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Marketing-Tipps

10 Schritte, um deinen Store auf Black Friday und Weihnachten vorzubereiten

Von Lesedauer: 6 Minuten

Im europäischen Vergleich beginnen die Deutschen als erste mit den Besorgungen für Weihnachten: Zwei Drittel kaufen das erste Weihnachtsgeschenk schon im Oktober. Im vergangenen Jahr belief sich der Umsatz im Weihnachtsgeschäft auf 98,7 Mrd. Euro und bereits ein Viertel der Geschenke wurde online gekauft. Im Schnitt geben die Deutschen 472 Euro für Weihnachtsgeschenke aus.

In den USA eröffnet der Black Friday – der Tag nach Thanksgiving am 4. November-Donnertag – traditionell die Weihnachtseinkaufssaison. Auch in Deutschland nimmt der Black Friday an Bedeutung zu. Doch im Gegensatz zu den USA ist dieser hier mehr im Onlinehandel als im stationären Handel verbreitet und somit ist der Cyber Monday hierzulande kein Onlinependant zum Black Friday wie hinter dem großen Teich.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) schätzte den Umsatz an Black Friday und Cyber Monday 2018 auf 2,4 Mrd. Euro – 15% Zuwachs zum Vorjahr, doch noch immer ein Bruchteil des Weihnachtsgeschäftes. 31% der deutschen Onlineshopper planten 2018 am Black Friday und 21% am Cyber Monday einzukaufen. So stehen die Chancen gut, dass für Onlinehändler auch dieses Jahr das 4. Quartal zur profitabelsten Zeit des Jahres wird.

Auch wenn die Weihnachtszeit Unternehmen Wachstumsmöglichkeiten bieten kann, zeichnet sie sich durch extreme Konkurrenz aus, da jeder versucht, sich sein Stück vom Kuchen zu sichern. Um den anderen voraus zu sein, brauchst du also einen klaren Aktionsplan für die kommenden Monate.

Denn das Letzte, was du willst, ist dir die Nächte um die Ohren zu schlagen, nur damit alles zum Saisonstart steht. Denn das bedeutet nicht nur jede Menge Stress, sondern möglicherweise sogar verlorene Umsätze. Um sicherzustellen, dass dies nicht passiert, sondern dass diese die reibungsloseste Vorweihnachtszeit je für deinen Onlineshop wird, gehen wir in diesem Artikel einige der wichtigsten Dinge durch, die du zur Vorbereitung tun solltest. Am Ende findest du diese in einer praktischen Checkliste zusammengestellt.

1. Marketingkampagnen planen

Holiday marketing strategy

Wann: September

Fange mit dem Wichtigsten an, nämlich notiere dir die wichtigen Termine, damit du deine Marketingkampagnen planen kannst.

Neben Weihnachten, Black Friday und Cyber Monday gibt es in den kommenden Monaten auch andere Anlässe, die zum Einkaufen einladen. Hier sind einige, die du in deinen Kalender eintragen solltest:

Vor der Erstellung deines Marketingplans für das restliche Jahr solltest du die Lieferfristen deiner Lieferanten checken. Sprich die Stichtage, an denen deine Kunden ihre Bestellungen spätestens aufgeben sollten, um sie rechtzeitig vor den Feiertagen zu erhalten.

2. Angebotsart(en) entscheiden

Wann: September

Der nächste Punkt auf deiner To-Do-Liste ist festzulegen, welche Art von Angebot(en) du dieses Jahr zur Weihnachtszeit anbieten möchtest. Entscheide dich für eine Variante oder kombiniere mehrere, um herauszufinden, was am besten zu deiner Kundschaft passt:

  • Rabatt: Nachlass in % oder x Euro
  • 2 zum Preis von 1
  • Kostenloser Versand (ENG)
  • Expressversand
  • Blitzangebot
  • Einwöchige Aktion
  • Kostenloses Werbegeschenk zu jeder Bestellung
  • Wettbewerb/ Gewinnspiel
  • Gutscheincode
  • Stammkundenrabatt
  • Vorverkauf für Stammkunden

Sobald du dir über die Angebote im Klaren bist, überlege welche Produkte in den Fokus gerückt werden sollen. Bewirbst du deine Bestseller oder versuchst du eher, das Interesse der Kunden auf weniger nachgefragte Ware zu lenken?

