Zurück zu allen Beiträgen
Printful-holiday-social-media-strategies-tips-guide
Marketing-Tipps

Wie man die besten Social-Media-Marketingkampagnen 2019 gestaltet

Von am 3. Oktober 2019 Lesedauer: 6 Minuten

Je nachdem, wie man rechnet, gibt es die sozialen Medien seit etwa 20 Jahren. Fast 90 % der Internetnutzer sind mittlerweile in den sozialen Netzwerken aktiv, so dass diese „schon lange kein Jugend- oder Nischenphänomen mehr“ sind, wie Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder festgestellt hat. Ein Drittel der Deutschen nutzt Social Media neben Privatem dafür, um sich über Unternehmen und Marken zu informieren.

Daher solltest du als im E-Commerce tätiger Unternehmer auf keinen Fall auf diese Kanäle verzichten. Vor allem jetzt, wenn die wichtigste Verkaufssaison des Jahres – Weihnachten – in weniger als 3 Monaten ansteht.

Viele Menschen beginnen mit den Einkäufen für Weihnachten um Black Friday und Cyber Monday Ende November/ Anfang Dezember, manche hingegen ziehen erst am Tag davor los, um ihre Besorgungen zu machen. Im Großen und Ganzen ist die Vorweihnachtssaison also eher ein Marathon als ein Sprint, für den man die Vorbereitungen nicht früh genug beginnen kann. Lies weiter, um zu erfahren, welche die drei Top-Trends für Social-Media-Marketing 2019 sind.

Und: Am Ende des Beitrages warten kostenlose Grafiken zum Herunterladen für eure Social-Media-Kampagnen!

1. Trend: Videoinhalte

Das Web ist visueller denn je und viele Marken entscheiden sich dafür, ihre Geschichte zu zeigen, anstatt diese in Textform zu präsentieren. Es ist unwahrscheinlich, dass wir je wieder zu rein textbasierten Inhalten zurückkehren, dafür faszinieren uns die bewegten Bilder viel zu sehr.

Untertitel einblenden: Einstellungen > Auto-translate > Sprache auswählen

Ziel(e) setzen

Eine goldene Regel für jede Marketingkampagne ist es, keine aggressive Verkaufstaktik anzuwenden. Dein Publikum weiß, dass du verkaufen möchtest, aber sie werden nicht kaufen, nur weil du verkaufen willst. Höchstens impulsiv. Gib ihnen etwas für ihre Zeit und ihr Geld. In der Content-Welt heißt das: Unterhalte sie oder bilde sie.

Hier ist ein Beispiel, was Asos unter unterhaltsamem Videomarketing versteht:

View this post on Instagram

To ASOS, you are perfect 🎄

A post shared by ASOS (@asos) on

Neben der Entscheidung, ob du unterhalten oder bilden möchtest, solltest du dir ein Ziel für deine Marketingkampagne setzen:

  • Zusätzliche Aufmerksamkeit gewinnen (z.B. Festtagsstimmung verbreiten durch kreatives Brand Storytelling)
  • Den Umsatz steigern (z.B. neuer Produkte oder Artikel präsentieren, die sich toll als Geschenk eignen)

Wohl beide Kategorien tickt Edeka mit ihrem Video ab:

Egal, was du tust, konzentriere dich auf Inhalte, die deine Markenpersönlichkeit zum Ausdruck bringen und helfen, die Beziehung zu deinen Kunden zu pflegen. Weihnachten ist die beste Zeit, um etwas persönlicher zu werden.

Videobearbeitungsprogramm auswählen

Videos zu erstellen war früher ein unglaublich kostspieliges Unterfangen, das nur denen vorbehalten war, die die nötige Ausrüstung hatten, wussten, wie man Filmmaterial bearbeitet und sich das leisten konnten. Dank moderner Technologien und der Marktnachfrage sind viele praktische Tools entstanden, die das Leben von Kleinunternehmern und Marketern erleichtern.

Denk daran, dass das Video nicht kompliziert sein muss, um zum Hit zu werden. Häufig ist weniger mehr. Mit diesen Werkzeugen kannst du anfangen:

  • Lumen5: Verwandelt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz einen Blog-Beitrag in ein Video
  • Placeit (Affiliate-Link, mehr dazu hier): Jede Menge Foto- und Video-Mockups, mit denen du deine eigenen Designs auf T-Shirts platzieren kannst
  • Magisto: Nimm kurze Videoclips mit deinem Handy auf und füge Bildunterschriften, Hintergründe und andere Elemente sowie Musik hinzu

Mobil denken

Die meisten sehen sich Videos auf Smartphones an – die vertikal gehalten werden. Wenn du selber auf ein horizontal gefilmtes Video in den sozialen Medien stößt, machst du dir die Mühe und drehst das Handy, um zum vollen Genuß zu kommen? Ich nicht…

Im Vergleich zu horizontal gedrehten Videos nehmen vertikale Videoinhalte einen proportional größeren Teil des Bildschirms ein –  und sehen schöner aus! Also, vergiss das Format 16:9 und denk lieber in 9:16. Das Hochformat wird langsam aber sicher zum neuen Standard für Videos in den sozialen Medien.

