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Blog / Einsteiger-Handbuch / Wie du den Verkaufspreis deiner T-Shirts festlegst

Einsteiger-Handbuch

So bestimmst du den Verkaufspreis deiner personalisierten T-Shirts

So bestimmst du den Verkaufspreis deiner personalisierten T-Shirts
Isa Olin

Von: Isa Olin

Lesedauer: 12 Minuten

Eine Preisstrategie für deinen Online-Shop festzulegen ist keine leichte Aufgabe. Und das aus gutem Grund, denn die Höhe des Produktpreises ist einer der Faktoren, die darüber entscheiden, wie gut dein Business im Marktwettbewerb abschneidet und wie viel Gewinn du vermutlich machen kannst. Wenn du T-Shirts selbst gestalten und in deinem Online-Store anbieten möchtest, ist es wichtig, sich rechtzeitig mit dieser Frage auseinanderzusetzen.

Die Tatsache, dass du hier bist und im Internet nach Informationen über die Preisgestaltung von T-Shirts suchst, ist schon mal ein guter Anfang. Und es bedeutet auch, dass du bereits die schlechteste Vorgehensweise für die Preisgestaltung deiner Produkte vermieden hast – einfach willkürlich einen Preis festlegen und hoffen, dass Kunden ihn bezahlen wollen.

In diesem Blogbeitrag erfährst du deshalb alles, was du für die Preisgestaltung deiner Produkte wissen solltest: vom Produktpreis hin zum endgültigen Verkaufspreis und der Auswahl eines strategischen Ansatzes.

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1. Bewerte deine Produktkosten

Die Produktkosten sind der Gesamtbetrag, den du für die Herstellung deines Produkts ausgibst. Wenn du Print-on-Demand- oder Dropshipping-Produkte verkaufst, solltest du für die Bewertung der Produktkosten mit dem Preis beginnen, den du für jeden Rohartikel zahlst. 

Nehmen wir an, du möchtest das Essenzielle Unisex T-Shirt verkaufen. Der Preis, den du auf der Produktseite siehst, ist der Basispreis von Printful – das ist der Preis für das Produkt ohne Designkosten, Versand, Steuern und vorgeschlagene Gewinnspanne. Wenn du das T-Shirt bedrucken lassen oder und mit jedem Verkauf einen Gewinn erzielen möchtest, musst du bei der Preiskalkulation jedoch alle Kosten berücksichtigen.

Erfahre mehr zum Thema:

Kosten für die Personalisierung

Das Design deiner T-Shirts ist das, was deine Kunden letztendlich zum Kauf überzeugen wird, denn es unterscheidet deine Produkte von dem deiner Konkurrenten. Ein gutes T-Shirt-Design zu gestalten, kostet in der Regel Zeit und Ressourcen. Wenn du den Designprozess lieber Experten überlässt und als Dienstleistung auslagerst, musst du den Preis, den du dem Designer zahlst, durch die Anzahl der Artikel teilen, die du voraussichtlich verkaufen wirst. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn du das Design in einer limitierten Auflage oder als zeitlich begrenztes Angebot herausgeben willst, da du in diesem Fall nur für bestimmte Zeit von diesem Design profitieren kannst.

Wenn du deine T-Shirts-Designs selbst gestaltest, ist es verlockend, die Designkosten nicht aufzurechnen, um den Verkaufspreis niedrig zu halten. Deine Zeit ist jedoch wertvoll, also solltest du sie bei der Preiskalkulation berücksichtigen. Ich empfehle, einen realistischen Stundensatz für deine Arbeit festzulegen. Addiere diesen dann zu den Produktkosten. Dies wird dir auch helfen, die Effektivität der Zeit zu bewerten, die du in dein Business investierst.

Neben dem Zeitaufwand solltest du dich auch über die Kosten der von dir gewählten Technik und der Platzierung des Designs informieren. Wenn du z. B. ein Printful-Shirt besticken möchtest, fällt für jedes neue Design, das du in deinem Store anbietest, eine Digitalisierungsgebühr an. Du musst auch die von dir gewählte Stickereiart berücksichtigen. Großflächige Stickereien sowie Kombinationen aus Stick- und Druckmotiven kosten extra. Beachte auch die Kosten für die Anpassung des Produktetiketts, wenn du dort dein Markenlogo hinzufügen möchtest.