Wenn du planst, saisonale Produkte einzuführen, solltest du diese trendigen Produkte in Betracht ziehen:

  • Sweater
  • Beanies
  • Socken
  • Tassen
  • Poster
  • Leinwanddrucke

3. Shoptechnik einrichten

Wann: September

Zusätzliche Funktionen in deinem Onlineshop können helfen, vor Weihnachten mehr zu verkaufen. Was du ausprobieren kannst:

  • E-Mails zur Wiederherstellung des Einkaufswagens 
  • Retargeting pixels
  • Popups beim Verlassen der Seite
  • Web-Push-Benachrichtigungen
  • Kundenbindungsprogramme
  • Gutscheincodes
  • Chatbots

Mit welchem Werkzeug auch immer du experimentieren möchtest, richte es im Voraus ein. Schließlich möchtest du etwas Puffer zum Testen haben, bevor die Kunden in ein paar Monaten in deinen Store strömen.

4. Store checken

Wann: September

All deine E-Mail-Kampagnen, Social-Media- und Blog-Beiträge sowie Videos leiten die Leute an einen einzigen Ort – auf deine Website. Damit für deine Kunden dort alles reibungslos verläuft, solltest du jetzt deinen Onlinestore checken.

Was du insbesondere beachten solltest:

  • Ladezeit der Website: Eine Verzögerung von einer Sekunde bei der Ladezeit deiner Website kann zu 7% weniger Konversion führen. Teste z.B. mit GTmetrix, wie lange es dauert, bis deine Website komplett lädt. Es sollte nicht länger als 3 Sekunden dauern
  • Navigation: Eine durchdachte Websiten-Navigation ermöglicht dem Kunden, das Gewünschte zu finden – und es schnell zu finden. Bitte Freunde und Familie, sich durch deinen Onlineshop zu klicken, um herauszufinden, wie benutzerfreundlich er ist. Nutze ihr Feedback, um die Navigation oder das Layout der Website zu verbessern. 
  • Checkout-Prozess: Der wichtigste Teil der Website ist die Checkout-Seite, denn hier wandeln sich Shop-Besucher in Kunden um. Durchlaufe selbst den Bestellprozess, um sicherzustellen, dass er möglichst kurz und intuitiv ist.

Wenn du nach dem technischen Check feststellst, dass etwas verbessert werden muss, solltest du am besten sofort alle notwendigen Änderungen vornehmen, damit die Website nicht in der Hochsaison aktualisiert werden muss.

Was außerdem überprüft werden sollte:

  • Produktbeschreibungen und Pflegehinweise
  • Shop-Richtlinien (Datenschutzerklärung, Versand, Retouren)
  • Kontakt- und Aboformulare
  • „Über uns“-Seite

Profi-Tipp: Gehe alle Tools und Plugins, die derzeit auf deiner Website verwendet werden, durch. Solltest du auf etwas stoßen, das eine Weile nicht benutzt wurde, deinstalliere es. Jede Software, auch wenn sie nicht in Gebrauch ist, kann die Website verlangsamen oder zu Ausfällen führen.

5. E-Mails vorbereiten

Holiday marketing content

Wann: Oktober

In den nächsten Monaten wirst du wahrscheinlich jede Menge E-Mails an deine Kunden senden. Daher verfasse jetzt schon einen Großteil davon, damit du dir am Abend vor dem Versand nicht den Kopf über eine treffende Betreffzeile brechen musst.

So ist das Risiko auch geringer, etwas Wichtiges zu vergessen. Die Mails im Voraus zu schreiben hilft auch dabei, einen durchgehenden Stil zu bewahren.

