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Marketing-Tipps

10 Schritte, um deinen Store auf Black Friday und Weihnachten vorzubereiten

Von Lesedauer: 8 Minuten

Die Feiertage dieses Jahr werden anders als sie je waren. Da viele konventionelle Geschäfte schließen mussten, wechseln viele Kunden zum Onlineshopping. Für dich als Besitzer eines E-Commerce-Geschäfts bedeutet das neue potentielle Kunden und die Möglichkeit dein Geschäft während der Festtagen auszuweiten.

Dies bedeutet aber auch eine hohe Konkurrenz, was recht stressig sein kann. Da es in 2020 bereits genügend Stress gab, sollten wir versuchen, die Feiertage so friedlich wie möglich zu gestalten. Der Schlüssel zum Erfolg hierbei liegt in der Planung.

In diesem Artikel reden wir davon, wie du der Konkurrenz voraus sein kannst, die Kontrolle behältst und deinen E-Commerce-Store für die Festtage vorbereitest.

1. Finde die wichtigsten Tage

Wann: September

Fange mit dem Wichtigsten an: Notiere dir die wichtigen Termine, damit du deine Marketingkampagnen planen kannst.

Neben Weihnachten, Black Friday und Cyber Monday gibt es in den kommenden Monaten auch andere Anlässe, die zum Einkaufen einladen. Schaue dir an welche Feiertage für deine Kunden relevant sind. Hier sind einige, die du in deinen Kalender eintragen solltest:

Wenn du deinen Marketingplan für die Festtage fertigst, solltest du an die Informationen denken, die du für deine Kampagnen benötigst, wie Versandinformationen, Retourenmanagement und so weiter. Kontaktiere deine Abwicklungspartner, um die benötigten Informationen zu erhalten. 

2. Plane deine Marketingkampagnen

Wann: September

Der nächste Punkt auf deiner To-Do-Liste ist, festzulegen, welche Art von Angebot(en) du anbieten möchtest. Entscheide dich für eine oder kombiniere mehrere, um herauszufinden, was am besten zu deiner Kundschaft passt:

  • Rabatt: Nachlass in % oder x Euro
  • 2 zum Preis von 1
  • Kostenloser Versand
  • Mengenrabatte
  • Blitzangebot
  • Werbegeschenke oder Gewinnspiel
  • Promo-Code
  • Stammkundenrabatt
  • Extra Guthaben für Stammkunden

Falls du einen Rabatt anbieten möchtest beachte die „Rule of 100” (Artikel auf Englisch): Biete einen prozentualen Rabatt für alles unter 100 € und einen Wertrabatt für alles darüber. Dies lässt das Angebot beim Kunden höher erscheinen. Du kannst ebenfalls einstellen, dass ein gewisser Mindestbestellwert erreicht werden muss, um einen Rabatt, kostenlosen Versand oder ähnliche Angebote, die den Bestellwert erhöhen, zu erhalten.

Denke an deinen Kunden, wenn du deine Angebote wählst. Manchmal ist die Art, wie du es vermarktest wichtiger, als das Angebot selbst.

Sobald du dich für deine Deals entschieden hast, musst du dir überlegen welche Produkte du auf das Podest stellen möchtest: Bleibst du bei deinen Verkaufsschlagern oder möchtest du Produkte vermarkten, die deine Kunden noch nicht erkundet haben?

Wenn du Produkte mit speziellen Feiertags-Designs anbieten möchtest, sieh dir unsere Trendprodukte der Saison an:

  • Allover-Pullover
  • Beanies
  • Tassen
  • Multifunktionstücher
Unsere Top-Auswahl

Entscheide dich für die Kanäle, auf denen du deine Marketingkampagnen schaltest. Beachte, dass verschiedene Kanäle für verschiedene Zwecke genutzt werden. Verwende soziale Netzwerke für visuelle Inhalte, deine Store-Website, um alle wichtigen Informationen zu speichern, und Emails für Promos, Erinnerungen und Newsletter.

3. Richte die Technik in deinem Store ein

Wann: September

Es ist einfach beim Onlineshoppen abgelenkt zu werden. Gestalte es deinen Kunden daher so einfach wie möglich vor, während und nach dem Shoppen konzentriert zu bleiben. Die gute Nachricht ist, dass es unzählige Features gibt, die dir dabei helfen. Probier’s mal mit:

  • Emails zur Wiederherstellung des Einkaufswagens 
  • Retargeting Pixels
  • Popups beim Verlassen der Seite
  • Web-Push-Benachrichtigungen
  • Kundenbindungsprogramme
  • Gutscheincodes
  • Chatbots
Dote hat ein großartiges Beispiel für Emails zur Wiederherstellung des Einkaufswagens 

Egal für welches Tool du dich entscheidest, richte es einige Zeit vorher ein. Du solltest etwas Spielraum haben, um es zu testen, sodass alles funktioniert, wenn die Kunden in ein paar Monaten deinen Store „einrennen”.