Kosten für den Versand

Wenn es um den Versand geht, musst du dir überlegen, welche Art von Versandtarifen du deinen Kunden anbieten willst. Kostenloser Versand für alle Bestellungen wird deinen Umsatz steigern. Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kunden etwas kaufen, 4-5 Mal höher, wenn du ihnen kostenlosen Versand anbietest, aber es bedeutet auch höhere Produktkosten, da du den Versand selbst übernehmen musst.

Du kannst aber auch kostenlosen Versand anbieten, ohne auf den Mehrkosten sitzen zu bleiben: Teile einfach die Versandkosten durch die Anzahl der Artikel in deiner Bestellung und addiere diese Summe zu den Produktkosten hinzu. Ein Beispiel: Du zahlst 20 Euro für den Versand von 50 T-Shirts. Also teilst du 20 durch 50 und erhältst 0,4. Deine Versandkosten pro Produkt betragen somit 40 Cent, die du dem Produktpreis hinzufügen kannst.

Die Versandkosten für T-Shirts findest du für jede Region auf unserer Versand-Seite.

Kosten für die Lagerhaltung 

Vielleicht reicht im Moment noch deine Garage oder dein Wohnzimmer für die Lagerung deiner T-Shirts aus, aber was passiert später? Die Nachfrage deiner Kunden übersteigt vielleicht deinen Stauraum sowie deine Kapazität, Bestellungen rechtzeitig zu verpacken und zu versenden.

Printful ist ein On-Demand-Versandunternehmen, das heißt jede Printful-Bestellung wird automatisch erfüllt und versandt, sobald sie bei uns eingeht. Das bedeutet, dass du dir keine Gedanken über Lagerhaltung und Versand machen musst, es sei denn, du planst die Lagerung deiner individuellen Verpackungen oder Paketbeilagen

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2. Wähle eine Preisstrategie für dein Produkt

Sobald du weißt, wie viel Geld in die Herstellung deines Produktes fließt, ist es an der Zeit, einen Plan zu entwerfen. Hier sind einige der effektivsten Produktpreisstrategien, die langfristig leicht zu handhaben sind.

Kostenaufschlag

Die Kostenaufschlagsmethode ist die einfachste Strategie, die es gibt. Die Formel lautet:

Produktkosten + Gewinnspanne = Dein Verkaufspreis

Du nimmst die durchschnittlichen Produktkosten und fügst deine gewünschte Gewinnspanne hinzu. Das Ergebnis ist der Verkaufspreis, den du online oder in deinem Geschäft ausschreiben solltest. Du musst den Aufschlagspreis allerdings sorgfältig auswählen. Wenn deine Gewinnspanne zu niedrig ist, verdienst du möglicherweise zu wenig, um dein Geschäft aufrechtzuerhalten, was besonders wichtig ist, wenn du dein Online-Business zu deiner Haupteinnahmequelle machen möchtest.

Bei der Wahl des richtigen Preises kann der Leitfaden für Zahlung und Preisgestaltung von Printful sehr hilfreich sein.

Die Kostenaufschlagsmethode mithilfe des Gewinnrechners von Printful

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Markt- oder wettbewerbsorientierte Preisgestaltung

Um eine markt- oder wettbewerbsorientierte Preisgestaltung durchzuführen, musst du zunächst deine T-Shirts mit ähnlichen Artikeln auf dem Markt vergleichen und den Durchschnittspreis ermitteln. So erhältst du eine allgemeine Vorstellung von der möglichen Preisspanne. Es gibt drei wesentliche Taktiken, aus denen du wählen kannst:

  • Preise über dem Marktdurchschnitt – Eine Möglichkeit, deine Konkurrenz auszustechen, besteht darin, dem Einkaufserlebnis einen höheren Wert als dem Marktdurchschnitt beizumessen. Erstelle originelle, qualitativ hochwertige Designs, die deine Kunden nirgendwo anders finden können. Du kannst jeder Bestellung auch Werbegeschenke und personalisierte Nachrichten hinzufügen oder hochwertiges Bildmaterial erstellen (professionelle Fotos, Website-Design oder Beiträge von Influencern in sozialen Medien).

  • Gleiche Preise wie der Markt – Dies ist die sicherere Variante, wenn du eine große Zielgruppe abdecken und dennoch einen gewissen Gewinn erzielen möchtest. Damit bewegst du dich in der gleichen Preisklasse wie deine Konkurrenten und kannst das gleiche Kundensegment wie diese ansprechen.

