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So baust du dein erfolgreiches T-Shirt-Business auf

So baust du dein erfolgreiches T-Shirt-Business auf
Luisa Rettinger

Von: Luisa Rettinger

Lesedauer: 10 Minuten

Eine Idee spukt dir im Kopf herum – die eines erfolgreichen T-Shirt-Business. Ganz egal, ob du abgöttisch gut zeichnest, deine Kalligrafie perfektioniert hast oder einfach gern mit Farben experimentierst. Alle diese Fähigkeiten lassen sich hervorragend auf T-Shirts bringen. 

Du kannst nichts von alledem, willst aber trotzdem eigene Klamotten designen und verkaufen? Dein Glück, denn es gibt zahllose Vorlagen oder auch Freelancer, die gerne für dich designen.

Dann meldet sich die andere Stimme in deinem Kopf, die dir sagt, dass es Shirts an jeder Ecke gibt, die ganzen großen Marken die Kunden unter sich aufteilen und du eh keine Chance hast. Doch, ist das wirklich so? Wir haben uns für dich den T-Shirt-Markt genauer angesehen.

Lohnt es sich, im Jahr 2022 ein T-Shirt-Business aufzubauen?

Experten erwarten in der T-Shirt-Branche ein Absatzwachstum von 5 % bis 2023, du bewegst dich mit deiner Idee also in einem Markt, der wächst, das ist einerseits gut für dich, andererseits bedeutet das natürlich auch viel Wettbewerb. 

Pauschal lässt es sich nicht beantworten, ob dein Business lukrativ sein wird. Das hängt von sehr vielen Faktoren ab. Entscheidend für deinen Erfolg sind zum Beispiel:

  • Die Qualität deiner Shirts
  • Die Versandgeschwindigkeit
  • Deine Marge
  • Deine Designs

Wenn du deinen T-Shirt-Shop eröffnest, solltest du Wert auf die Qualität deiner Shirts legen, um dich von vielen anderen Wettbewerbern abzugrenzen. Gute Qualität hat dabei viele Gesichter: Sauber verarbeitete Nähte, richtiger Zuschnitt, sodass sich nach dem Waschen der Stoff nicht verzieht, ein nicht zu leichter Stoff, denn der kann schnell Löcher bekommen, und natürlich Farbechtheit. 

Stell dir nur mal vor, du findest online ein Shirt, das dich absolut begeistert, also kaufst du es. Doch schon nach der ersten Wäsche sind die Nähte verzogen und die Proportionen lassen sich mit bestem Willen nicht mit deinem Körper in Einklang bringen. Enttäuschung und Frust machen sich breit und sicher wirst du in diesem Shop nichts mehr kaufen. Ein Kunde weniger. Doch auch gute Qualität muss schnell beim Käufer sein.

Je schneller deine Shirts nach der Bestellung bei deinen Kunden sind, desto besser, denn das bedeutet einen guten Service. Lässt du Bestellungen erst ein paar Wochen liegen oder verlierst den Überblick, kann das schnell im Desaster enden und das Aus für deinen T-Shirt-Shop bedeuten. 

Wenn auf einmal der Fan futuristischer Designs das Kindershirt bekommt und aus dem bestellten “live. laugh. love.”-Schriftzug ein fliegendes Einhorn mit Regenbogen wird, hast du ein Problem. Das bekommst du auch, wenn deine Kalkulation nicht stimmt.

Wie viel Geld möchtest du pro Shirt verdienen? Deine genaue Kalkulation ist die Basis für deinen Verkaufspreis. Da sind T-Shirts selbst, deine Kreativarbeit oder die eines Freelancers, der Versand sowie Lager- und Transportkosten. Viele Designer neigen dazu, ihre eigene Arbeit entweder kaum oder zu überteuert zu bewerten. Bleib realistisch und überlege auch, was du für ein gutes Shirt ausgeben würdest.

Klar ist, dass du ein qualitativ hochwertiges Shirt für mehr Geld verkaufen musst, als eines, was nach zwei Wäschen nicht mehr zu gebrauchen ist. Allein der Einkaufspreis für die T-Shirts ist höher und muss gedeckt werden. Auch deine Arbeit soll sich lohnen, mit einem Stundenlohn von 2,50 € wirst du auf Dauer nicht glücklich. 