4. Warte deinen Online-Store

Wann: September

All deine Email-Kampagnen, Social-Media- und Blog-Beiträge sowie Videos leiten die Leute an einen Ort – deine Website. Damit für deine Kunden alles reibungslos verläuft, solltest du jetzt deinen Online-Store warten.

Was du insbesondere beachten solltest:

  • Ladezeit der Website: Eine Verzögerung von einer Sekunde bei der Ladezeit deiner Website kann zu 7 % weniger Konversion führen (Artikel auf Englisch). Teste z. B. mit GTmetrix, wie lange es dauert, bis deine Website komplett lädt. Es sollte nicht länger als 3 Sekunden dauern
  • Navigation: Eine durchdachte Website-Navigation ermöglicht dem Kunden, das Gewünschte zu finden – und es schnell zu finden. Bitte Freunde und Familie, sich durch deinen Online-Shop zu klicken, um herauszufinden, wie benutzerfreundlich er ist. Nutze ihr Feedback, um die Navigation oder das Layout der Website zu verbessern. 
  • Checkout-Prozess: Der wichtigste Teil der Website ist die Checkout-Seite, denn hier wandeln sich Shop-Besucher in Kunden um. Durchlaufe selbst den Bestellprozess, um sicherzustellen, dass er möglichst kurz und intuitiv ist.
  • Benutzererfahrung auf Mobilgeräten: Mobileshopping erobert das E-Commerce immer mehr. Sieh dir unseren Artikel (auf Englisch) an, wie du deinen Store Mobile-freundlicher gestalten kannst.

Wenn du nach dem technischen Check feststellst, dass etwas verbessert werden muss, solltest du am besten sofort alle notwendigen Änderungen vornehmen, damit die Website nicht in der Hochsaison aktualisiert werden muss.

Stelle zusätzlich sicher, dass deine Kunden alle Informationen, die sie zu deinem Store, Produkte und Richtlinien benötigen, finden. Prüfe ob alles auf dem neuesten Stand ist. 

  • Produktbeschreibungen und Pflegehinweise
  • Shop-Richtlinien (Datenschutzerklärung, Versand, Retouren)
  • Kontakt- und Aboformulare
  • Über uns“-Seite
  • FAQ-Seite
Eine kleine und persönliche Über Uns-Seite

Profi-Tipp: Gehe alle Tools und Plugins, die derzeit auf deiner Website verwendet werden, durch. Solltest du auf etwas stoßen, das eine Weile nicht benutzt wurde, deinstalliere es. Jede Software, auch wenn sie nicht in Gebrauch ist, kann die Website verlangsamen oder zu Ausfällen führen.

5. Verfasse Marketing-Emails

Wann: Oktober

Emails sind nach wie vor der beste Weg deine Kunden zu erreichen. 72 % ziehen es vor, Nachrichten von Marken via Email zu erhalten (Artikel auf Englisch). Es gibt also viele Vorteile: Sie sind kostengünstig, einfach aufzusetzen und es ist einfach das Resultat zu messen.

Die Frage ist daher nicht, ob du Emails schicken solltest, sondern wie du die besten verfasst. Ich empfehle dir mit dem Verfassen der Emails anzufangen bevor die Feiertags-Saison startet. Notiere dir die wichtigsten Punkte, die du erwähnen möchtest und behalte dein Notizbuch bei dir. Die beste Ideen und Wortstellung kommen dir in den unerwartetsten Momenten.

Denke an deine Kunden und welche Art von Beziehung du zu ihnen aufbauen möchtest. Dies hilft dir dabei den Ton und Stil deiner Nachrichten zu wählen. Denke daran dabei einheitlich zu bleiben.

Ausgehend von der Liste der Kampagnen, die ich zuvor geteilt habe, findest du hier ein paar Ideen für Festtags-Emails:

  • Ankündigung und Erinnerung zu Bestellfristen 
  • Produkt/ Angebot der Woche
  • Vorverkauf für Stammkunden
  • Ankündigung und Erinnerung zu kostenlosem Versand
  • Geschenkideen
  • Einführung neuer Produkte
Geschenkideen von Acne

Sei informativ aber knapp. Durchschnittlich hält die Aufmerksamkeitsspanne beim Lesen der Emails nur für 11 Sekunden (Artikel auf Englisch).