  • Preise unter dem Marktdurchschnitt – Auf diese Weise kannst du deine Konkurrenten mit attraktiveren Preisen untergraben und ihnen möglicherweise einige Kunden wegnehmen.

Sei vorsichtig – wenn du den Preis für ein Produkt stark unter Wert verkaufst, kann es merkwürdig oder nicht qualitativ genug wirken und zu wenig Gewinn bringen. Wie Des Traynor, Autor von Intercom on Starting Up, genau erklärt:

„Eine niedrige Preisgestaltung schließt viele potenzielle Kunden für dein Produkt aus, genauso wie das Servieren von 3-Dollar-Steaks in einem Restaurant den Kundenkreis einschränkt.” / Des Traynor, Intercom.com

Du kannst die marktorientierte Preisstrategie bei vielen Dropshipping-Shops in Aktion sehen, die dieselben Produkte verkaufen, aber zu sehr unterschiedlichen Preisen. Nehmen wir zum Beispiel Zaful. Zaful ist ein Dropshipping-Shop, der von AliDropship beliefert wird und viele der gleichen trendigen Modeartikel verkauft, die du auf dem Aliexpress-Marktplatz finden kannst, allerdings zu einem höheren Preis. Zaful steigert den Umsatz, indem es die Artikel mit hochwertigen Fotos präsentiert, Treueprogramme einführt, Influencer-Marketing einsetzt und ein optisch ansprechendes Shop-Design bietet. Das Unternehmen zeigt, dass man durch die richtige Vermarktung seiner Produkte mehr Gewinn erzielen kann.

Beide Unternehmen kombinieren auch eine marktorientierte Strategie mit sogenannten Ankerpreisen, über die ich als nächstes sprechen werde!

Ankerpreise

Wahrscheinlich hast du es schon in Aktion gesehen – eine Marke setzt einen imaginären Ankerpreis fest, um dann sofort einen niedrigeren Rabattpreis anzukündigen. Der Preisnachlass wirkt verlockend und zieht daher vor allem Kunden an, die das Internet nach Schnäppchen durchsuchen.

Das vielleicht beste Beispiel für eine gut durchdachte Ankerpreisstrategie stammt von Apple. In diesem Video (auf Englisch) erklärt Steve Jobs, einer der Gründer der Marke, den Preisbildungsprozess für das iPad. Er erwähnt, dass der angemessene Preis für ein Produkt wie dieses 999 $ betragen sollte. Danach kündigt er an, dass der Preis tatsächlich 499 $ betragen wird, was das Kosten-Nutzen-Verhältnis vergrößert.

Nachfrageorientierte oder dynamische Preisgestaltung

Bei der nachfrageorientierten oder dynamischen Preisgestaltung musst du ständig über aktuelle Markttrends und Kundenwünsche auf dem Laufenden sein. Hier hängen die Produktpreise von der Nachfrage und der Saison ab, was bedeutet, dass du die Preise ändern musst, wenn du saisonale oder feiertagsbedingte T-Shirt-Designs anbietest. 

Diese Strategie wird von Amazon Marketplace angewendet. Mit dem raffinierten Preis-Tracker von camelcamelcamel.com kannst du allerdings verfolgen, wie sich die Produktpreise im Laufe der Zeit verändern.

Beispiel der Preisfluktuationen für einen aufblasbaren Swimmingpool. Die Preise steigen deutlich im Frühjahr sowie zwischen Juli und August.

Quelle: Camelcamelcamel.com

Preisnachlass

Rabattpreise sind ähnlich wie Ankerpreise. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Startpreis tatsächlich existiert. Du legst einen Startpreis fest, der über dem durchschnittlichen Marktpreis liegt, und veranstaltest dann häufig Sonderverkäufe, um Schnäppchenjäger anzulocken. Mit dieser Strategie erzielst du die meisten deiner Verkäufe in Schüben.

Quelle: Asos.com

Auch wenn du keine regelmäßigen Verkaufsaktionen planst, denke immer an beliebte E-Commerce-Ereignisse wie Black Friday und Cyber Monday – deine Kunden erwarten an diesen Tagen Angebote auf deiner Website. Wenn du also einen Preis für deine personalisierten T-Shirts festlegst, lass dir Raum für zukünftige Rabatte.

