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Einsteiger-Handbuch

Die 5 häufigsten Fehler, die Printful-Kunden machen (und wie du sie vermeidest)

Von Lesedauer: 7 Minuten

Es ist aufregend, Unternehmer zu sein. Du kannst deine Idee zum Leben erwecken und dein eigener Chef sein. E-Commerce kann aber auch eine Herausforderung sein, besonders für Anfänger.

Wir von Printful möchten dir dabei helfen, dein Unternehmen erfolgreich zu führen und mögliche Fallstricke zu vermeiden. Und wen könnte man besser fragen, wenn es um unsere Kunden und ihre Probleme geht, als den Kundensupport von Printful? Für diesen Artikel habe ich mich an unser Support-Team gewandt. Gemeinsam haben wir eine Liste der fünf häufigsten Fehler zusammengestellt, die Printful-Kunden machen.

Diese fünf Fehler können die schwerwiegendsten Auswirkungen auf deinen Store haben. Du riskierst, den Ruf deines Stores zu schädigen, potentielle Verkäufe zu verlieren oder einfach nur Zeit und Energie zu verschwenden. Kein Storebesitzer würde das wollen. Die gute Nachricht ist, dass es völlig vermeidbar ist: Also fangen wir an!

1. Printful Produkte nicht synchronisieren

Das Synchronisieren von Printful Produkten ist ein wichtiger Schritt. Du musst alles synchronisieren, was du verkaufen möchtest, damit deine Produkte in deinem Store sichtbar sind. Denke daran, dass gemischte Bestellungen (bei denen einige Produkte synchronisiert sind und andere nicht) nicht ausgeführt werden können, selbst wenn nur ein nicht synchronisierter Artikel vorhanden ist. Dies führt zu verspäteten Bestellungen und Zeitaufwand für die Ermittlung der Problemursache.

Wie kannst du das vermeiden? Es gibt zwei Lösungen. Stelle zunächst immer sicher, dass du alles synchronisierst, was du deinem Store hinzufügst, das durch Printful abgewickelt wird. Du kannst dies in deinem Dashboard unter Stores tun. Klicke einfach auf Daten aktualisieren, um die Produkte aus deinem Store erneut zu synchronisieren.

Zweitens gib Acht, wenn du Änderungen an deinen Produkten vornimmst. Aktualisierungen des Produkts, z. B. das Ändern der Farbe eines T-Shirts wird in der Storefront nicht angezeigt. Bei einigen E-Commerce-Plattformen ist es möglich, synchronisierte Modelle (auch als Repush-Modelle bezeichnet) zu aktualisieren, jedoch nicht bei allen. Wenn deine E-Commerce-Plattform diese Option nicht bietet und du einige Änderungen am Design vornehmen möchtest, ist es besser, das Produkt einfach zu löschen und ein neues Produkt in deinen Store zu pushen.

2. Verwendung von schlechten Druckdateien

Der Schlüssel zu einem großartigen Produktdesign ist eine großartige Druckdatei. Wir haben einen Blog-Artikel mit einer ausführlichen Erläuterung aller Schritte zur Erstellung der perfekten Druckdatei. In diesem Artikel werde ich mich jedoch auf zwei besondere Aspekte konzentrieren, da diese beim Erstellen einer Druckdatei absolut unerlässlich sind. 

  1. Die Hintergrundfarbe und Transparenz deines Designs. Dies ist besonders wichtig für Produkte, die mit der Direct-to-Garment-Technik (DTG) gedruckt werden. Der Drucker druckt alle Farben, die im Design angezeigt werden. Füge daher keine Hintergrundfarbe hinzu, es sei denn, dies ist Teil deines Designs. Kunden neigen auch dazu zu vergessen, dass Drucke auf allen nicht weißen Kleidungsstücken eine weiße Unterlage haben, um die Farben hervorzuheben. Wenn du ein transparentes Design für ein dunkles Kleidungsstück verwendest, wird die weiße Unterlage durchscheinen. Behalte dies also nur bei, wenn es Teil deiner Designidee ist.
  1. Der Stoff, aus dem dein Produkt besteht. Im Einzelhandel werden am häufigsten Baumwolle, Polyester und Mischgewebe verwendet. Da jedes Material unterschiedliche Eigenschaften hat, ist es wichtig, die Haltbarkeit, Pflege und Druckeignung sowie das Gefühl und den Verschleiß des Stoffes zu kennen. Beispielsweise ist beim DTG-Druck der Druck umso besser, je mehr Baumwolle ein Kleidungsstück enthält. Bei der DTG-Methode werden Tinten auf Wasserbasis verwendet, die besser an Baumwolle haften als andere Materialien. Achte auch auf die Dicke des Stoffes, denn wenn das Kleidungsstück aus dicker Baumwolle besteht (z. B. Sweatshirts oder Kapuzenpullover), kann der Stoff die Tinte absorbieren und zu einem verblassten Aussehen führen.

