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Einsteiger-Handbuch

Alles was man wissen muss, um die perfekte Druckdatei zu erstellen

Von Lesedauer: 5 Minuten

So, du hast deinen Laden eingerichtet und bist bereit für die ersten Verkäufe. Doch was noch fehlt, ist die Druckvorlage, die alle Anforderungen erfüllt – damit dein Design in seiner ganzen Pracht zur Geltung kommt.

Und gerade wenn du denkst, dass du es geschafft hast, geht eine Bestellung ein, wird verarbeitet, doch dann das Unvorstellbare: deine Bestellung wird ANGEHALTEN! Der Druck verzögert sich und du musst am Motiv herumbasteln, um die Druckdatei zu korrigieren.

Doch es ist möglich, es auch beim ersten Mal richtig zu machen! Ich habe mit dem Grafikteam von Printful gesprochen, um die häufigsten Fehler in Druckvorlagen zu identifizieren, damit du sie vermeiden kannst.

Grundlegende Grafikanforderungen an die Druckdaten

Die Qualität deines Produktes hängt von der eingereichten Druckdatei ab. Wenn du also deine Designs möglichst gut aussehen lassen und Auftragsrückstellungen vermeiden willst, solltest du die grundlegenden Motivanforderungen der Druckdatei sorgfältig verfolgen. Einige der Dinge, die du beachten solltest, sind:

  • Die maximale Größe des Druckbereichs hängt vom gewählten Produkt ab. Zum Beispiel für T-Shirts sind es ca. 30 x 40 cm, aber für 325 ml Tassen knapp 23 x 9 cm. Für beste Ergebnisse empfehlen wir unsere Vorlagen zu nutzen, die du auf der Registerkarte „File guidelines“ bei jedem Produkt findest. So musst du dir keine Sorgen um Maße oder DPI-Einstellungen machen – wir haben alles für dich bereits eingestellt!
  • Dateiauflösung: Für die meisten Produkte sollte die Größe deiner Druckdatei mindestens 150 DPI betragen, um eine optimale Druckqualität zu gewährleisten. Es gibt jedoch einige Produkte, die 300 DPI erfordern, also achte bei der Produktauswahl auf die Dateirichtlinien.
  • Akzeptierte Druckdateiformate: PNG, JPEG

Jedes Produkt kann leicht unterschiedliche Vorgaben haben, also stelle sicher, dass du die Grafikanforderungen auf der Registerkarte „File guidelines genau verfolgst.

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Und zu guter Letzt muss dein Design den Acceptable Content Guidelines von Printful entsprechen. Wenn der Inhalt deines Motivs feindselig oder illegal ist oder gegen geistige Eigentumsrechte verstößt, kann er jederzeit von unseren Dateispezialisten entfernt werden.

Die wichtigsten Gründe für Auftragsrückstellungen

1. Schlechte Qualität der Druckvorlage

Die Auflösung ist sehr wichtig. Wenn wir eine Datei mit niedriger Auflösung drucken würden, die vergrößert ist, wäre das Muster verschwommen und verpixelt. Und das ist wahrscheinlich nicht das, was du deinen Kunden schicken möchtest.

Wie bereits erwähnt, müssen die meisten Druckdateien mindestens 150 DPI aufweisen. Druckdaten für kleinere Gegenstände wie Tassen oder Handyhüllen müssen eine höhere Auflösung haben, da die Drucke klein und oft detailliert sind. Für diese empfehlen wir 300 DPI.

  • Wie man weiss, ob die Qualität der Druckdatei ausreicht

Wenn die Größe deiner Designvorlage nicht für den Druck geeignet ist, siehst du in unserem Mockup-Generator verschiedene Warnungen:

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Vielleicht denkst du, dass eine Vergrößerung der Druckdatei oder eine Erhöhung der DPI das Problem lösen wird. Ist nicht. Der Kern des Problems ist die minderwertige Qualität der Ausgangsbilder. Selbst 300 DPI garantieren keinen qualitativ hochwertigen Druck, wenn der Ausgangspunkt eine Datei mit zu niedriger Qualität ist.

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Bild in schlechter Qualität (links), Bild in schlechter Qualität vergrößert (rechts)

Um schnell herauszufinden, ob dein Bild groß genug ist, um in guter Qualität gedruckt zu werden, lade es im Mockup-Generator hoch und schaue, ob du es auf die gewünschte Größe skalieren kannst. Wir empfehlen nicht, die Datei so zu skalieren, dass die Auflösung unter 150 DPI fällt.

2. Falsch verwendete Transparenz

Transparente Elemente in Druckdateien sind zwar für einige Produkte (All-Over-Printprodukte, Tassen) in Ordnung, werden aber im Digitaldruck nicht empfohlen, da die weiße Grundierung durchscheint. Dadurch entsteht ein sehr gesprenkeltes Druckergebnis, das mit schlechter Qualität verbunden werden kann.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Design transparente Elemente enthält, versuche den weißen Hintergrund in dem Editor, mit dem du dein Layout erstellst, auszublenden. Wenn das Rastergitter durch die Elemente durchscheint, sind sie transparent. Vielleicht hilft das untere Bild, um dies besser zu verdeutlichen:

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Design mit weißem Hintergrund (links), Design ohne Hintergrund (rechts)

Wie man gut erkennen kann, ist die Mehrheit der Elemente auf der linken Seite des Designs ohne Hintergrund transparent. Um dies zu korrigieren, wähle eine bestimmte Farbe aus, in die das Design “übergehen” soll, und verwende diese mit voller Deckkraft. Auf diese Weise blitzt keine Grundierung durch und der Drucker kann deinen Auftrag problemlos durchführen.