Abschöpfungsstrategie

Bei der Abschöpfungsstrategie, oder auch Skimming-Strategie genannt, steigt man mit einem hohen Preis in den Markt ein und senkt ihn dann langsam im Laufe der Zeit. Auf diese Weise versuchen Unternehmen, das Beste aus dem Markt herauszuholen, indem sie Gewinne erzielen, bevor das Produkt seine Nachfrage verliert. Dies ist eine beliebte Strategie bei Elektronikgeschäften. Wenn das Produktmodell altert und neue Modelle auf den Markt kommen, sinkt die Nachfrage nach dem alten Modell.

Beispiel der Abschöpfungsstrategie beim Samsung TV-Modell von 2021

Quelle: Camelcamelcamel.com

Dies ist eine riskante Strategie für neue Marken, vor allem wenn dein Produkt eine bereits gut etablierte Konkurrenz hat. Sie eignet sich jedoch gut für diejenigen, die ein authentisches Produkt mit wenig oder gar keiner Konkurrenz verkaufen. Wenn du die neueste technische Erfindung verkaufen möchtest und planst, aktualisierte Versionen herauszubringen, solltest du diese Strategie in Betracht ziehen. 

Als Strategie für den Verkauf von T-Shirts ist sie ungewöhnlich, aber jedes Unternehmen ist anders, sodass es für dich funktionieren kann oder auch nicht.

Penetrationsstrategie

Bei dieser Strategie handelt es sich um eine umgekehrte Preisgestaltung, d. h. du steigst mit einem unterdurchschnittlichen Preis in den Markt ein, um einen großen Kundenstamm anzuziehen, und erhöhst dann schrittweise den Preis. Dies ist eine anfängerfreundliche Option, solange dein Startpreis eine Gewinnspanne hat, die nicht unter 0 € sinkt.

Sobald du einen konstanten Traffic auf deiner Website aufgebaut hast und ein Wachstum der Website-Besuche feststellst, kannst du deine Shirts zu einem höheren Preis vermarkten.

3. Überprüfe deine Verkaufspreise regelmäßig

Nach einem so gründlichen Prozess der Preisfindung für dein Produkt und der Auswahl der besten Strategie ist es verlockend, sich bequem zurückzulehnen und nicht mehr über deine Preise nachzudenken. Ich möchte dir nicht die Laune verderben, aber muss dir mitteilen, dass dieser Prozess nie ganz abgeschlossen sein wird.

Die Nachfrage nach deinen personalisierten T-Shirts kann steigen oder sinken, es können zusätzliche Produktkosten hinzukommen, was bedeutet, dass sich dein Verkaufspreis ändern muss.

Überdenke deine Preise regelmäßig. Überprüfe die Nachfrage nach deinem Produkt, halte dich über aktuelle Trends auf dem Laufenden und berücksichtige die Preise deiner Lieferanten und sonstigen Partner. Schaue dir regelmäßig die Preise ähnlicher E-Commerce-Marken an, denn auch diese könnten ein Auge auf dich geworfen haben.

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Lege die Preise für deine personalisierten T-Shirts fest

Jetzt, wo du das nötige Rüstzeug hast, um herauszufinden, wie du die Preise für deine personalisierten T-Shirts im Einzelhandel festlegen kannst, ist es an der Zeit, sich an die Arbeit zu machen. Also nochmal zusammenfassend:

  • Beurteile deine Produktkosten sorgfältig

  • Entscheide dich für eine Strategie, mit der du dich am wohlsten fühlst und die zu deiner Unternehmensvision passt

  • Komme regelmäßig auf deine Produktpreisstrategie zurück – überprüfe die Kosten deiner T-Shirts und sieh nach, ob es Änderungen gegeben hat

Welche Erfahrungen hast du bisher mit der Preisgestaltung von Produkten gemacht – hast du eine der oben genannten Strategien angewendet? Was ist deine wichtigste Erkenntnis aus dieser Erfahrung? Lasse es uns in den Kommentaren wissen!

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Von Isa Olin am 13. Jun 2023

Isa Olin

German Content Marketing Specialist

Isa ist Content Marketing Specialist bei Printful. Mit ihrem germanistischen Hintergrund ist sie für den deutschsprachigen Blog und alle Themen rund um Marketing verantwortlich.

Isa ist Content Marketing Specialist bei Printful. Mit ihrem germanistischen Hintergrund ist sie für den deutschsprachigen Blog und alle Themen rund um Marketing verantwortlich.

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Isa Olin

Von: Isa Olin

Lesedauer: 12 Minuten 13. Jun 2023

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