Doch gerade am Anfang kann es sein, dass du mehr investieren musst als du herausbekommst. Denn sind deine Designs erst einmal etabliert, entwickeln sie sich mit etwas Glück zum Selbstläufer. Doch klar ist: Um ein wirklich erfolgreiches T-Shirt Business aufzubauen, musst du Arbeit investieren.

Kommen wir zu deinen Designs. Auch die haben Einfluss auf die Qualität. Löst sich der Druck nach der Wäsche ab oder wellt sich, hast du ein Qualitätsproblem. Probiere das auf jeden Fall aus, bevor du deine Produkte an Kunden verkaufst.

Frau im T-Shirt mit Elefantenaufdruck
Quelle: Printful

Welche Hürden gibt es im T-Shirt-Business?

Die sicherlich größte Hürde ist es, eine lukrative Zielgruppe zu finden. Wenn du einfach gern designst und deine Werke ungefiltert und ohne Recherche auf den Markt wirfst, bist du zum Scheitern verurteilt. Sicher, Spaß am Tun und Leidenschaft sind wichtig, wenn es ums Geschäft geht, aber sie sind eben nicht alles.

Wenn dein Geschäft vorsieht, dass du alles selbst machst, wirst du wahrscheinlich bald ein Problem mit der Skalierbarkeit bekommen. Denn wenn du deine T-Shirts in Eigenarbeit nähst, bedruckst oder bestickst und du immer mehr Bestellungen erhältst, solltest du jemanden einstellen, der dir hilft, sonst können die Lieferungen schnell zu lange dauern. 

Auch die Finanzen können zur Hürde werden, gerade wenn du dir selbst die notwendige Technik wie Druckmaschinen anschaffen musst.

Welche Verkaufsmodelle kannst du für dein T-Shirt-Business nutzen?

Du siehst, ob dein Business lukrativ ist und welche Hürden lauern, hängt stark von deinem Verkaufsmodell ab. Zunächst definieren wir deinen Verkaufskanal.

E-Commerce-Plattform oder Marktplatz?

Ob du via eigenem Online-Shop einer E-Commerce-Plattform (z. B. Shopify) oder via Marktplatz wie Amazon oder Etsy verkaufst, liegt bei dir, bzw. ist auch von deiner Zielgruppe abhängig. 

Person schaut sich am Laptop die Website von Shopify an

Marktplätze haben eine große Reichweite und gerade für den Anfang kann es hilfreich sein, diese zu nutzen. Der große Nachteil von Marktplätzen: Du bist ein Anbieter von vielen, d. h. deine Marke wandert in den Hintergrund. Kaum jemand wird sich an den Namen deines Shops erinnern, wenn er bei dir über einen Marktplatz gekauft hat.

Im Gegensatz dazu hast du mit einer E-Commerce-Plattform alle Bausteine, um deinen eigenen Shop aufzubauen. Hier geht es um dich, um deine Shirts. Dein Name steht im Vordergrund. Aber es ist schwieriger, sich mit einem eigenen Shop eine relevante Bekanntheit aufzubauen.

Print-on-Demand oder Massenproduktion?

Klar, wenn du gleich 500 Shirts mit einem Design bedrucken lässt, sparst du Geld durch Staffelpreise. Auf der anderen Seite hast du dann 500 Shirts mit einem Design, das vielleicht niemand kaufen will. 

Gerade wenn du dabei bist, deinen eigenen Merch zu verkaufen und noch ganz am Anfang stehst, ist Print-on-Demand definitiv die bessere Wahl. Auch die Produktionszeit kann je nach Partner bei Massenproduktion recht lange dauern. Am besten recherchierst du verschiedene Anbieter und die jeweiligen Produktionszeiten

Die gute alte Handarbeit

Als DIY-Fan willst du deine T-Shirts selbst nähen, bedrucken oder besticken? In dem Fall musst du dir darüber im Klaren sein, dass du weniger Shirts verkaufen wirst als mit den anderen Methoden, einfach weil du ja auch mal schlafen musst. 

Allerdings kannst du durch Handarbeit andere Zielgruppen erschließen, die deine Arbeit honorieren und ggf. auch höhere Preise dafür bezahlen, sodass die niedrigeren Absatzzahlen weniger ins Gewicht fallen.

In der folgenden Tabelle haben wir alle wichtigen Kriterien für dich zusammengefasst und  bewerten, wie gut die verschiedenen Produktions- und Verkaufsarten für bestimmte Ziele geeignet sind. „++” bedeutet dabei sehr gut geeignet, von Kombinationen mit „–” Bewertung solltest du lieber die Finger lassen. „0” ist neutral, bedeutet also keine Auswirkung.