Befolge beim Erstellen einer Druckdatei immer die Richtlinien unserer Experten. Du findest die Richtlinien für Druckdateien und Druckdateivorlagen unter der Registerkarte Dateirichtlinien unter jedem Produkt. Um mehr zu erfahren, kannst du dir auch dieses Printful Video (auf Englisch) mit Tipps zum Erstellen der perfekten Druckdatei ansehen.

3. Keine Abrechnungsmethode hinzufügen

Zu jedem erfolgreichen Store gehört ebenfalls die technische Seite, wie das Einrichten einer Abrechnungsmethode, um sicherzustellen, dass dein Kunde bei dir kaufen kann und du im Gegenzug Umsatz erzielst. Hier erfährst du, wie die Abrechnung für Printful-Kunden funktioniert und warum es so wichtig ist, eine Abrechnungsmethode hinzuzufügen.

Wenn du einen Store mit Printful verbindest, werden die Bestellungen aus deinem Store automatisch in Printful importiert. Wenn ein Kunde in deinem Store einkauft und die Bestellung bei Printful eingeht, erfolgen zwei Zahlungen:

  1. Der Kunde kauft ein Produkt in deinem Store und bezahlt über die Zahlungsplattform deines Stores. 
  2. Printful erhält die Bestellung und berechnet dir die Abwicklung und den Versand über das interne Zahlungssystem von Printful: die Printful Geldbörse.

Damit deine Bestellungen reibungslos ausgeführt werden können, musst du Zahlungen in deinem Store gemäß den Support-Ressourcen der Plattform einrichten. Du musst aber auch alles auf der Seite von Printful einrichten, damit die zweite Zahlung ebenfalls erfolgen kann.

Zahlungen für alle Printful-Bestellungen erfolgen in der Printful Geldbörse. Stelle daher sicher, dass du immer über Guthaben verfügst. Es gibt drei Möglichkeiten, wie du dies einrichten kannst:

  1. Eine Abrechnungsmethode einrichten: Du kannst eine Bankkarte, ein Paypal-Konto oder ein anderes Zahlungsmittel angeben, das Printful automatisch für die Abwicklungs- und Versandkosten jeder Bestellung belastet. Der in Rechnung gestellte Betrag wird bei jeder Bestellung automatisch in deine Printful Geldbörse eingezahlt. Das Printful-System sammelt dann das Geld von deiner Geldbörse und die Bestellung wird zur Abwicklung gesendet. Du kannst eine Abrechnungsmethode einrichten, indem du zu deinem Printful Dashboard > Abrechnung > Abrechnungsmethoden > Abrechnungsmethode hinzufügen gehst.
  2. Deiner Printful Geldbörse manuell Guthaben hinzufügen: Gehe dazu zu deiner Printful Geldbörse und klicke auf Geld hinzufügen um Geld von deiner Bankkarte, PayPal oder einem anderen Zahlungsmittel zu überweisen. Diese Option bietet den Vorteil, dass Bestellungen schneller bearbeitet werden und verringert das Risiko von Transaktionsfehlern!
  3. Beide Möglichkeiten kombinieren: Füge eine Abrechnungsmethode und deiner Printful Geldbörse manuell Guthaben hinzu.

4. Die zusätzlichen Kosten vergessen

Bei der Gründung eines E-Commerce-Stores ist es wichtig, mindestens eine ungefähre Vorstellung von den potenziellen Kosten zu haben. Wenn du diesen Schritt überspringst, besteht die Gefahr, dass du deine potenziellen Einnahmen falsch berechnest und Schwierigkeiten bei der Skalierung deines Unternehmens auftreten.

Laut unserem Kundensupport-Team gibt es drei Arten von Ausgaben, die die meisten Kunden zusammen mit Kosten für die Abwicklung und des Abonnements für die Store-Plattform ganz oben auf ihrer Liste haben müssen. 