Wenn du noch nicht damit experimentiert hast, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, es auszuprobieren.

Videos mit Untertiteln versehen

Die meisten von uns greifen zum Handy, wenn sie im Geschäft in der Schlange stehen, auf einen Arzt warten oder morgens mit dem Bus zur Arbeit fahren. In diesen Momenten mag man den Ton vielleicht nicht unbedingt einschalten und wer hat schon immer Kopfhörer dabei?

Daher: Füge Untertitel deinen Videos hinzu, damit sie sich auch ohne Ton verfolgen lassen.

Printful-holiday-social-media-video-subtitles

Einige kostenlose Tools, mit denen Videos untertitelt werden können, sind:

Brauchst du mehr Hilfe mit deinen Videos? Nimm Kontakt mit den Printful-Videografen auf. Die wissen, wie man eine Marke ins beste Licht rückt.

2. Trend: Stories in sozialen Medien

Stories in sozialen Medien haben sich mittlerweile auch im Unternehmens-Marketing etabliert. Die in Stories geposteten Videos und Bilder sind 24 Stunden lang sichtbar, bevor sie einfach verschwinden.

Mit Stories kannst du eine direkte Verbindung zu deinen Followern herstellen. Sie sind das neue virtuelle „Schaufenster“, wo man sowohl das Produkt als auch die Person hinter der Marke sehen kann. Stories wirken authentischer als ausgefeilte Marketingmaterialien und damit kannst du eine menschlichere Seite des Unternehmens zeigen.

Heute nutzen täglich insgesamt mehr als eine Milliarde Instagram- und Facebook-User Stories – und können gar nicht genug vom Gefühl hinter den Kulissen zu sein, bekommen.

Plattform und Nachricht auswählen

Sobald du entschieden hast, welche Social-Media-Plattform – Instagram, Facebook, Snapchat oder YouTube – sich am besten für dein Publikum eignet, solltest du aktiv werden. Finde einen passenden visuellen Look, der deine Markenidentität ergänzt: Mit so vielen Filtern, Tagging-Optionen, GIFs, Emojis und sogar Songs zum Herumexperimentieren findest du sicher etwas, das deinem Publikum gefällt!

In der folgenden Liste haben wir einige Ideen zusammengestellt, wie du Stories in sozialen Medien nutzen kannst:

  • Teile einen Teaser für ein kommendes Produkt
  • Erinnere deine Follower an Angebote und Bestellfristen (gerade in der Vorweihnachtszeit)
  • Gewähre Einblicke hinter die Kulissen deines Stores: Was es Neues gibt oder wie ein Brainstorming-Prozess für neue Produkte aussieht
  • Zeige deinen Arbeitsplatz – egal ob es sich dabei um deinen Esstisch oder dein Stammcafé handelt
  • Arbeite mit einem Influencer oder einem Partner zusammen: Lass sie eine Story auf deinem Account machen, organisiert gemeinsam ein Giveaway, etc.
  • Verbreite Weihnachtsstimmung und zeige wie du dich auf die Feierlichkeiten vorbereitest
Gewinnspiel janaschell_illustration und printful.deu auf Instagram

Denk dabei an die Regel „unterhalten oder bilden“, die wir bei den Videoinhalten besprochen haben.

Die meisten Stories sehen improvisiert aus, sind aber in Wirklichkeit oft alles andere als das. Lass deinen kreativen Ideen freien Lauf in Social-Media-Stories.

Viele kennen Instagram für die Stories, aber die Plattform bietet noch viel mehr. Wenn du wissen möchtest, wie du mit Instagram deine Marke ausbauen kannst, solltest du dir diese hilfreichen Ressourcen nicht entgehen lassen:

3. Trend: Personalisierte Werbung

Die Aufmerksamkeit von Konsumenten war noch nie so stark umkämpft wie heute. Wenn du deine Werbung nicht personalisierst, könntest du Kunden an die Konkurrenz verlieren, die sich besser aufgestellt hat.

Daher: Lass uns einige Arten von personalisierter Werbung genauer anschauen.