6. Verfasse Social-Media-Beiträge

Wann: Oktober

Die beliebtesten Social-Media-Kanäle für E-Commerce-Unternehmen sind:

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram
  • Pinterest
  • TikTok

Um dir besser darüber im Klaren zu sein, welche Inhalte mehr Aufmerksamkeit auf sozialen Netzwerken erhalten, untersuche das Verhalten deiner Zielgruppe (Artikel auf Englisch) auf jedem Kanal und achte dabei auf hohe Benutzeraktivitäten und Inhalte mit Spitzenleistungen. Nutze diese Informationen, um die besten Social-Media-Kanäle für deine Marke zu wählen. Wenn du auf allen nur etwas vertreten bist, bist du auf keiner davon erfolgreich. Finde daher die, die für dich funktioniert, und lege deinen Fokus darauf.

Beim Verfassen von Beiträgen für soziale Netzwerke denke daran, dass jeder Kanal für einen etwas anderen Zweck verwendet wird. Obwohl TikTok sehr schnell beliebt wird, hilft dies nur bei einem jüngeren Zielpublikum, da 60 % der TikTok-Nutzer unter 30 sind (Artikel auf Englisch).

Twitter beispielsweise ist eine Plattform, auf der Menschen ihre Meinung äußern, öffentliche Themen diskutieren oder etwas Dampf ablassen können. Pinterest hingegen ist rein visuell und bietet Design- und Lifestyle-Inspiration.

Obwohl sich die beiden Social-Media-Plattformen ähneln, unterscheiden sich sich vor allem in Bezug auf die Nutzerdemografie. Man kann also durchaus sagen, dass etwas, das auf Pinterest funktioniert, nicht unbedingt auf Twitter läuft und umgekehrt.

7. Bereite visuelle Inhalte vor

Wann: Oktober

Die Menschen erinnern sich an bis zu 80 % von dem, was sie sehen und an nur 20 % von dem, was sie lesen. Daher hier nochmal die gleiche Information visuell:

Quelle: Mondula

Je nachdem, was du für die kommenden Monate geplant hast, benötigst du möglicherweise Material für:

  • Produktvorstellungen
  • Email-Kampagnen
  • Social-Media-Beiträge
  • Blog-Titelbilder
  • Store-Banner
  • Pop-ups
  • Anzeigen

Die gute Nachricht ist, dass du nicht alle Fotos selber erstellen musst. Verwende den Printful-Mockup-Generator, um deine Designs hinzuzufügen und lade Lifestyle-Mockups deiner Produkte herunter. Wenn du professionelle E-Commerce-Produktfotos möchtest, wende dich an unser Team für Fotodienste (auf Englisch) um sich darum zu kümmern.

Fotos zu Weihnachten von unserem Team für Fotodienste

Allgemeineres Bildmaterial findest du auf Websites wie Pexels, Unsplash und Pixabay, wo du schöne, lizenzfreie Bilder herunterladen kannst. Um das Meiste aus den Bildern zu machen, lies auch unseren Beitrag über die kostenlosen Adobe Photoshop-Alternativen.

8. Gib Bestellfristen bekannt

Wann: Oktober

Es ist wichtig, dass deine Kunden rechtzeitig bestellen, um ihre Bestellungen für die Festtage zu erhalten. Kommuniziere daher die sog. „Order Deadlines” – Tage, bis wann die Bestellungen aufgegeben werden sollten, um sie rechtzeitig zu erhalten – deutlich an deine Kunden. Um sicherzustellen, dass deine Kunden diese Information erreicht, solltest du:

  • eine Landing-Page und/oder Website-Banner mit Order Deadlines erstellen
  • Ankündigungs-Emails und Erinnerungen senden/ planen
  • Bestellfristen in Marketingmails aufnehmen
  • Fristen in den Social-Media-Profilen aufnehmen, z.B. Cover-Foto
Eine kurze aber präzise Email zu den Deadlines von Harry’s

Wir kündigen normalerweise Printfuls Order Deadlines im Oktober an. Halte Ausschau nach Updates, informiere deine Kunden und halte sie auf dem Laufenden.

9. Plane deine Kampagnen

Wann: November

Die Arbeit ist erledigt, jetzt liegt es daran den Plan umzusetzen. Egal wie hervorragend deine Inhalte sind, sie können in der Vielfalt der Angebote in der stressigsten Shopping-Zeit untergehen. Daher ist es wichtig deinen Inhalt so zu planen und zu veröffentlichen, dass sie das größte Zielpublikum erreicht.