3. Druckdatei hat einen Hintergrund

Versuche keinen Hintergrund zu nutzen, es sei denn, er ist Teil deines Musters. Dies ist besonders wichtig für die Designs, die auf Kleidung gedruckt werden sollen.

Wenn du ein Design mit schwarzem Hintergrund auf ein schwarzes Kleidungsstück drucken möchtest, wird mit großer Wahrscheinlichkeit ein graues Rechteck um das Design herum entstehen. Das liegt daran, dass Drucke auf dunklen Kleidungsstücken eine weiße Grundierung erfordern, so dass das gedruckte Schwarz einen helleren Farbton hat als das Kleidungsstück an sich.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob deine Grafik einen Hintergrund hat, öffne die Datei in Photoshop, füge einen Hintergrund in einer anderen Farbe hinzu und dupliziere die Ebene mehrmals, damit eventuelle Rückstände sichtbar werden. Wenn du die Datei anschließend nicht als PNG-Datei exportierst, siehst du beim Hochladen der Datei in unserem Mockup-Generator die überflüssige Hintergrundfarbe.

4. Fehlende oder falsche Etikettdaten

Wenn dein Shirt ein individuelles Innenetikett haben soll, solltest du bedenken, dass es einige Dinge gibt, die gesetzlich im Innenetikett erscheinen müssen:

  • Größe des Kleidungsstücks
  • Herkunft des Kleidungsstücks (wo es hergestellt wurde)
  • Informationen über das Material des Kleidungsstücks

Da sich diese Details für jede Produktvariante (Farbe, Größe etc.) unterscheiden können, solltest du sicherstellen, dass sie richtig sind, bevor du die Druckdatei für das Innen- oder Außenetikett einreichst.

Generell: Innen- und Außenetiketten sind 7,6 x 7,6 cm groß und die minimale Schriftgröße beträgt 6 Punkt. Das sauberste Druckergebnis garantieren reine Weißgrafiken für farbige und dunkle Kleidung. Für weiße oder helle Kleidung kannst du jede beliebige Farbe verwenden, aber denke daran, dass ein dunkler Druck am Nacken durchscheinen kann.

Alle notwendigen Informationen zur Gestaltung von Innenetiketten findest du auf der Registerkarte „File guidelines“ des jeweiligen Produktes.

Was man noch bedenken sollte

Stelle sicher, dass deine Druckdatei nicht mehrere Ebenen enthält

Generell akzeptieren wir Druckdateien im PNG– und JPG-Format. Eine Ausnahme stellen Stickdateien dar: Für Stickerei empfehlen Dateien im EPS-Format. In diesem Dateiformat können Elemente auf verschiedenen Ebenen einfacher bearbeitet werden. Wenn du mit diesem Format nicht vertraut bist, empfehlen wir PNG.

Profi-Tipp: Wenn du Hilfe beim Erstellen, Bearbeiten oder Formatieren deiner Druckdateien brauchst, kannst du dich an Printful Design Services wenden.

Wähle die richtigen Produkte für das beste Ergebnis

Jedes Produkt hat eine andere Textur und Haptik. Deshalb solltest du bereits bei der Auswahl der Produkte darüber nachdenken, wie der Druck bzw. das Design sein wird und ob das zu diesem speziellen Produkt passt oder nicht. So sehen Muster beispielsweise als All-Over-Drucke gut aus, Fotos funktionieren auf Postern und Typografie-Designs sind perfekt für DTG-Produkte.

Wenn du Kleidung verkaufst, denk daran, dass das Druckbild je nach Stoff und Stoffmischung etwas anders aussieht. Als Faustregel gilt zum Beispiel, dass Tinte auf Sweatshirts stärker verteilt ist und eher verblasst aussieht als auf T-Shirts, da sie aus einem dickeren Stoff bestehen.

Profi-Tipp: Um auf der sicheren Seite zu sein, bestelle ein Muster, bevor du ein Produkt in deinem Onlinestore neu einführst.

DIE perfekte Druckvorlage erstellen

Die Vermeidung dieser häufigsten Fehler verkürzt die Zeit zwischen der Bestellung und dem Versand der fertigen Produkte und führt so zu zufriedeneren Kunden.

Was du von diesem Beitrag mitnehmen solltest: überprüfe die Vorgaben, verwende immer hochwertige Grafiken, lege die Größe deiner Dateien genau an und voilà – du könntest bald zum Eigentümer des coolsten Onlineshops werden, der sich vor Umsatz kaum retten kann!

Dieser Artikel wurde ursprünglich im November 2017 veröffentlicht und wurde seitdem aktualisiert.

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  1. Neeltje

    wir würden gerne Fun Shirts bestellen, um sie auf unserem Abi Streich zu tragen. aber dafür müssen wir es noch schaffen eine gute Druckdatei zu erstellen. vielen Dank für den Tipp mit der Auflösung. Ich werde mal versuchen an dieser Stellschraube zu drehen.

    1. Suvi Pribilla

      Hallo Neeltje,

      Es freut uns, wenn euch der Artikel weitergeholfen hat. Viel Erfolg und einen lustigen Abistreich euch!

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