast, dann hilft es, das Weitwinkelobjektiv zu vermeiden, um die perspektivischen Linien in deinem Foto zu erhalten. Wenn du mit dem Weitwinkelobjektiv fotografierst, kann es sein, dass die Kanten deines Produkts aufgrund des Fischaugeneffekts „verbogen“ werden. Das Weitwinkelobjektiv ist in der Regel auch nicht so hochwertig wie die anderen Optionen, sodass du wahrscheinlich weniger Details in deinen Aufnahmen haben wirst.

3: Denke an die Konsistenz.
Überlege dir, wo deine Bilder verwendet werden sollen – veröffentlichst du sie auf den Produktkatalogseiten deines Online-Shops? Wenn ja, solltest du etwas investieren, um ein reproduzierbares Setup erstellen zu können. Verwende einen Ständer oder ein Stativ, um dein Handy zu halten, sodass du dich auf das Arrangieren und Auswechseln deiner Produkte konzentrieren kannst, in dem Wissen, dass jede Aufnahme mit dem gleichen Bildausschnitt fortgesetzt werden wird. Zeichne die Details deines Aufbaus auf, sodass du, wenn du später weitere Aufnahmen machen musst, diese leicht wieder aufbauen kannst.

4: Sprich deine Nische an.
Wenn du deine eigenen Fotos machst, hast du die ultimative Möglichkeit, dich auf dein spezielles Publikum zu konzentrieren. Füge Hintergründe und Requisiten hinzu, die deine Motive ergänzen und akzentuieren, aber achte darauf, es nicht zu übertreiben! Pass auf, dass deine Requisiten in einem angemessenen Maßstab zum Produkt passen. Zum Beispiel können verschüttete Kaffeebohnen neben einer Tasse mit Café-Thema toll aussehen, aber wenn du ein T-Shirt oder einen Hoodie fotografierst, solltest du vielleicht etwas Größeres wie eine Mokkakanne oder eine French Press verwenden. 

5: Bearbeitung für den letzten Schliff.
Heutzutage gibt es großartige Optionen zur Bildbearbeitung auf deinem Handy, wie Snapseed, Afterlight, Photoshop/Lightroom mobile und viele andere. Versuche, die Belichtung anzupassen, um eine konsistente Helligkeit in den Hintergründen zu erhalten, sowie Kontrast und Klarheit für ein bisschen Pop. Stelle bei den Requisiten sicher, dass du es nicht übertreibst! Bilder, die zu stark bearbeitet werden, können ein offensichtlich gefälschtes Aussehen annehmen und all deine harte Arbeit zunichtemachen.

Tim Pontin ist Fotograf bei Printful. Er teilt seine langjährige Erfahrung und verrät uns seine Top-Tipps für Produktfotografie.

Vorteile

  • Mehr Freiraum in der Erstellung der Produktfotos
  • Benutzerdefinierte Szenen können die Verkäufe steigern
  • Kostengünstiger als die Anfertigung durch einen Spezialisten

Nachteile

  • Fehlerspanne ist höher, wenn du nicht genau weißt, was du tust
  • Zeitintensiv

User-generated Content

User-generated Content (UGC) bedeutet vom Nutzer erstellte Inhalte. Hierbei geht es darum, dass du Produktbilder verwendest, die von deinen Kunden erstellt wurden und nicht von dir selbst oder einem Dritten.

Bitte deine Kunden, Bilder von deinen Produkten zu erstellen und sie in ihren Social-Media-Konten oder mit dir direkt zu teilen. Wir bitten beispielsweise unsere Kunden ihre selbst gestalteten Produkte auf Instagram zu posten und das Hashtag #meinprintfulprodukt zu verwenden.

Hinweis: Frage vorher um Erlaubnis deiner Kunden, dass du deren Bildmaterial verwenden darfst, bevor du es in deiner Online-Präsenz wieder verwendest.

Vorteile

  • Die Bilder selbst sind kostenlos
  • UGC-Bilder steigern Social Proof

Nachteile

  • Es ist sehr zeitaufwendig und mühsam, diese Bilder zu bekommen. Insbesondere wenn du gerade erst anfängst, Produkte zu verkaufen.
  • Da du nicht der Inhaber der Bilder bist, kann es schwierig werden, sie anderweitig verwenden zu können

Jetzt bist du dran

Egal, ob du dich für ein Website Mockup Tool oder für klassische Produktfotos entscheidest, ich hoffe, diese Tipps helfen dir dabei, die richtigen Bilder für deinen Online-Shop zu erstellen. Ein gutes Produktbild kann darüber entscheiden, ob ein Neukunde das Produkt kauft oder nicht.

So wählst du Print-on-Demand-Produkte für deinen Store

Welche Erfahrungen hast du gemacht, beim Erstellen deiner Produktfotos? Verwendest du Online-Tools oder machst du deine eigenen Bilder. Teile deine Tipps und Erlebnisse unten in den Kommentaren.

Mit einem Hintergrund als Fremdsprachenkorrespondent und globaler Wirtschaft fand Thomas seinen weg ins Marketing. Nun schreibt er über alles, das mit E-Commerce, Digital Marketing und SEO zu tun.

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