Versand, Zoll und Steuern

Das Berechnen der Versandpreise macht nicht so viel Spaß wie das Entwerfen eigener Produkte, ist jedoch für alle Storebesitzer unvermeidlich. Du kannst dies in zwei Schritten tun:

  1. Informiere dich über die Versandkosten von Printful. Wir bieten internationalen Versand sowie Standard Versandraten, welche fix sind und basierend auf den durchschnittlichen Versandkosten für jede Produktkategorie berechnet werden. Alle Produkte in dieser Versandkategorie haben die gleichen Dimensionen, Gewicht und die gleiche Verpackung.
  2. Berechne dann die Versandkosten (Artikel auf Englisch) für deine Produkte. Deine Versandkosten hängen von der von dir verwendeten E-Commerce-Plattform und den von dir angebotenen Produkten ab. Weitere Informationen findest du in unserem Blog-Artikel zum Einrichten der Versandkosten (Artikel auf Englisch). Für schwierigere Versandberechnungen kannst du den FAQ-Bereich auf unserer Versandseite lesen.

Je nach Bestell- und Abwicklungsort müssen deine Kunden möglicherweise Zollgebühren zahlen. Da dein Endkunde für diese Gebühren verantwortlich ist, empfehlen wir, dies direkt zu kommunizieren, damit er weiß, was ihn erwartet.

In Bezug auf Steuern ist es eine gute Idee, mindestens eine ungefähre Schätzung des Prozentsatzes deines Einkommens zu haben, der für die Zahlung von Steuern verwendet wird. Die genauen Steuersätze und die Arten von Steuern, die du zahlen musst, variieren je nach Wohnort. Am häufigsten sind Umsatzsteuer, Mehrwertsteuer auf einige Bestellungen in die EU und GST (Waren- und Dienstleistungssteuer) auf alle Bestellungen nach Australien.

Es ist wichtig, diese Steuerpflichten zu berücksichtigen, wenn du alle potenziellen Ausgaben bewertest, um eine realistische Einschätzung deiner zukünftigen Einnahmen zu erhalten. Für zusätzliche steuerliche Fragen oder Informationen solltest du mit einem Steuerberater reden.

Digitalisierungsgebühr

Für alle bestickten Kleidungsstücke und Hüte ist eine spezielle Stickdatei in einem digitalisierten Format erforderlich, die unsere Stickmaschinen lesen können. Wenn du dein Stickmuster bei Printful einreichst, digitalisiert unser Designteam es gegen eine einmalige Gebühr: die Digitalisierungsgebühr. Die Gebühr hängt von der Art und Platzierung des Designs ab, sodass die genauen Kosten variieren.

Eine Standardgebühr für die Digitalisierung für die meisten Designs beträgt 6,50 USD (5,75 €) pro Datei. Wenn du Hutstickdateien für Bekleidung verwenden möchtest oder umgekehrt, müssen diese ebenfalls angepasst werden. Dies kostet 2,95 USD (2,50 €) pro Datei. Wenn du eine digitalisierte 3D-Puff-Hut-Datei hast und diese für ein Kleidungsstück verwenden möchtest, muss die Datei von Grund auf digitalisiert werden, da die 3D-Puff-Technik für Bekleidung nicht verfügbar ist. Es ist wichtig, diese zusätzlichen Kosten bei der Erstellung von Stickmustern zu berücksichtigen, damit du nicht auf unangenehme Überraschungen stößt.

Marketingkosten

Mundpropaganda ist eine sehr verbreitete Methode, um deinen Store zu vermarkten. Es ist kostengünstig und sehr effektiv um einen ersten Verkauf zu erzielen.

Diese Taktik allein bietet jedoch keinen nachhaltigen Geschäftsstrom, um konsistente Einnahmen zu erzielen. Aus diesem Grund solltest du ebenfalls bezahltes Marketing in Betracht ziehen und diese potenziellen zukünftigen Kosten berücksichtigen. Es gibt viele verschiedene Arten von bezahlten Marketingaktivitäten. Es liegt also ganz bei dir, welche du wählst. Dies sind die drei häufigsten:

  • Platzieren von Anzeigen auf Suchmaschinen (wie Google oder Bing)
  • Social-Media-Anzeigen basierend auf den Interessen und Interaktionen der Nutzer
  • Zusammenarbeit mit Influencern die für deine Produkte werben

Unabhängig davon, für was du dich entscheidest, stelle sicher, dass du messen kannst, ob deine Marketingkampagne tatsächlich funktioniert hat und wie viel Geld sie generiert hat. Dies wird als ROI (Return of Investment) bezeichnet. Sobald du über den ROI deiner Marketingkampagnen kennst, weißt du, wie du dein Geld effizient für zukünftige Kampagnen ausgeben kannst.