Einige Ideen für Vorweihnachts-E-Mails:

  • Bestellfristen: Ankündigung und Erinnerung
  • Produkt/Angebot der Woche
  • Vorverkauf für Stammkunden
  • Kostenloser Versand: Ankündigung und Erinnerung
  • Geschenkideen
  • Einführung neuer Produkte

Inspiration gefällig? Lies unseren Beitrag über 8 Ideen für E-Mail-Marketing-Kampagnen [inkl. kostenloser Motive].

6. Social-Media-Beiträge verfassen

Wann: Oktober

Die beliebtesten Social-Media-Kanäle für E-Commerce-Unternehmen sind:

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram
  • Pinterest

Beim Verfassen von Beiträgen für die sozialen Medien (ENG) denke daran, dass jeder Kanal für einen etwas anderen Zweck verwendet wird.

Twitter zum Beispiel ist eine Plattform, auf der Menschen ihre Meinung äußern, öffentliche Themen diskutieren oder etwas Dampf ablassen können. Pinterest hingegen ist rein visuell und bietet Design- und Lifestyle-Inspiration.

Obwohl sich die beiden Social-Media-Plattformen ähneln, unterscheiden sich sich vor allem in Bezug auf die Nutzerdemografie. Man kann also durchaus sagen, dass etwas, was auf Pinterest funktioniert, nicht unbedingt auf Twitter läuft und umgekehrt.

Um dir ein besseres Bild davon zu verschaffen, welche Inhalte am meisten Aufmerksamkeit in den sozialen Medien generieren, solltest du das Verhalten deiner Zielgruppe in jedem Kanal untersuchen und besonders auf die Spitzen der Benutzeraktivität und leistungsstarke Inhalte achten.

Verbringt deine Zielgruppe einen Großteil ihrer Freizeit mit Instagram? Dann solltest du dir diesen Artikel zur Verwendung von Instagram-Hashtags (ENG) auf gar keinen Fall entgehen lassen.

Profi-Tipp: Versuche nicht auf Biegen und Brechen in allen Plattformen präsent zu sein. Wähle stattdessen die aus, die am besten zu deiner Zielgruppe passen und konzentriere dich auf diese.

7. Bildmaterial vorbereiten

Wann: Oktober

Die Menschen erinnern sich an bis zu 80% von dem, was sie sehen und an nur 20% von dem, was sie lesen. Daher hier nochmal die gleiche Information visuell:

Quelle: Mondula

Wenn du dich also in der Vorweihnachtszeit von der Masse abheben möchtest, solltest du etwas Zeit in die Erstellung von aussagekräftigen Bildern für deine Marketingkampagnen investieren.

Je nachdem, was du für die kommenden Monate geplant hast, wirst du möglicherweise Visuals erstellen für:

  • Produktvorstellungen
  • E-Mail-Kampagnen
  • Social-Media-Beiträge
  • Social-Media-Cover
  • Blogs
  • E-Mail-Header
  • E-Mail-Inhalte
  • Shopbanner
  • Pop-ups
  • Anzeigen

Natürlich musst du nicht alle Fotos selber machen, das wäre auch zu viel Aufwand. Verwende den Printful-Mockup-Generator, um stylische Lifestyle-Fotos deiner Produkte zu erstellen. Allgemeineres Bildmaterial findest du auf Websites wie Pexels, Unsplash und Pixabay, wo du schöne, lizenzfreie Bilder herunterladen kannst.

Um das Meiste aus den Bildern zu machen, lies auch unseren Beitrag über die kostenlosen Adobe Photoshop-Alternativen.

Natürlich kannst du die Visualität deines Stores noch weiter erhöhen, in dem du professionelle E-Commerce-Produktfotos machen lässt. Ganz egal für welchen Weg du dich entscheidest,  verwende immer für das Produkt oder das aktuelle Angebot relevante Bilder und Grafiken.