Beste Versandzeiten für Emails

Basierend auf den Ergebnissen von 14 verschiedenen Studien sind diese die besten Tage, um Emails zu verschicken (Artikel auf Englisch):

  • Dienstag
  • Donnerstag
  • Mittwoch

Die Daten hierzu variieren, jedoch haben die meisten diese Tage gemein. Ich rate dir etwas zu experimentieren, um herauszufinden, was am besten zu deinen Kunden passt, da einige von ihnen die Werbe-Emails nur an den Wochenenden öffnen.

Du solltest auch nicht das perfekte Timing dazu vergessen. Emails zur falschen Zeit zu verschicken kann dazu führen, dass deine Öffnen-Rate abstürzt. Das sind die besten Versandzeiten für Emails (Artikel in Englisch):

  • 10 Uhr 
  • 20 Uhr bis Mitternacht
  • 14 Uhr
  • 6 Uhr

Beste Zeiten für Social-Media-Beiträge

Ich habe etwas nachgeforscht und die besten Zeiten, um Inhalte auf Social Media zu posten, sind:

  • Facebook: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag zwischen 12 und 15 Uhr 
  • Twitter: Montag bis Freitag um 15 Uhr
  • Instagram: Montag bis Freitag zwischen 12 und 13 Uhr
  • LinkedIn: Montag und Mittwoch um 7.45 Uhr, 10.45 Uhr, 12.45 Uhr und 17.45 Uhr

Ich empfehle dir diese Tipps zu befolgen, allerdings kann ich nicht garantieren, dass alles planmäßig verläuft. Du kennst deine Kunden am besten. Wenn du deine Nische recherchiert hast, kennst du die täglichen Rituale die sie ggf. haben, wie z. B ins Fitnessstudio zu gehen oder die ganze Nacht Videospiele zu zocken. Teste unsere empfohlenen Zeiten, sei aber offen und passe sie an.

10. Kommuniziere mit deinen Kunden

Wann: November/Dezember

Sobald  deine Inhalte ihr Ziel erreicht stehst du vor einer weiteren wichtigen Aufgabe – Schritt halten mit den Kommentaren, Antworten und Fragen deiner Kunden. Plane etwas Zeit in deinem Tagesablauf ein, um dich vollkommen auf Kundenanfragen zu konzentrieren. Das macht dich produktiver und weniger gestresst.

Stelle sicher, dass deine Kunden wissen, wie sie dich erreichen, und sich darauf verlassen können, dass du antwortest. Kommuniziere auf den Kanälen, die deine Kunden am meisten nutzen.

Grundsätzlich erwarten 63 % aller Online-Einkäufer (Artikel auf Englisch), dass Unternehmen deren Fragen auf sozialen Netzwerken beantworten. Bei Problemen, die vom Kundensupport übernommen werden, greifen deutschen Kunden nach wie vor bevorzugt zum Telefonhörer, gefolgt von Emails.

Denke daran, dass deine Wortwahl und Ton in all deiner Kommunikation gleich bleibt. Zerbrich dir nicht den Kopf über negative Bewertungen, solange die meisten Kunden mit deinen Produkten und Diensten zufrieden sind, ist alles bestens.

BONUS: Stelle sicher, dass deine Kunden auch nach den Festtagen bei dir bleiben

Wann: November/Dezember

Wenn du den Ratschlägen in diesem Artikel befolgst, hilft dies nicht nur dich auf die Hochsaison vorzubereiten, sondern auch ein paar Kunden zu deinem Shop zu führen. Jedoch liegt die wahre Kunst daran, sie zu behalten. Es kostet mindestens 5 mal mehr (Artikel auf Englisch) neue Kunden zu finden als bestehende zu behalten. Gib also alles Mögliche, um sicherzustellen, dass sie zurück kommen.

Der erste Eindruck zählt. Hier einige Ideen, mit denen der deines Unternehmens ein guter wird:

Du bist auf gutem Weg

Da du in den kommenden Monaten jede Menge zu tun haben wirst, empfehlen wir gleich loszulegen! Beginne mit dem Herunterladen der unteren Vorbereitungs-Checkliste, um die Zeit vor den Festtagen optimal organisiert und stressfrei zu gestalten.

Falls du noch Inspiration für dein Endjahres-Marketing suchst, könnten dich auch diese Beiträge interessieren:

Ist dieses Jahr das erste Weihnachtsfest für deinen Store oder bist du schon ein alter Hase? Teile deine Ideen und Erfahrungen in den Kommentaren!

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Englisch im August 2017 veröffentlicht und wurde seitdem aktualisiert.

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Elizabete is inspired by the ever-changing art of marketing. She enjoys long walks with her dog and a good sweat session at the gym to keep her thoughts centered and her mind sharp.

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