Social-Media-Retargeting nutzen

Retargeting ist eine Form der gezielten Online-Werbung, mit der Marken den Besuchern ihrer Webseite basierend auf ihrem bisherigen Verhalten personalisierte Produkte oder Angebote präsentieren können. Damit kann die Markenbekanntheit erhöht werden, neue Kunden gewonnen oder sogar die Aufmerksamkeit der Kunden von Wettbewerbern auf das eigene Unternehmen gelenkt werden.

Nehmen wir an, ein potentieller Kunde hat sich einige Produkte auf deiner Website angesehen und hat sie verlassen, ohne etwas zu unternehmen. Mit Retargeting-Anzeigen kannst du ihm dieselben Produkte in seinem Social-Media-Feed anzeigen. Noch besser ist es, ihm einen speziellen Rabatt zu gewähren, um ihn sofort zum Kaufen zu ermutigen.

Aktuell können Retargeting-Anzeigen auf Facebook, Instagram, Twitter, LinkedIn, Snapchat und Pinterest geschaltet werden.

Sei geduldig, was Retargeting-Anzeigen angeht. Nur weil ein Besucher nicht auf deine Anzeige geklickt hat, bedeutet das nicht, dass er es nicht tun wird. Wenn deine Anzeigen keine Wirkung zeigen, versuche etwas zu ändern. Einige Stellschrauben dafür sind der Text der Anzeige, das Design, der CTA (Call to Action oder Handlungsaufforderung) und die Anzeigefrequenz der Anzeige. Teste dabei verschiedene Varianten.

Cross-Selling oder Up-Selling an deine bestehenden Kunden

Mit großer Wahrscheinlichkeit bietest du in deinem Onlineshop Produkte an, die gut zusammenpassen. Biete diese in Kombination an. Zum Beispiel, wenn jemand ein Paar Yoga-Leggings gekauft hat, lasse sie wissen, dass du auch einen passenden Sport-BH und einen Turnbeutel im Sortiment hast, um den Look zu vervollständigen!

Und wenn es schon eine Weile her ist, dass der Kunde z.B. ein T-Shirt bei dir gekauft hat, kontaktiere ihn mit einem Angebot für ein neues Shirt. Oder noch besser, wenn es langsam Herbst und kühler wird, bewirb einen Kapuzenpulli oder eine Mütze mit einem ergänzenden Design.

Durch Geo-Targeting den Umsatz steigern

Die meisten Social-Media-Plattformen ermöglichen das Publikum nach der geografischen Lage zu segmentieren. Damit kannst du deine Botschaft noch relevanter gestalten, in dem du nur Kunden in einer speziellen Region oder einem speziellen Land ansprichst. Was du z.B. mit Geo-Targeting machen kannst:

  • Den Rheinländern ein spezielles Angebot zu Karneval unterbreiten.
  • Die Österreicher anlässlich ihres Nationalfeiertages am 26. Oktober ansprechen.
  • Den Schweizern vor dem Schweizer Vätertag einen Rabatt für alle Herrenprodukte bieten.
  • Wenn du Kunden auf der ganzen Welt hast, kannst du den Australiern und Neuseeländern statt einem „ugly sweater“ wie in den USA üblich, vor Weihnachten eine Kollektion mit „ugly Christmas t-shirts“ anbieten, wie Startup Vitamins es gemacht hat.
Printful-ugly-christmas-t-shirt

Hol dir in unserem E-Commerce-Feiertagskalender 2019 (ENG) weitere Anregungen, was du deinen Kunden zu Feiertagen und speziellen Anlässen anbieten kannst. Du musst nicht für jeden Anlass gleich eine ganze Kollektion zusammenstellen, aber es lohnt sich, einige Termine auszuwählen und eine gezielte Onlinekampagne zu lancieren.

Erzähle, was deine Kunden hören wollen

Egal, welche Marketingkampagnen du am Ende durchführst, denk immer an deine Kunden. Denk wie sie denken, sei aktiv in den Kanälen, in denen sie aktiv sind und biete Inhalte, die sie wirklich interessieren – und es kann kaum etwas schief gehen!

Freust du dich schon darauf, einige der genannten Ideen in deinen Social-Media-Kanälen auszuprobieren? Dann wirst du dich noch mehr freuen, denn wir haben kostenlose Visuals zusammengestellt, die du für dein Vorweihnachts-Marketing nutzen kannst. Die Bilder kannst du direkt einsetzen oder diesen deine eigene persönliche Note verleihen. Viel Spaß!

Dieser Artikel wurde ursprünglich im September 2017 veröffentlicht und wurde seitdem aktualisiert.

Hol dir deine Grafiken

Abonniere unseren Blog und erhalte kostenlose Grafiken für soziale Medien!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht



Zurück zu allen Beiträgen

Bereit Printful auszuprobieren?

Verbinde dich mit einer E-Commerce-Plattform oder mach eine Bestellung

Beginne jetzt
shares