E-Commerce
Plattform
MarktplatzPrint-on-
Demand
Massen-
produktion
Fertigung in
Handarbeit
Produktionszeit000+
Reichweite++0+
Bekanntheit der eigenen Marke+000
Qualität+000+
Kundennähe++00+

Je nachdem, worauf du bei deinem T-Shirt-Shop Wert legst, solltest du unterschiedliche Methoden und Ansätze wählen. 

Steht dein guter Name im Fokus, solltest du auf Handarbeit oder einen hochwertigen Produktionspartner setzen und deine Shirts über einen eigenen Shop verkaufen. Geht es dir eher darum, viele Shirts zu verkaufen, solltest du dich im mittleren Preissegment ansiedeln, über einen Marktplatz verkaufen und über einen Produktionspartner nachdenken.

So baust du dein T-Shirt-Business auf

Kommen wir zur einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitung für dein erfolgreiches T-Shirt-Business. Schaue dir auch unser Video zum Thema Erfolgreich T-Shirts online verkaufen an:

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1) Finde deine Nische

Wir haben schon gesehen: Der Gesamtmarkt für T-Shirts ist riesig. Wenn du nun versuchst, es allen recht zu machen, wirst du kaum eine Chance haben. Deswegen ist der Fokus auf eine Nische so wichtig. 

Weitere Vorteile der Besetzung eines Nischenmarkes:

  • Kein oder wenig Wettbewerb: Du bist der Experte, erzielst höhere Preise und wirst einfacher gefunden
  • Fokussierte Werbung: Du musst keine Unsummen für Werbung ausgeben, weil dein Kundenkreis klein ist und du genau weißt, wie du ihn erreichen kannst
  • Treue Fangemeinde: Wenn du der Einzige bist, der ein Problem lösen kann, werden deine Kunden an deinen Lippen hängen, wenn du etwas zu sagen hast – perfekt für Social Media und Newsletter

Hast du z. B. ein ausgefallenes Hobby oder spezielle Interessen? Das könnte der Ansatz für deinen Nischenmarkt sein. Jetzt recherchierst du, ob es schon Anbieter gibt. Wenn nicht, oder nur wenige, hast du deine Nische gefunden.

Beispiele für Nischenmärkte:

  • Einzigartige Shirts für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung
  • Shirts mit Kinderkunst
  • Shirts für Fans bestimmter Dinge wie Orte, Kunstrichtungen, Sportarten, etc.

2) Gründe deinen Online-Shop

Jetzt erstellst du deinen Shop. Dank E-Commerce-Plattformen oder -Marktplätzen benötigst du dafür keine Kenntnisse in Programmierung. 

Ein weiterer Vorteil bestehender Lösungen ist, dass Auswertungen, Marketing und System zur Zahlungsverwaltung bereits vorhanden sind und du kannst sicher nichts vergessen.

Natürlich kannst du dir auch auf einer Website einen eigenen Shop erstellen, das dauert aber länger und das Handling deiner Bestellungen ist weit weniger komfortabel. 

Wichtig bei der Erstellung deines Shops ist, dass du rechtssicher unterwegs bist. So schaffst du Vertrauen bei deinen Kunden und sicherst dich selbst ab. Wie du einen rechtlich einwandfreien Shop aufbaust, kannst du in diesem Beitrag nachlesen und einen Leitfaden zur Gewerbeanmeldung findest du hier.

3) Erstelle deine Designs

Jetzt ist Kreativität gefragt, denn es geht an deine Designs. Ob du sie selbst erstellst, einen Partner hast oder jemanden dafür bezahlst – vollkommen egal. 

Profi-Tipp: Teste deine Ideen vorher an deiner Zielgruppe! So kannst du ausprobieren, ob deine Shirts sich auch verkaufen werden und du mit deinem Merch tatsächliches Geld verdienen kannst.

Frau kreiert am Tablet ein Design

4) Wähle deine Verkaufsplattform

Gerade bei E-Commerce-Plattformen hast du viele Möglichkeiten, deine Shirts auch auf Marktplätzen zu positionieren. Bei der Wahl der richtigen Plattform für dein Business solltest du also auf Schnittstellen, zum Beispiel zu Amazon oder Ebay achten, aber auch auf Provisionen, die für einen Verkauf anfallen. 