5. Wichtige Informationen ignorieren

Laut unserem Kundenservice gibt es drei wichtige Informationen, die Kunden häufig übersehen:

  1. Sie vergessen sich unsere Updates zu Abwicklungszeiten anzuschauen. Obwohl unsere Abwicklungszeiten jetzt wieder normal sind, ist es schwierig vorherzusagen, was im Laufe der nächsten Monate passieren wird. Besuche unsere Seite über Updates zu Abwicklungszeiten und nimm dir Zeit, um die Updates genau zu lesen. Wenn Änderungen auftauchen kannst du deine Kunden so schnell wie möglich informieren, um ihre Erwartungen zu erfüllen.
  2. Sie vergessen, dass sie urheberrechtlich geschützte Designs nicht ohne Bezahlung und / oder Erlaubnis verkaufen dürfen. Du benötigst eine Lizenz, um urheberrechtlich geschützte Designs zu verwenden, anzuzeigen und weiterzuverkaufen. Es reicht nicht aus lediglich den Designer zu erwähnen. Du benötigst die Erlaubnis des Designers und eine unterzeichnete Lizenzvereinbarung, um die Lizenz zu erhalten, bevor du ein Produkt mit diesem Design verkaufen darfst. Viele unserer Kunde haben Fragen zu urheberrechtlich geschützte Daten oder geschützte Marken beim Drucken auf den Produkten, daher haben wir in unserem Blogartikel Urheberrecht vs. Copyright vs. Trademark das Wichtigste zusammengefasst. 
  3. Sie vergessen, Richtlinien für ihr Geschäft einzurichten. Geschäftsrichtlinien sind für ein E-Commerce unerlässlich. Sie schaffen ein Gefühl der Sicherheit für Kunden, wenn sie bei dir etwas kaufen. Wenn Richtlinien vorhanden sind, wissen sie, was sie zu erwarten haben, wenn bei ihrer Bestellung etwas schief geht oder wenn das Produkt nicht richtig passt. 

Stelle sicher, dass du mit den Printful-Richtlinien vertraut bist. Auf diese Weise kannst du herausfinden, wie du mit deinen Kunden kommunizieren kannst. Es ist wahrscheinlich, dass du einige Dinge aus unseren Richtlinien übernimmst, andere jedoch überspringen oder anpassen musst. Beispielsweise bietet Printful keine Rückerstattung an wenn ein Kunde den Kauf bereut. Das heißt aber nicht, dass du das nicht kannst! Denke daran, dass dies jetzt deine Geschäftsrichtlinien sind und nicht die von Printful. Du bist für die Abwicklung und die Versandkosten verantwortlich.

Ließ unseren Blog-Artikel mit einer schrittweisen Anweisung, welche Printful-Richtlinien du kopieren solltest und wie du dies tust. Es gibt auch kostenlose Vorlagen, die du für deinen Store verwenden kannst!

Ein paar letzte Worte

Fehler machen, macht keinen Spaß. Wie alle anderen würden wir sie auch gerne meiden. Unternehmer zu sein bedeutet jedoch, Risiken einzugehen, neue Chancen zu erkunden und aus den Mängeln der Vergangenheit zu lernen. Egal, ob du ein erfahrener Store-Besitzer bist oder erst jetzt deine E-Commerce-Reise beginnst, wir hoffen, dass dieser Blog-Artikel dir als praktische Erinnerung dabei hilft, was du für das Wachstum deines Stores nicht tun solltest.

Marta is a Content Marketing Specialist at Printful with a background in Social Anthropology. She's passionate about marketing, UX research, and the Oxford comma.

Comments

    1. Thomas Reading

      Hallo Ghostwriting Agentur,

      du kannst den Link gerne an jeden Schicken, dem dies interessiert oder helfen kann 🙂

      Schöne Grüße
      Thomas

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