8. Bestellfristen bekannt geben

Wann: Oktober

Bevor die Hochsaison der Weihnachtseinkäufe los geht, solltest du deine Kunden über die wichtigsten Termine – die Bestellfristen – informieren. Schritt für Schritt:

  • Landing Page mit Bestellfristen erstellen
  • Ankündigungs-E-Mail und Erinnerungen an Fristen senden/ planen
  • Fristen in Marketingmails aufnehmen
  • Fristen in den Social-Media-Profilen aufnehmen, z.B. auf dem Coverfoto

Profi-Tipp: Segmentiere deine Kunden nach Standort und informiere sie nur über den für sie relevanten Termin. Beispielsweise sollten Kunden in Europa nur eine Erinnerung über die europäischen Bestellfristen erhalten.

9. Kampagnen planen

Ecommerce campaign start

Wann: November

Glückwunsch! Mit dem Erstellen der Kampagneneinhalte hast du bereits einen Großteil der Arbeit erledigt. Nun sollten deine Kunden diese Inhalte auch zu sehen bekommen: Die besten Ergebnisse erreichst du, wenn du diese nicht einfach beliebig wegschickst, sondern so planst, dass deine Kunden sie genau dann bekommen, wenn sie sie am ehesten lesen und sich damit befassen.

Beste Versandzeiten für E-Mails

Basierend auf den Ergebnissen von 14 verschiedenen Studien sind diese die besten Tage, um E-Mails zu verschicken:

  • Dienstag
  • Donnerstag
  • Mittwoch

In Bezug auf die genaue Versandzeit gilt diese Reihenfolge:

  • 10 Uhr 
  • 20 Uhr bis Mitternacht
  • 14 Uhr
  • 6 Uhr

Mach dir nicht zu viele Sorgen, dass du deine Abonnenten mit E-Mails überflutest, denn die meisten von uns haben nichts dagegen, E-Mails von Marken zu erhalten, denen wir vertrauen.

Beste Zeiten für Social-Media-Beiträge

Wir haben etwas nachgeforscht und herausgefunden, dass die besten Zeiten, um B2C-Inhalte auf Social Media zu posten die folgenden sind:

  • Facebook: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag zwischen 12 und 15 Uhr 
  • Twitter: Montag bis Freitag um 15 Uhr
  • Instagram: Montag bis Freitag zwischen 12 und 13 Uhr
  • LinkedIn: Montag und Mittwoch um 7.45 Uhr, 10.45 Uhr, 12.45 Uhr und 17.45 Uhr

10. Zeit für Kundenkommunikation einplanen

Wann: November

Sobald deine Social-Media-Beiträge und E-Mails beim interessierten Publikum ankommen, wächst deine To-Do-Liste um eine weitere Aufgabe: Mit all den Kommentaren und Fragen der Kunden auf dem Laufenden zu bleiben.

Die deutschen Kunden greifen nach wie vor bevorzugt zum Telefonhörer, gefolgt von E-Mails.

Anstatt Kundenfragen sporadisch zu bearbeiten, blockiere lieber Zeit in deinem Kalender, um sie gleich zu beantworten. Dies steigert deine Produktivität und reduziert Stress.

BONUS: Neue Kunden willkommen heißen

Wann: November

Hoffentlich bringt das letzte Quartal des Jahres deinem Unternehmen einige neue Kunden. Um sie in treue Fans deiner Marke zu verwandeln, solltest du sie herzlich willkommen heißen und wertschätzen – und sie es wissen lassen.

Der erste Eindruck zählt. Hier einige Ideen, mit denen der deines Unternehmens ein guter wird:

Du bist auf gutem Weg

Da du in den kommenden Monaten jede Menge zu tun haben wirst, empfehlen wir gleich loszulegen! Beginne mit dem Herunterladen der unteren Vorbereitungs-Checkliste, um die Vorweihnachtszeit optimal organisiert und stressfrei zu gestalten.

Ist diese die erste Weihnacht deines Stores oder bist du schon ein alter Hase? Wir freuen uns auf eure Erfahrungen in den Kommentaren!

Hol dir deine Checkliste

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