Reichweite und Publikum unterscheiden sich ebenfalls, sodass eine gute Recherche unabdingbar ist. Vergleiche von Marktplätzen sind da ein guter Ansatz. 

5) Entwickle deine Marketingstrategie und bewirb deine Produkte

Dein Marketing ist natürlich sehr von deiner Zielgruppe abhängig. Senioren findest du nicht auf TikTok. Junge Menschen erreichst du mit Printanzeigen nur in ganz speziellen Medien, eine Tageszeitung kannst du da vergessen.

Für eine erfolgreiche Marketingstrategie setzt du dir zunächst Ziele. Wichtig ist, dass diese Ziele messbar sind. Erfolg ist kein messbares Ziel. Ein bestimmter Gewinn in einem gewissen Zeitraum hingegen schon. 

Nun überlegst du dir Wege, dein Ziel zu erreichen. Gerade am Anfang deines T-Shirt Shops ist es ratsam, wenn du mehrere Möglichkeiten ausprobierst und nicht alles auf eine Karte setzt.

Mann im bunt bedruckten T-Shirt sitzt auf einem Skateboard
Quelle: Printful

Erfahrungen mit dem T-Shirt-Business

Leider ist die Welt nicht immer rosarot und nicht jeder, der versucht, mit Shirts Geld zu verdienen, wird damit auch dauerhaft Erfolg haben. 

Die häufigsten Gründe, aus denen Shops scheitern: 

  • Zu wenig Leidenschaft und kein Spaß an der Sache
  • Schlechte Designs
  • Falsche Zielgruppe

Du kannst mit Shirts gutes Geld verdienen, aber du solltest mit Leidenschaft bei der Sache sein. Halbherzigkeit zahlt sich meist nicht aus. 

Auch schlechte Designs werden deinen Shop nicht zum Explodieren bringen. Viel Text auf kleiner Fläche? Lass es lieber. Weiße Schrift auf gelbem Grund? Keine gute Idee. Freie und aus dem Netz heruntergeladene Designs? Werden von vielen Plattformen inzwischen abgelehnt.

Aber es gibt durchaus auch Erfolgsgeschichten, an denen du dich orientieren kannst. Da wäre Andre von Barbell Rocker, der mit seiner Marke sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Begonnen mit Kleidung für Crossfit, bietet Andre inzwischen auch Shirts und Hoodies für Gewichtheber und allgemein Fitnessstudiogänger an. 
Ein weiteres schönes Beispiel für eine lukrative Zielgruppe ist der Shop The Philosopher’s Shirt. Tassen, Shirts, Poster und viele weitere Produkte mit Memes und unterhaltsamen philosophischen Anspielungen.

Starte noch heute dein T-Shirt-Business

Fazit

Ein T-Shirt-Business aufzubauen und deinen eigenen Merch zu verkaufen ist kein Zuckerschlecken. So viel steht fest. 

Es braucht eine gute Idee zum richtigen Zeitpunkt und jede Menge Fleiß und Frustrationstoleranz. Wie bei allen Geschäftsideen entscheidet am Ende die Zielgruppe über Erfolg und Misserfolg. 

Designs, die an der Zielgruppe vorbei erstellt werden, finden vielleicht mal einen Käufer aus Mitleid, aber keine echte und treue Fangemeinde und genau die brauchst du, um erfolgreich zu sein. 

Wenn du allerdings die richtige Zielgruppe gefunden und eine konsequent auf diese ausgerichtete Marketingstrategie erstellt hast, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Dazu die richtige Verkaufsplattform und dein Shop ist auf bestem Weg durchzustarten.

Hast du dein eigenes T-Shirt-Business aufgebaut oder bist gerade dabei? Teile uns deine Erfahrungen in den Kommentaren mit!

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Von Luisa Rettinger am Jul 12, 2022

Luisa Rettinger

Luisa ist Content Marketing Specialist bei Printful. Mit einem Hintergrund als Übersetzerin begeistert sie sich nicht nur für alles, was mit Sprachen zu tun hat, sondern auch für die neuesten Trends im digitalen Marketing und E-Commerce.

Luisa ist Content Marketing Specialist bei Printful. Mit einem Hintergrund als Übersetzerin begeistert sie sich nicht nur für alles, was mit Sprachen zu tun hat, sondern auch für die neuesten Trends im digitalen Marketing und E-Commerce.

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Von: Luisa Rettinger

Lesedauer: 10 Minuten Jul 12, 2022

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